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Transkutane Vagusnervstimulation - eine medikamentenfreie Methode zur Epilepsiebehandlung

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In einem besonderen Projekt unterstützt die Barmer ein neues und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Epilepsie-Patienten. Die Innovation: Betroffene, die weniger gut auf Medikamente ansprechen, müssen sich keiner VNS-Operation mehr unterziehen. Möglich macht dies die sogenannte transkutane Vagusnervstimulation (t-VNS).

Bei der t-VNS entfällt die Operation. Damit sind Risiken und Nebenwirkungen wie Infektionen oder Stimmbandlähmung ausgeschlossen. Zudem kann die Magnetresonanztomographie (MRT) weiterhin problemlos angewendet werden.

Die Transkutane Vagusnervstimulation bietet gute Erfolgschancen

Über eine spezielle, herausnehmbare Ohrelektrode können mit dieser Methode betroffene Hirnareale so angeregt werden, dass deutlich weniger epileptische Anfälle auftreten oder ihre Intensität gedrosselt wird. Die Patienten tragen dazu mehrere Stunden am Tag ein spezielles Gerät - ähnlich einem Smartphone mit Kopfhörer.

Man geht davon aus, dass die Wirkweise der t-VNS ähnlich ist wie die der invasiven Vagusnervstimulation (VNS). Bei der invasiven Vagusnervstimulation muss allerdings der Pulsgenerator in einer anderthalb Stunden dauernden Operation unterhalb des linken Schlüsselbeins implantiert und mit Hilfe eines Elektrokabels mit dem zehnten Hirnnerv (Vagusnerv) verbunden werden. Erst dann ist es möglich, den Nerv in regelmäßigen
Abständen elektrisch zu reizen. Bei beiden Verfahren werden Stromstärke und Zeitintervall vom Arzt individuell angepasst und gesteuert. 

Die Erfolgschancen sind nach ersten Erkenntnissen einer Erlanger Studie vielversprechend. Möglicherweise lassen sich sogar Häufigkeit und Schwere der epileptischen Anfälle sowie damit verbundene Krankenhausbehandlungen reduzieren und chirurgische Eingriffe vermeiden.

Ihre Barmer-Vorteile mit der Transkutanen Vagusnervstimulation

  • Die Innovation: Betroffene, die weniger gut auf Medikamente ansprechen, müssen sich keiner VNS-Operation mehr unterziehen. Möglich macht dies die sogenannte transkutane Vagusnervstimulation (t-VNS).
  • Die Behandlung: Das neue Behandlungsverfahren wird im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprojekts der Barmer und der Klinik und Poliklinik für Epileptologie der Uniklinik Bonn angeboten.

Wie können Sie eine transkutane Vagusnervstimulation in Anspruch nehmen?

  • Teilnehmen können Versicherte ab 8 Jahren, die an einer nicht mit Medikamenten therapierbaren Epilepsie leiden und fähig sind, das Gerät täglich 4 bis 5 Stunden selbstständig zu bedienen.
  • Weitere Voraussetzungen: keine Begleiterkrankungen, die eine Teilnahme ausschließen sowie keine Teilnahme an einer laufenden Studie.
  • Bei Interesse wenden sich Betroffene am besten an:

    Dr. med. Judith Maria Hoffmann
    Oberärztin der Klinik für Epileptologie
    Universitätsklinik Bonn
    Sigmund-Freud-Straße 25
    53105 Bonn
    Telefon: 0049 228 28716193
    E-Mail: judith.hoffmann@ukb.uni-bonn.de

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Webcode: a005222 Letzte Aktualisierung: 17.07.2019
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