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Ein Update für das Gesundheitssystem

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Ein Platz mit vielen Menschen aus der Vogelperspektive

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  • Barmer Internetredaktion

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Jeder kennt diesen Satz aus der Werbung für Arzneimittel. Dahinter steckt aber ein großes Problem: Jeder fünfte Deutsche nimmt regelmäßig mehr als fünf Medikamente ein. Meist haben gleich mehrere Ärzte die einzelnen Medikamente verschrieben und die Patienten versorgen sich zusätzlich in der (Online-)Apotheke selbst. Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass sich die verschiedenen Wirkstoffe der Mittel auch gegenseitig aufheben können, oder, schlimmer noch, in Kombination der Gesundheit schaden können.

Außerdem fehlt den Ärzten der für die Behandlung notwendige Überblick über die gesamte Medikation eines Patienten. Mit den Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) haben wir bei der Barmer ein Projekt gestartet, das den Medikamenten-Wirrwarr beenden und dafür sorgen soll, dass solche gefährlichen Cocktails gar nicht erst gemixt werden. Der Name des Projekts ist etwas sperrig – Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie- und Versorgungsmanagement –, also haben wir daraus AdAM gemacht.

Ein Update für das Gesundheitssystem

Was dahintersteckt, ist richtungsweisend. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist eines der ältesten der Welt. Es beruht auf einem einfachen Prinzip: Wer krank ist, für den wird alles getan, damit er wieder gesund wird – unabhängig von Herkunft, Alter oder Einkommen. Eine tragende Säule des Systems sind die gesetzlichen Krankenkassen, bei denen 90 Prozent der Deutschen versichert sind. Die Barmer ist einer der größten Anbieter mit rund neun Millionen Versicherten. Doch das System braucht dringend ein Update. Denn wie der Wirrwarr bei den Medikamenten schon zeigt: Jeder Sektor funktioniert nach seinen eigenen Regeln, mit eigenen Verwaltungs- und Abrechnungsapparaten, etwa die ambulante und die stationäre Versorgung, die Reha oder die Pflege. Mittendrin und manchmal etwas verloren in diesem Komplex: der einzelne Patient. Deswegen arbeiten wir bei der Barmer täglich daran, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sektoren besser klappt. Dabei setzen wir auch auf die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Telemedizin. Und um sicherzustellen, dass unsere Versicherten eine optimale Gesundheitsversorgung erhalten, hören wir allen zu, die darin Experten sind. Natürlich bei uns im Haus. Aber auch in den Arztpraxen, Krankenhäusern, Universitäten und nicht zuletzt bei den Patienten selbst.

Hieraus ist auch das AdAM-Projekt entstanden. Wir haben ein Problem erkannt und uns dann darangemacht, eine Lösung zu erarbeiten. AdAM ist nur ein Beispiel von vielen Projekten, die wir bei der Barmer in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht haben. Insgesamt ist die Barmer an 73 Projekten des bundesweiten Innovationsfonds beteiligt. Davon sind allein 43 Projekte den neuen Versorgungsformen zuzurechnen. AdAM zeigt exemplarisch, was in der Gesundheitsversorgung möglich ist, wenn sich die verschiedenen Akteure zusammentun, sich vernetzen und an einem Strang ziehen.

Individuelle Programme mit ganzheitlichem Ansatz

Dieser ganzheitliche und vernetzte Ansatz, mit Expertise von innen und außen, ist typisch für die Barmer. Mit der „Besonderen Versorgung“ haben wir ein Netzwerk von Haus-, Fach- und Klinikärzten geschaffen. Es soll die Qualität der Behandlung verbessern – indem alle Therapiemaßnahmen nahtlos aneinander anschließen und lange Wartezeiten oder gesundheitsbelastende Doppeluntersuchungen vermieden werden. Ein weiteres Beispiel ist „PädExpert“ – ein Beratungssystem für Ärzte, das Bestandteil des Kinder-und-Jugend-Programms der Barmer ist. Hier können Kinderärzte bei bestimmten chronischen oder seltenen Krankheiten telemedizinischen Rat von speziellen Fachärzten einholen und so Versorgungslücken schließen.

Um Menschen mit chronischen Erkrankungen bestmöglich zu behandeln und zu unterstützen, haben wir die Besser-Leben-Programme entwickelt. „Circa eine Million teilnehmende Versicherte profitieren bei der Barmer von einer umfassenden Betreuung und erhalten eine abgestimmte Therapie. Das ermöglicht ein Mehr an Lebensqualität“, erklärt Matthias Wagenblast, Leiter des Versorgungsmanagement-Zentrums Schwäbisch Gmünd. Bei bestimmten Krankheitsbildern und Diagnosen unterstützt die Barmer zudem den Einsatz von hochmodernen Behandlungsmethoden, zum Beispiel bei der Krebstherapie, und arbeitet eng mit Spitzenmedizinern im gesamten Bundesgebiet zusammen.

Eines haben alle Programme bei uns gemeinsam: eine intensive Vernetzung, die jedem Patienten eine individuelle und ergebnisorientierte Behandlung sichert. „Die Ergebnisse von AdAM können sich übrigens sehen lassen. Mit AdAM hat die Barmer das Thema Arzneimitteltherapie-Sicherheit innovativ und digital weitergedacht. Aktuell machen wir damit die Medikation von rund 9.000 Menschen in Westfalen-Lippe sicherer, und das ist erst der Anfang“, fasst Lara Duvel zusammen, die im Projektteam AdAM tätig ist. Das ist in erster Linie für den jeweiligen Patienten wichtig, aber auch für das gesamte Gesundheitssystem. Sollte AdAM in den Leistungskatalog aufgenommen werden, lassen sich bei allen gesetzlichen Krankenkassen bis zu 2,75 Milliarden Euro einsparen. Geld, das an vielen anderen Stellen gut gebraucht werden kann, um unser Gesundheitssystem gemeinsam besser zu machen.

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Webcode: a005361 Letzte Aktualisierung: 13.05.2020
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