Eine Frau sitzt auf einer Schaukel

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Krebsfrüherkennung - Übernahme der Untersuchungskosten

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Autor

  • Ilka Klaus

Die Barmer fördert die Früherkennung von Krebserkrankungen und übernimmt dazu bei Frauen und Männern ab einem bestimmten Alter die Untersuchungskosten.

Versicherte der Barmer können ab einem bestimmten Alter jährlich eine Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen wahrnehmen. Die Untersuchungen sollen mögliche Gefahren für die Gesundheit dadurch abwenden, dass aufgefundene Verdachtsfälle eingehend diagnostiziert und, wenn nötig, rechtzeitig behandelt werden.

Ihre Barmer-Vorteile für Krebsfrüherkennung

  • Kostenfreie Untersuchung zur Krebsfrüherkennung für Frauen und Männer ab einem bestimmten Alter
  • Leistung ist im Rahmen des Bonusprogramms bonusfähig

Wie können Sie Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung in Anspruch nehmen?

  • Alle Frauen ab 20 und Männer ab 45 Jahren können die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrnehmen.
  • Bei Frauen führt in der Regel der Gynäkologe die Untersuchung durch, bei Männern der Urologe, Allgemeinmediziner oder Internist.

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung

Bei Frauen erfolgt ab dem Alter von 20 Jahren die Untersuchung der Genitalien. Ab 30 Jahren wird zusätzlich die Brust untersucht. Zwischen 50 und 69 Jahren gibt es außerdem alle zwei Jahre eine Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust).

Zwischen 20 und 34 Jahren
Jährliche Untersuchung

  • gezielte Erhebung der Krankheitsgeschichte (zum Beispiel Fragen nach Veränderungen, Blutungsstörungen oder familiärer Vorbelastung)
  • Untersuchung des Gebärmuttermundes mit dem Untersuchungsspiegel (Spekulum)
  • Zellabstrich und Auswertung der Gewebeprobe
  • gynäkologische Tastuntersuchung
  • Inspektion der entsprechenden Hautregion
  • Befundmitteilung und Beratung

Zusätzlich ab 30 Jahren
Jährliche Untersuchung

  • Inspektion und Abtasten der Brust und der örtlichen Lymphknoten und Anleitung zur Selbstuntersuchung
  • Untersuchung der entsprechenden Hautregion

Zusätzlich ab 35 Jahren
Alle drei Jahre kombiniertes Screening:

  • Zellabstrich und Auswertung der Gewebeprobe
  • HPV-Test
  • bei auffälligen Befunden erfolgt weitere Diagnostik zur Abklärung

Zusätzlich zwischen 50 und 69 Jahren
Alle zwei Jahre Mammografie-Screening:

  • schriftliche Einladung in zertifizierte Screening-Einheiten
  • Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie)
  • Befundungen durch zwei Ärzte, eventuell weitergehende Untersuchungen

Bei Männern werden ab 45 Jahren die Prostata und die äußeren Genitalien untersucht.

Ab 45 Jahren
Jährliche Prostata- und Genitaluntersuchung:

  • gezielte Erhebung der Krankheitsgeschichte
  • Fragen nach Beschwerden, Veränderungen oder familiärer Vorbelastung
  • Inspektion und Abtasten der äußeren Geschlechtsorgane
  • Abtasten der Prostata
  • Tastuntersuchung der regionären Lymphknoten

Hautkrebs-Screening

Alle Versicherten ab 35 Jahren erhalten alle zwei Jahre Aufschluss darüber, ob mit ihrer Haut alles in Ordnung ist. Dazu gehören:

  • ausführliche Anamnese
  • Untersuchung der gesamten Haut
  • ausführliche Beratung zum Untersuchungsergebnis

Darüber hinaus können Versicherte der Barmer unter 35 Jahren sich kostenfrei einem sogenannten Haut-Check unterziehen. Die Untersuchung ist alle zwei Jahre und teilweise ohne untere Altersgrenze möglich.

Darmkrebs

Alle Versicherten können ab 50 Jahren an der Früherkennung von Darmkrebs teilnehmen. Neben der Untersuchung von Dickdarm und Rektum wird zwischen 50 und 54 Jahren zusätzlich einmal jährlich der Stuhl auf verborgenes Blut untersucht.

Ab 55 Jahren haben sowohl Frauen als auch Männer die Möglichkeit, eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Diese Untersuchung kann dann ein zweites Mail - nach 10 Jahren - erfolgen. Eine ab dem Alter von 65 Jahren durchgeführte Spiegelung gilt dabei als zweite Untersuchung. Alternativ erhalten alle Versicherten jedes zweite Jahr einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl.

Im Zusammenhang mit der Früherkennung von Krankheiten werden oftmals private Zusatzleistungen durch den Arzt angeboten. Diese so genannten "Individuellen Gesundheitsleistungen" (kurz IGeL) können im Einzelfall zwar sinnvoll sein, zählen aber nicht zum Früherkennungsprogramm, da sie nicht erforderlich sind. Diese Leistungen müssen von den Patienten selbst gezahlt werden.

Nationaler Krebsplan

Seit 2017 werden alle anspruchsberechtigten Versicherten zur Gebärmutterhalskrebs- und Darmkrebsfrüherkennung persönlich eingeladen. Mit dieser Einladung werden die Versicherten über potenzielle Vor- und Nachteile der jeweiligen Krebsfrüherkennungsmaßnahme informiert. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministerium für Gesundheit.

Haben Sie Fragen dazu? 

Wir beraten Sie gern persönlich.

Webcode: a000074 Letzte Aktualisierung: 25.09.2019
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