BARMER-Umfrage unter Studierenden: Vier von zehn haben eingeschränktes Wohlbefinden
Kernergebnisse
Rund 42 Prozent der Studierenden in Deutschland klagen über schlechtes oder eingeschränktes Wohlbefinden.
Am meisten Sorgen bereiten ihnen die eigene finanzielle Situation, die Bewältigung des Studienalltags sowie die Ernährung.
Studierende haben mit einem Gesamtindex von 54 von 100 Punkten ein schlechteres Wohlbefinden als die Gesamtbevölkerung in Deutschland, die ungefähr 60 Punkte erreicht.
BARMER-Chef Straub: „Schon junge Menschen spüren finanziellen Druck und müssen Belastungen durch Prüfungen, Fristen und parallele Nebenjobs standhalten. Unsere Befragung zeigt, dass ein Studium heutzutage auch ein hohes Maß an Stressmanagement und Resilienz erfordert.“
Berlin, 07.08.2026 – Rund 42 Prozent der Studierenden in Deutschland klagen über schlechtes oder eingeschränktes Wohlbefinden. 37 Prozent schätzen es dagegen als gut bis sehr gut ein. Das geht aus einer repräsentativen Befragung der BARMER zur Zufriedenheit von Studierenden hervor. Themen, die Studentinnen und Studenten am häufigsten beschäftigen, sind die eigene finanzielle Situation, die Bewältigung des Studienalltags und die Ernährung. „Schon junge Menschen spüren finanziellen Druck und müssen Belastungen durch Prüfungen, Fristen und parallele Nebenjobs standhalten. Unsere Befragung zeigt, dass ein Studium heutzutage auch ein hohes Maß an Stressmanagement und Resilienz erfordert“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER.
Nebenjobs und zu hoher Workload beeinträchtigt Zufriedenheit
Gefragt wurden die Studierenden außerdem, wie sie sich in den vergangenen Wochen gefühlt haben. Jeder zehnte Studierende gab an, nur ab und zu froh und gut gelaunt gewesen zu sein. 48 Prozent waren immer oder die meiste Zeit guter Laune. Auch die Zufriedenheit mit dem Studium bewerten sie sehr unterschiedlich. Gefragt, ob das Studium in den meisten Bereichen den Idealvorstellungen entspricht, antworten rund 43 Prozent mit „trifft eher“ bis „trifft vollkommen zu“, 31 Prozent mit „trifft eher nicht“ bis „trifft überhaupt nicht zu“, und 26 Prozent entscheiden sich für „teils-teils“. Zu den Ursachen für die Unzufriedenheit im Studium gehören fehlende Motivation (42,5 Prozent), Schwierigkeiten, Studium und Nebenjob zu vereinbaren (38,9 Prozent) sowie zu hoher Workload (37,1 Prozent).
Studierende unzufriedener als Gesamtbevölkerung
Als weiteres Ergebnis stellt die Befragung fest, dass Studierende in Deutschland unzufriedener sind als die Gesamtbevölkerung. Auf dem ermittelten Gesamtindex von 0 bis 100 erreichen Studierende demnach 54 Punkte, die Gesamtbevölkerung hingegen 60 Punkte. Bei 54 Punkten gilt das Wohlbefinden als leicht beeinträchtigt, ab 60 Punkten als gut.