Sinus-Jugendstudie: KI verstärkt Berufsängste von Jugendlichen
Kernergebnisse der Sinus-Jugendstudie
- 24 Prozent der Jugendlichen sehen ihre beruflichen Pläne durch Künstliche Intelligenz gefährdet. Im Jahr 2023 waren es noch 17 Prozent.
- 48 Prozent nutzen KI regelmäßig oder täglich. Im Jahr 2023 waren es lediglich 20 Prozent.
- BARMER-Vorstandsvorsitzender Straub: „Es ist wichtig, dass Jugendliche frühzeitig einen adäquaten Umgang mit KI erlernen und wissen, wo die Grenzen sind oder Skepsis angebracht ist.“
Berlin, 18. Mai 2026 – Immer mehr Jugendliche sorgen sich um ihre berufliche Zukunft wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz. Das geht aus der repräsentativen aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER hervor, für die im Herbst 2025 bundesweit rund 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden. Demnach sehen 24 Prozent der Jugendlichen ihre beruflichen Pläne durch KI gefährdet. Im Jahr 2023 waren es noch 17 Prozent. Gleichwohl hat sich der Anteil der Jugendlichen, die KI-Tools selbst regelmäßig nutzen, binnen kurzer Zeit mehr als verdoppelt. Zwischen den Jahren 2023 und 2025 ist der Anteil von 20 auf 48 Prozent gestiegen. „Immer mehr Jugendliche sehen sowohl die Chancen als auch die potenziellen Risiken, die Künstliche Intelligenz mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, frühzeitig einen adäquaten Umgang mit KI zu erlernen und zu wissen, wo die Grenzen sind oder Skepsis angebracht ist“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.
Fast jeder zweite fragt KI zu Gesundheitsproblemen
Wie aus der Sinus-Studie weiter hervorgeht, haben zum Beispiel bereits 48 Prozent der Jugendlichen KI-Chatbots um Rat zu Gesundheitsproblemen oder Symptomen gefragt. Zudem halten 53 Prozent die von einer KI vorgeschlagenen Gesundheitstipps tendenziell für vertrauenswürdig. „Gerade bei Gesundheitsthemen ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit KI wichtig. Sie kann durchaus erste Impulse geben, aber letzten Endes keinen Arzt ersetzen“, so BARMER-Chef Straub.
Alle Ergebnisse zur Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER finden Sie hier: Was Jugendliche von Künstlicher Intelligenz für ihre Gesundheit und ihre berufliche Zukunft erwarten