Hamburg, 11. August 2026. Die BARMER Landesvertretung Hamburg setzt weiter auf ein erfolgreiches Modellprojekt zur qualitätsgesicherten Versorgung beim endoprothetischen Gelenkersatz. Die Qualitätsverträge, die vor rund zwei Jahren gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK), der DAK-Gesundheit sowie 15 Kliniken der Asklepios Gruppe, RHÖN und MEDICLIN geschlossen wurden, gehen bundesweit in die nächste Runde. In Hamburg sind drei Asklepios-Kliniken (Barmbek, St. Georg, Rissen) beteiligt. Für Patientinnen und Patienten, die ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk benötigen, bedeutet der Qualitätsvertrag ein engmaschiges und individuelles Betreuungsangebot, das bereits vor der Operation beginnt und sich über ein gesamtes Jahr nach dem Eingriff erstreckt. „Der Gelenkersatz zählt zu den häufigsten planbaren Eingriffen in Deutschland. Umso wichtiger ist eine Versorgung, die vernetzt über die eigentliche Operation hinausdenkt“, sagt Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Hamburg. „Unsere Versicherten profitieren von einer individuellen Betreuung, die viele Unsicherheiten nimmt, Komplikationen wenn möglich vermeidet und spürbare Verbesserungen im Alltag schafft.“ Konkret sieht der Qualitätsvertrag vor, dass Patientinnen und Patienten bis zu einem Jahr lang individuell von festen Fallbegleiterinnen und -begleitern betreut werden – beginnend bis zu vier Wochen vor dem Eingriff und bis zu zwölf Monate danach. Durch regelmäßige, auch nach der Entlassung fortgesetzte Kontaktaufnahmen behalten die Fachkräfte den Genesungsverlauf im Blick, beantworten Fragen und geben Orientierung. Sie motivieren die Operierten, trotz möglicher Schmerzen frühzeitig in Bewegung zu kommen, und sorgen so für eine stabile, engmaschige Versorgung.
Vernetzte Versorgung statt Brüche zwischen den Sektoren
Der besondere Versorgungsprozess zeichnet sich durch einen nahtlosen Übergang zwischen Klinikaufenthalt, Rehabilitation und ambulanter Nachsorge aus. Patientinnen und Patienten werden bereits in der Vorbereitungsphase digital durch ein sogenanntes Online-Teletherapie-Zentrum unterstützt, das über eine App Übungen, Informationen und therapeutische Anleitung bereitstellt. Ziel ist eine optimale OP‑Vorbereitung sowie eine zügige Rückkehr in den Alltag. Während des Klinikaufenthalts erhalten die Betroffenen zudem eine intensivierte physiotherapeutische Betreuung. Die erste Einheit findet planmäßig bereits am OP-Tag statt. Regelmäßige Kontakte, strukturierte Verlaufsbeobachtungen und digitale Begleitangebote machen den Qualitätsvertrag zu einem Modell für vernetzte, sektorenübergreifende Versorgung. „Für Hamburg ist diese Art der Versorgung ein echter Fortschritt“, betont Susanne Klein. „Wir sehen, wie viel Sicherheit es gerade älteren Patientinnen und Patienten gibt, wenn sie in allen Phasen einer endoprothetischen Behandlung begleitet werden. Und zwar nicht nur während des stationären Aufenthalts, sondern auch danach.“
Die Behandlung nach Qualitätsvertrag wird in der Hansestadt an diesen Standorten fortgeführt:
Darüber hinaus beteiligen sich weitere Kliniken außerhalb Hamburgs, unter anderem in Bad Harzburg, Birkenwerder, Langen, Lindau, Lindenlohe, Bad Düben und Frankfurt (Oder). Mittlerweile sind deutschlandweit mehr als 35 Krankenkassen Partnerinnen des Qualitätsvertrags.