Leuchttürme gesucht!

Die nominierten Projekte für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit

August 2026

Wir freuen uns über eine Vielzahl von vielfältigen und spannenden Projekten und Initiativen, die in den letzten Wochen und Monaten zum Wettbewerb Deutscher Nachhaltigkeitspreis Gesundheit 2026 eingereicht wurden. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vergibt die Auszeichnung erneut in Zusammenarbeit mit der Barmer sowie der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen. 

 

In einem strukturierten Prozess der Vorauswahl konnten sich in drei Kategorien insgesamt 29 Projekte für eine Nominierung qualifizieren. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2026 im Rahmen des #DNP26 statt.

 

Der DNP Gesundheit rückt die zentralen Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit in den Fokus von Gesundheitswesen, Politik, Wirtschaft, Medien und Öffentlichkeit. Ziel ist es, mit beispielhaften Projekten die nachhaltige Transformation des Gesundheitssektors zu beschleunigen. Denn wer Versorgung verbessert, Prävention stärkt und Ressourcen schont, gestaltet ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen. Der Preis würdigt vorbildliche Maßnahmen, Initiativen und Lösungen, die die medizinische Qualität, gesellschaftliche Verantwortung und ökologische Wirkung verbinden.

 

Ein unabhängiges Expertengremium bewertet die Einreichungen nach Wirksamkeit, Innovationsgrad, Skalierbarkeit und Umsetzbarkeit. Eine  interdisziplinäre Jury bestimmt die Finalisten und Sieger. 
 

Bei vielen Operationen wird das Narkosemittel Propofol verwendet. Wie viel davon für eine Operation notwendig ist, ist bisher schwer vorher zu sagen – mit dem Ergebnis, dass bis zu 50 % ungenutzt im Müll landet. Das schadet der Umwelt: Propofol ist giftig für Gewässer und seine Produktion und Entsorgung verursachen erhebliche Treibhausgasemissionen. Das PREDICT-Projekt des Universitätsklinikums Bonn entwickelt einen Algorithmus, der vorab berechnet, wie viel Propofol ein Patient während einer Operation tatsächlich benötigt – und so Verschwendung gezielt vermeidet. Nach einer erfolgreichen Vorstudie wird das Verfahren nun direkt im OP-Betrieb erprobt. Die mögliche Wirkung ist beachtlich: Allein in kleineren Einrichtungen könnten jährlich Tausende Glasphiolen und bis zu 416 kg CO² eingespart werden. Die entwickelte Lösung soll anschließend kostenlos und weltweit für alle Pumpensysteme verfügbar gemacht werden.

www.ukbonn.de

Narkosegase wie Desfluran sind potente Treibhausgase – um ein Vielfaches schädlicher als CO². Bei über 17 Millionen Narkosen jährlich in Deutschland ist das eine erhebliche Umweltbelastung. Das Forum Nachhaltigkeit von DGAI und BDA hat dies zum Anlass genommen, Anästhesieabteilungen konkrete und einfach umsetzbare Wege zur Emissionsreduktion aufzuzeigen: durch Positionspapiere, Fortbildungsformate und praxisnahe Umsetzungshilfen. Die Maßnahmen – etwa die Vermeidung besonders klimaschädlicher Gase und die Optimierung von Frischgasflüssen – beeinträchtigen weder Patientensicherheit noch Versorgungsqualität. Die Wirkung ist messbar: Die Emissionen durch volatile Anästhetika sanken in Deutschland von über 2,5 kg CO²-Äquivalente pro Einwohner im Jahr 2018 auf 0,8 kg im Jahr 2023. Die Initiative hat das Bewusstsein für die Klimawirkung anästhesiologischer Verfahren in Deutschland nachhaltig gestärkt und konkrete Veränderungen in der klinischen Praxis angestoßen. 

Nachhaltigkeit in der Anästhesiologie 

Krankenhäuser produzieren jährlich enorme Mengen Abfall – doch Entsorgungsprozesse sind oft fragmentiert, intransparent und kaum auf Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Das webbasierte Tool CIRCULARMED ermöglicht Gesundheitseinrichtungen, ihr Abfallaufkommen systematisch zu erfassen, zu analysieren und zu optimieren. Vermeidbare Abfälle werden reduziert und hochwertige Wertstoffe gezielt in den Kreislauf zurückgeführt. Automatisierte Berichte decken Einsparpotenziale bei Kosten, Treibhausgasemissionen und Rohstoffen auf und unterstützen die Erhöhung der Recyclingquote. So entsteht eine belastbare Datenbasis entlang der gesamten Entsorgungskette – Grundlage für nachhaltige Entscheidungen und gesetzliches Reporting.  Letztlich zielt CIRCULARMED auf einen bundesweit übertragbaren Standard – mit messbarer Wirkung für Umwelt, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung im Gesundheitswesen. 

circularmed.de 

In Blutbanken laufen täglich Blutplättchen-Präparate ab und werden weggeworfen. Sie müssen für die Behandlung von Gerinnungsstörungen vorgehalten werden, sind jedoch nur wenige Tage haltbar. Gleichzeitig nutzt die medizinische Forschung für die Anzucht von Zellen im Labor ein Produkt, das ethisch in der Kritik steht: Serum aus ungeborenen Kälbern. Die Universitätsmedizin Greifswald gewinnt nun in einem Forschungsprojekt aus abgelaufenen Blutspendeprodukten einen hochwertigen Ersatzstoff– mit klaren Vorteilen: keine Gewinnung aus Tieren, geringeres Risiko für Immunreaktionen, ressourcenschonender Umgang mit Blutspenden und weniger Energieaufwand durch vereinfachte Kühlung. Das Verfahren erfüllt alle Qualitätsanforderungen für den Einsatz in der Arzneimittelherstellung und könnte zukünftig auch in anderen Blutbanken umgesetzt werden.  

Forschungsprojekt LyoReg - Fakultät - Universität Greifswald 

Seit 2022 setzen die BG Kliniken gGmbH ihre konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie systematisch um. Interdisziplinäre Klimateams steuern die Umsetzung an den Standorten; ein konzernweiter Maßnahmenspeicher sichert Dokumentation und Übertragbarkeit. Konkrete Maßnahmen sind bereits sichtbar: Reduktion von Lebensmittelverschwendung, nachhaltigere Speisenversorgung, Recyclingkonzept für chirurgische Einwegmaterialien, flächendeckende Minimal-Flow-Anästhesie, nachhaltige Mobilität sowie Projekte zum Biodiversitätsschutz. Für die kommenden Jahre sind unter anderem ein Einstieg in Kreislaufwirtschaft und digitale Nachhaltigkeitskennzahlen geplant. Langfristiges Ziel ist ein klimaneutraler Krankenhausbetrieb bis spätestens 2045. Als Multiplikatoren in Fachnetzwerken, Vorträgen und Social Media zeigen die Beteiligten, wie Gesundheitseinrichtungen Klimaverantwortung strukturell verankern können.  

Klimaschutz BG Kliniken: Auf dem Weg zum klimaneutralen Krankenhaus | BG Kliniken

Klimaschutz im Gesundheitswesen gelingt gemeinsam schneller. Das Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen (KliMeG) bringt Menschen, Wissen und Einrichtungen in einem bundesweiten Netzwerk zusammen. Seit dem Start 2023 ist es von acht Gründungskrankenhäusern auf rund 400 Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken sowie etwa 2.000 Pflegeeinrichtungen gewachsen. Über eine frei zugängliche Wissensplattform werden praxiserprobte Lösungen zu Energie, Gebäude, Ernährung, Beschaffung, Mobilität und Hitzeschutz gebündelt und geteilt. Regelmäßige digitale Austauschformate vernetzen Klimamanager:innen und engagierte Mitarbeitende, fördern gemeinsames Lösen von Herausforderungen und verbreiten Best-Practice-Beispiele. So entsteht aus vielen engagierten Einzelnen eine starke Bewegung – die Grundlage, um die Klimaziele des deutschen Gesundheitswesens gemeinsam zu erreichen.  

KliMeG – Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen 

Die Pharmaindustrie verantwortet rund 25 % der Emissionen des Gesundheitssektors – und 80 % der Umweltwirkung eines Medikaments werden bereits in der Produktentwicklung festgelegt. Dort setzt Elio an: Die KI-gestützte Plattform berechnet automatisch CO²-Äquivalente für chemische Stoffe, für die bislang kaum Nachhaltigkeitsdaten existieren, und macht sie direkt im Arbeitsalltag von Chemiker:innen sichtbar – neben Kriterien wie Preis und Lieferzeit. So können nachhaltigere Optionen früher erkannt und in Entscheidungen einbezogen werden, bevor Entwicklungspfade festgelegt sind. Die Methodik ist wissenschaftlich validiert; schrittweise werden weitere Umweltkategorien wie Wasserverbrauch, Toxizität, Ressourcen und Landnutzung integriert. Elio schafft damit eine  Grundlage für eine umweltfreundlichere Pharmaindustrie.  

Elio

Nachhaltigkeit von oben verordnen – das funktioniert selten. Die KlimaVisite der Charité geht einen anderen Weg: Sie versteht sich als interne Dienstleistung des Nachhaltigkeitsmanagements für die anderen Bereiche. Die KlimaVisite kommt auf Einladung der Teams direkt in deren Klinik-, Forschungs- oder Verwaltungsalltag. Wann, wie lange und in welchem Format – das entscheiden die Mitarbeitenden selbst, Termine werden unkompliziert über ein digitales Buchungstool vereinbart. Inhalte und Methoden werden konsequent an den jeweiligen Arbeitsbereich angepasst: von kurzen Praxisimpulsen für Teams mit wenig Zeit bis zu vertiefenden Workshops. Die Themen reichen von Energieeffizienz und Abfallmanagement bis zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. So werden Mitarbeitende zu Multiplikator:innen – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Seit August 2025 wurden bereits 62 KlimaVisiten durchgeführt. 

Nachhaltigkeit - Charité – Universitätsmedizin Berlin 

Klimawandel, Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust beeinträchtigen die Gesundheit von Schwangeren, Säuglingen und Kindern – doch in der Hebammenausbildung spielen diese Zusammenhänge bisher kaum eine Rolle. HebPlanet schließt diese Lücke: Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Forschungsprojekt entwickelt ein praxisnahes Lehrkonzept zu Planetary Health, das partizipativ mit Wissenschaftler:innen, Lehrenden, Studierenden und praktisch tätigen Hebammen erarbeitet wird. Pilotstandort ist die Universitätsmedizin Mainz; anschließend soll ein Best-Practice-Leitfaden die Übertragung auf alle deutschen Hebammenausbildungsstandorte ermöglichen. Ziel ist eine langfristige strukturelle Verankerung – damit Hebammen künftig als informierte Begleiterinnen von Familien und als Multiplikatorinnen für eine gesündere, nachhaltigere Lebensweise wirken können. 

HebPlanet – Hebammenwissenschaft

Der Preis wird in drei Kategorien vergeben:

Eine hochwertige und moderne medizinische und pflegerische Versorgung ist die Grundlage für ein leistungsfähiges Gesundheitswesen in Deutschland. Sie muss zukunftsfähig gestaltet werden, damit das Gesundheitswesen auch weiterhin im Angesicht von demografischem Wandel, Veränderungen von Energie- und Wirtschaftssystemen sowie neuen Gesundheitsgefahren durch Klimakrise und Pandemien sein zentrales Versprechen einlösen kann: Zugang und Versorgungsqualität für alle Menschen in Deutschland sicherzustellen. 

Der DNP Gesundheit „Versorgung gestalten“ bezieht sich auf Initiativen und Projekte, die durch die innovative und effiziente Gestaltung von Strukturen und Prozessen zu mehr ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit in der Gesundheitsversorgung beitragen. Sie liefern Antworten für die Zukunft, indem sie beispielsweise Primärversorgung, Pflege und andere Gesundheitsberufe stärken, bedarfsgerechte Versorgungsangebote schaffen, digitale Möglichkeiten nutzten oder mehr Steuerung im System etablieren.

Betrachtet man die Krankheitslast in Deutschland, entfällt ein großer Teil auf Erkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Lebensstil oder Umweltfaktoren stehen und meist mit einer langen Krankheitsdauer einhergehen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenschmerzen, Krebs und chronische Lungenerkrankungen. Um Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem zu fördern, mehr Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu schaffen und den Bedarf an Ressourcen aller Art zu reduzieren, sind die konsequente Vermeidung von Krankheit sowie der Schutz und die Förderung von Gesundheit zentrale Wege. Hierfür braucht es innovative und wirksame Ansätze in Prävention, Gesundheitsförderung und Gesundheitsschutz. In Zeiten des Wandels, in denen sich das Gesundheitswesen neuen Risiken stellen muss und die Informationsgesellschaft Potentiale aber auch Gefahren birgt, ist darüber hinaus die Stärkung von Menschen in ihren Kompetenzen und ihrem Wissen ein zentrales Element für ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Gesundheitswesen. 

Der DNP Gesundheit „Gesundheit stärken“ bezieht sich sowohl auf Initiativen und Projekte, die darauf abzielen, in Zeiten des gesellschaftlichen und ökologischen Wandels Krankheit zu vermeiden sowie die Gesundheit der Menschen zu erhalten und zu schützen, als auch auf Ansätze, die über neue Herausforderungen für Gesundheit aufklären und Menschen befähigen, zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit beizutragen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit für die Klimakrise hat auch im Gesundheitswesen eine neue Diskussion um Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourcenschonung entfacht. Später als in anderen Sektoren beginnt ökologische Nachhaltigkeit zu einem zentralen Thema zu werden in einem System, dass für mehr als 6% des Treibhausgasausstoßes in Deutschland verantwortlich ist und heute 80 Prozent mehr Rohstoffe verbraucht als Mitte der 1990er-Jahre, Tendenz steigend. In allen Bereichen des Systems arbeiten Vorreiter:innen daran, neue Lösungen zu entwickeln, um den hohen Treibhausgasausstoß, negative Umweltauswirkungen und Ressourcenverbrauch des Gesundheitswesens zu reduzieren. 

Der DNP Gesundheit „Umwelt schützen“ bezieht sich auf Initiativen und Projekte, die die Umweltauswirkungen von Behandlungsoptionen und medizinischen Technologien in der Versorgung berücksichtigen und negative Umweltfolgen und die Nutzung natürlicher Ressourcen minimieren. 

Diese Jury triff 2026 die Wahl

Eine unabhängige Jury entscheidet über die Finalisten und Sieger. 

Karussell mit 12 Elementen
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Dr. Carolin Baedeker

„Gesundheits- und Klimaschutz sind untrennbar miteinander verbunden – ein gesunder Planet ist die Grundlage für das Wohlergehen der Menschen. Deshalb gilt es umso mehr, die Erderwärmung auf ein verträgliches Maß zu begrenzen und die vorhandenen Ressourcen verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen. Nur so können wir gegenwärtige wie zukünftige Lebensgrundlagen bewahren.“

Abteilungsleitung „Nachhaltiges Produzieren & Konsumieren“ und Co-Leiterin des Forschungsbereichs „Innovationslabore“, Wuppertal Institut 
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Prof. Christian Dreißigacker

„Die Auseinandersetzung mit den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen in der letztjährigen Jurysitzung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat mir nochmal gezeigt, wie viel wir Einrichtungen voneinander in Sachen Nachhaltigkeit lernen können. Auch für jemanden, der sich schon lange mit Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen beschäftigt, war da ganz viel Neues und Spannendes dabei. Ich finde es ganz wichtig, dass diese Projekte gewürdigt und für andere sichtbar gemacht werden.“ Geschäftsführer der BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbH  
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Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke

„Nachhaltigkeit ist nicht mehr verhandelbar, sondern täglich zu gestalten – an jedem Ort, wo Menschen leben, wohnen und arbeiten. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich auch in meiner Rolle als Jurorin des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit einen Beitrag dazu leisten kann."
  
Vorständin Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)
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Nicole Krojer

„Vernetzung ist der Schlüssel zur Transformation. Nur gemeinsam – im echten Austausch und mit geteiltem Ziel – gelingt der Wandel zu einem gesünderen, nachhaltigeren und langfristig wirtschaftlichen Gesundheitswesen. Auch der DNP gibt guten Ideen eine Bühne und vernetzt genau die Menschen, die sich mutig auf den Weg gemacht haben. Genau dies wollen wir mit unserer Jurytätigkeit unterstützen.“Geschäftsführerin ZUKE Green
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Dr. Johannes Nießen

Nachhaltige Verhältnisse und nachhaltiges Verhalten sind Voraussetzung für eine anhaltende Gesundheit. Wichtig bleibt, auf beiden Ebenen anzusetzen, um unser Wohlbefinden zu fördern. Errichtungsbeauftragter des Bundesinstituts für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) und Kommissarischer Leiter der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
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Prof. Michael Hallek

Vorsitzender des Sachverständigenrates für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen und Professor für Innere Medizin am Uniklinikum Köln
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Prof. Dr. med. Wilm Quentin

„Nur ein nachhaltiges Gesundheitswesen trägt dazu bei, dass wir langfristig gesund auf dieser Erde leben können. Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen bedeutet, dass wir die negativen Auswirkungen auf die Umwelt verringern und uns gleichzeitig auf zukünftige Krisen vorbereiten. Als Jurymitglied kann ich dazu beitragen, nachhaltiges Handeln im Gesundheitswesen und innovative Lösungen sichtbarer zu machen.“ Professor für Planetary & Public Health, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Universität Bayreuth
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Dr. Katharina Scherber

„Das Überschreiten der planetaren Grenzen hat tiefgreifende Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Gesundheitssystem. Damit es zukunftsfähig wird, ist ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen daher nicht nur eine ökologische, sondern auch eine gesundheitspolitische Notwendigkeit. Ich bin sehr gespannt auf weitere Leuchttürme als Wegbereiter für eine nachhaltige Transformation.“Klimaforscherin für den Forschungsbereich Klimawandel und Gesundheit,  
Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung (bifg)
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Guido Laue

Umweltbezogener Gesundheitsschutz, Bundesministerium für Gesundheit
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Dr. Sebastian Schmidt-Kaehler

„In dieser unsicheren Zeit der Umbrüche und Disruptionen brauchen wir einen neuen Pakt der Verantwortung, der Vertrauen wiederherstellt und Gesundheit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen lässt. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Gesundheit ehrt nicht nur gute Ideen, sondern auch die Übernahme von Verantwortung und den beherzten Einsatz für eine lebenswerte Zukunft.“Co-Director Gesundheit bei der Bertelsmann Stiftung
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Christine Vogler

Unternehmen sichtbar zu machen, die Nachhaltigkeit auf die Agenda nehmen und damit das Klima, die Mitarbeitenden und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gleichermaßen im Blick haben, ist eine wichtige Aufgabe. Als Jury-Mitglied hier mitwirken zu können, ist mir eine große Freude und Verantwortung.“Präsidentin des Deutschen Pflegerates
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Dorothea Baltruks

Leiterin Center for Planetary Health Policy (CPHP)

FAQ

 Ihre Fragen zum DNP Wettbewerb Gesundheit

Allgemein

Im Rahmen des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit werden Vorreiter der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen ausgezeichnet. 

Es sollen die wichtigen Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit durch gute Beispiele in den Fokus der betreffenden Branchen, von Politik, Medien und einer breiteren Öffentlichkeit setzen und dadurch die nachhaltige Transformation des Gesundheitssektors befördern.  Der DNP Gesundheit will vorbildliche Beiträge zum nachhaltigen Wandel würdigen, zum Nachmachen anregen und Akteur:innen im Gesundheitswesen zugleich aktivieren, als Multiplikator:innen zu einer schnelleren Transformation des Sektors beizutragen.
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Gesundheit wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem Partner BARMER und der Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen vergeben. Die konzeptionelle Arbeit und das Assessment der eingereichten Bewerbungen erfolgt mit Unterstützung der Berliner Konzept- und Beteiligungsagentur „Die BrückenKöpfe“. 
Der Sieger erhält im Rahmen der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises einen Award, die „Preiskugel”, die das Logo des Deutschen Nachhaltigkeitspreises symbolisiert. Die anderen Finalisten erhalten eine Urkunde. Es kann ein Siegel lizensiert werden, um den Wettbewerbserfolg im Rahmen der Nutzungsbedingungen intern und extern zu kommunizieren.
Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Tel: 0211 / 5504 5510
Fax: 0211 / 5504 5505
E-Mail: buero[a]nachhaltigkeitspreis.de

Die Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit 2025

Dezember 2025  |  Düsseldorf

Wir freuen uns, die strahlenden Sieger des Wettbewerbs bekannt zu geben! Die Nachhaltigkeits-Pioniere des Gesundheitswesens, die mit ihrer Kreativität und ihrer Tatkraft die Spitze der Transformation zu einem nachhaltigen Gesundheitswesen anführen.

 

Unsere lange und spannende Reise, von der Idee zu einem neuen Nachhaltigkeitspreis, über die Überzeugungsarbeit und den Startschuss, über die Vorbereitungen und die Auslobung, über die Premiere in 2024 und nun die neuerliche Bewerbungsphase 2025 und die Arbeit der Jury, bis hin zu einer fulminanten Abschlussveranstaltung, kommt erneut an ihrem großen Ziel an: die Ehrung der Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit. 

 

Über 30 Projekte waren in einer Vorauswahl aus den erfreulich vielen Bewerbungen für einen Preis in einer der drei Kategorien nominiert worden. Jetzt hat die Jury in jeder Kategorie das Projekt ausgewählt, das den Titel "Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit 2026" tragen darf.

 

Die Gewinner in den drei Kategorien sind: 

Preisübergabe mit Kerstin Blum und Simone Schwering Projekt „BBNE PfleGe“

Preisübergabe mit Kerstin Blum und Simone Schwering für das Projekt BBNE PfleGe

Praxisanleitende in Pflege- und Gesundheitsberufen als Schlüsselpersonen für BBNE 

Das Verbundprojekt BBNE-PfleGe des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe e.V. (DBfK), der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe gGmbH (BBG) sensibilisiert Praxisanleitende in Pflege- und Gesundheitsberufen für nachhaltiges Handeln und planetare Gesundheit. Dafür bietet es bundesweit eine berufspädagogische Fortbildung an, die auf die besonderen Herausforderungen der Pflege und Gesundheitsversorgung im Kontext der Klimakrise eingeht. Mindestens 2.000 Praxisanleitende sollen erreicht werden, die ihr Wissen direkt in die praktische Ausbildung tragen und so eine nachhaltige Transformation im Gesundheitswesen anstoßen. 
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den europäischen Sozialfond Plus (ESF Plus)“ gefördert.

Begründung der Jury:

Durch die Fortbildung BBNE-Pflege können Praxisanleitende die Zusammenhänge von Klima, Nachhaltigkeit und Pflege direkt in die Pflege-Ausbildung einbringen. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe, die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit und der Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe schaffen über die Schlüsselrolle von Praxisanleitenden mit Multiplikatoren-Funktion für diese Themen, Wissen und Bewusstsein bei beruflich Pflegenden. Das Verbundprojekt erreicht diejenigen, auf deren Schultern die Versorgung ruht, die maßgeblich sind für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderung und die bei Patientinnen und Patienten ein hohes Vertrauen genießen. Das Projekt BBNE-PfleGe wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Ausgezeichnete Nachhaltigkeitsinitiativen zeigen Lösungen für eine gesündere Zukunft

Weniger Müll im Krankenhaus, grüne Ideen in der Pflege, niederschwellige Gesundheitsangebote – herausragende Initiativen zeigen, wie die Zukunft aussehen kann.

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Die Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit 2024

November 2024  |  Düsseldorf

Wir freuen uns, die strahlenden Sieger des Wettbewerbs bekannt zu geben! Die Nachhaltigkeits-Pioniere des Gesundheitswesens, die mit ihrer Kreativität und ihrer Tatkraft die Spitze der Transformation zu einem nachhaltigen Gesundheitswesen anführen.

 

Unsere lange und spannende Reise, von der Idee zu einem neuen Nachhaltigkeitspreis, über die Überzeugungsarbeit und den Startschuss, über die Vorbereitungen und die Auslobung, über die Bewerbungsphase und die Arbeit der Jury, bis hin zu einer fulminanten Abschlussveranstaltung, kommt an ihrem ersten großen Ziel an: die Ehrung der ersten Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit. 

 

Über 30 Projekte waren in einer Vorauswahl aus den erfreulich vielen Bewerbungen für einen Preis in einer der drei Kategorien nominiert worden. Jetzt hat die Jury in jeder Kategorie das Projekt ausgewählt, das den Titel "Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Gesundheit 2025" tragen darf.  

Auch alle Finalisten und Nominierten können natürlich nach wie vor weiter unten auf der Webseite nachgelesen werden.

 

Die Gewinner in den drei Kategorien sind: 

Klimafreundlich pflegen - überall!

Prof. Dr. Christoph Straub überreicht Thomas Diekamp den DNP Gesundheit

Thomas Diekamp, Referent für Klimaschutz bei AWO Bundesverband e.V., empfängt den DNP Gesundheit von Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer

Die Arbeiterwohlfahrt mit 18.000 Einrichtungen und 300.000 Beschäftigten will noch vor dem Jahr 2040 klimaneutral werden und verfolgt dieses Ziel mit einem umfänglichen und konkreten Ziel- und Maßnahmenplan. Seit 2018 leistet sie bereits mit dem Projekt "klimafreundlich pflegen" Pionierarbeit in der Pflege. Entstanden ist ein ganzheitliches Konzept zur Etablierung betrieblichen Klimaschutzes in stationären Pflegeeinrichtungen, das die Emissionsbereiche Gebäudeenergie (Heizung und Strom), Mobilität, Ressourcen, Reinigung & Wäsche, Sonstiges (z. B. Abfälle, Verbrauchsmaterialien) und Verpflegung abdeckt. Das Projekt sucht den aktiven Austausch mit den Einrichtungen und vernetzt die verantwortlichen Akteure miteinander. Die wissenschaftliche Begleitung zeigt eine deutliche Wirkung, die aktiv im Gesundheitswesen kommuniziert wird.

AWO Bundesverband e.V.

awo.org

Warum engagiert sich die Barmer für einen Nachhaltigkeitspreis im Gesundheitswesen?

Wie es zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit kam und warum Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen jetzt so wichtig ist.

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Wir müssen nicht die Erde retten sondern uns

„Jeder Mensch hat irgendwann Kontakt mit dem Gesundheitswesen. Man vertraut seinen Beschäftigten, ob Ärztin, Pflegefachkraft oder Therapeut. Wird die Stahlindustrie grün, bekommt kaum einer das mit. Aber wenn in Arztpraxen, Apotheken und Kliniken Klimaschutz zum Thema wird, wenn Krankenkassen und die Gesundheitswirtschaft sich für Nachhaltigkeit stark machen, hat das Sichtbarkeit und Strahlkraft. Deshalb zeigen und fördern wir mit diesem Preis die Leuchttürme im Gesundheitswesen – für Wirkung auch über unseren Sektor hinaus“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, Gründer der Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen.

Noch lange nicht am Ziel

„Nachhaltigkeit kommt unmittelbar der Gesundheit der Menschen zugute. Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Gesundheit wollen wir Beispiele fördern, die sich auf diesem Gebiet positiv hervortun. Wir brauchen viele solcher Initiativen mit Vorbildcharakter, die zum Nachahmen animieren.“ 

Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer

Wandel im Gesundheitswesen befördern

„Das Gesundheitswesen ist der Spiegel unserer Gesellschaft. In ihm zeigen sich die Bindungskraft unserer sozialen Werte, die Tragfähigkeit unseres wirtschaftlichen und ökologischen Modells und die Bereitschaft, uns bei der Zukunftsgestaltung nicht von Risiken und Komplexität aufhalten zu lassen. Mit dem neuen Preis wollen wir inspirierende Projekte an der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeit und Gesundheit sichtbar machen und dadurch möglichst viele Akteure zu ambitionierten Lösungen ermutigen.“ 

Stefan Schulze-Hausmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V.

Was ist der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Gesundheit?

Die Stiftung DNP vergibt 2024 zusammen mit der Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen und der BARMER erstmals den DNP Gesundheit.
Kategorie Verantwortung

Transformation in Aktion: Der 16. Deutsche Nachhaltigkeitspreis

Barmer-Werkstudentin Sophie Gericke war für uns vor Ort beim 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreis und schildert ihre Erfahrungen.
Kategorie Verantwortung

Unser Partner: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Der DNP prämiert wegweisende Beiträge zur Transformation in eine nachhaltige Zukunft und orientiert sich dabei an den Zielen der Agenda 2030.
Kategorie Verantwortung