Ein Kunde bezahlt mit Device in einer Apotheke

Leistungen

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Höhe und Grenzen der gesetzlichen Zuzahlung

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Bei bestimmten Leistungen werden Sie an den Kosten beteiligt. Durch diese Zuzahlung möchte der Gesetzgeber für eine kostenbewusste und verantwortungsvolle Inanspruchnahme von Leistungen sensibilisieren.

Die Höhe der Zuzahlung beträgt grundsätzlich 10 Prozent der Kosten der Leistung, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro. Sie zahlen jedoch nie mehr als die tatsächlichen Kosten der Leistung. Am bekanntesten ist die Zuzahlung für Medikamente oder für eine stationäre Krankenhausbehandlung. Doch auch bei anderen Leistungen werden Sie an den Kosten beteiligt. Die Zuzahlungsregeln können Sie weiter unten auf dieser Seite nachlesen.

Ihre Barmer-Vorteile bei der Zuzahlung

  • Zuzahlungsbefreiung: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind mit Ausnahme der Leistungsart "Fahrkosten" zuzahlungsbefreit.
  • Zuzahlungsgrenze: Wir garantieren eine Deckelung Ihrer Zuzahlungen auf Ihre individuelle Zuzahlungsgrenze und eine Erstattung aller Zuzahlungen oberhalb dieser Grenze.
  • Familienbefreiung: Die Zuzahlungsbefreiung umfasst im Regelfall Ihre komplette Familie.
Art der LeistungHöhe der ZuzahlungBesonderheiten
Arzneimittel10 Prozent des Arzneimittelpreises (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro)Liegt der Preis für das Arzneimittel unter 5 Euro, ist der tatsächliche Preis zu zahlen.
Fahrkosten10 Prozent der Kosten (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro je Fahrt)

Die Übernahme von Fahrkosten zu ambulanten Behandlungsmaßnahmen ist auf besondere Ausnahmefälle begrenzt. Dazu gehören beispielsweise Fahrten zur Dialyse, Strahlen- oder Chemotherapie. Unter bestimmten Voraussetzungen können Fahrkosten auch bei erheblicher Bewegungseinschränkung übernommen werden. Das betrifft Versicherte, die einen Schwerbehindertenausweis mit der Kennzeichnung außergewöhnlich gehbehindert (AG), blind (BL) oder hilflos (H) vorlegen oder z.B. in den Pflegegrad 4 eingestuft sind.

Haushaltshilfe10 Prozent der Kosten pro Kalendertag (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro)Es liegen keine Besonderheiten vor.
Häusliche Krankenpflege10 Prozent der Kosten (zuzüglich 10 Euro je Verordnung)Die Zuzahlung muss maximal für 28 Tage pro Kalenderjahr geleistet werden.
Heilmittel10 Prozent der Kosten (zuzüglich 10 Euro je Verordnung)Es liegen keine Besonderheiten vor.
Hilfsmittel10 Prozent der Kosten (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro je Hilfsmittel) Bei Hilfsmitteln zum Verbrauch (z.B. Windeln bei Inkontinenz) ist die Zuzahlung auf 10 Prozent pro Verbrauchseinheit - maximal 10 Euro pro Monat - beschränkt.
Krankenhaus-behandlung stationär10 Euro täglichDie Zuzahlung muss maximal für 28 Tage pro Kalenderjahr geleistet werden.
Rehabilitation ambulant10 Euro pro BehandlungstagEs liegen keine Besonderheiten vor.
Rehabilitation/ Vorsorge stationär10 Euro täglich (auch bei Mutter- sowie Vater-Kind-Kuren)Es liegen keine Besonderheiten vor.
Rehabilitation im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung

10 Euro täglich bei stationärer Anschlussrehabilitation

10 Euro je Behandlungstag bei ambulanter Anschlussrehabilitation

Die Zuzahlung muss maximal für 28 Tage pro Kalenderjahr geleistet werden (inklusive Anrechnung einer vorangegangenen Krankenhauszuzahlung).
Soziotherapie10 Prozent der Kosten pro Kalendertag (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro)Es liegen keine Besonderheiten vor.

Grundsätzlich sind Zuzahlungen direkt beim Leistungserbringer, z.B. in der Apotheke oder im Krankenhaus, zu bezahlen. Passiert das nicht, fordern die Krankenkassen die Zuzahlung nachträglich an. Und zwar sobald der Leistungserbringer mit der Krankenkasse abgerechnet hat.

Es gibt aber auch Leistungen, bei denen die Krankenkassen die Zuzahlung direkt anfordern. Dies kann z.B. bei Rettungsfahrten ins Krankenhaus der Fall sein.

Zuzahlungsbefreiung und Zuzahlungsgrenze

Lesen Sie nach, wie sich Ihre Zuzahlungsgrenze berechnet und ob eine Befreiung von den Zuzahlungen für Sie möglich ist.

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Webcode: a000111 Letzte Aktualisierung: 12.09.2019
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