Sitzungen

Lesedauer unter 32 Minuten

Berichte und Termine 2020

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Hier finden Sie Berichte von den Sitzungen des Verwaltungsrats und wichtigen Veranstaltungen. Sie wollen selbst einmal dabei sein? Wir informieren über die Sitzungstermine. 

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Selbstverwaltung in Pandemiezeiten

Wegen der Corona-Pandemie tagte der Verwaltungsrat der Barmer am 18. Dezember 2020 zum zweiten Mal in diesem Jahr nicht in Präsenzsitzung, sondern diesmal per Videokonferenz. Auch die Fach- und Vorbereitungsausschüsse tagten diesmal digital. Wichtige Beschlussfassungen des Verwaltungsrates erfolgten anschließend im schriftlichen Verfahren.

Corona-Pandemie hat enorme Auswirkungen auf 2021

Das deutsche Gesundheitswesen ist stark und leistungsfähig. In der Corona-Krise hat es dies allen Herausforderungen zum Trotz bewiesen. Das hat der Verwaltungsrat der BARMER anlässlich seiner Sitzung am 18. Dezember 2020 betont. „In der Corona-Pandemie ist es gelungen, die medizinische Infrastruktur aufrechtzuerhalten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Das ist ein großer Verdienst aller Beteiligten im Gesundheitswesen, vor allem auch der gesetzlichen Krankenkassen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Belastbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung kann in einer so schweren Zeit schnell, unbürokratisch und effektiv geholfen werden“, sagte Bernd Heinemann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der BARMER. Doch im Jahr 2021 wachse der finanzielle Druck auf die gesetzliche Krankenversicherung noch einmal zusätzlich. Um die finanziellen Lasten zu tragen, ergebe sich nach Beschluss des Verwaltungsrates beim Zusatzbeitragssatz ein Mehrbedarf von 0,4 Prozentpunkten ab dem 1. Januar 2021. Die Kasse habe durch eine tiefgreifende Restrukturierung und ein effizientes Management über fünf Jahre den Beitragssatz trotz permanent steigender Leistungsausgaben stabil gehalten. „Solidität, Zuverlässigkeit und ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis sind und bleiben unsere Markenzeichen“, so Heinemann.

Elektronische Patientenakte startklar – Die Barmer eCare bietet Mehrwert für Versicherte

Die Barmer hat als erste gesetzliche Krankenkasse ihre Vorbereitungen für einen Launch ihrer elektronischen Patientenakte erfolgreich abgeschlossen. Pünktlich zum 1. Januar 2021 steht die Patientenakte mit Namen eCare allen Versicherten der Kasse zur Verfügung. Die Patientenakte eCare bietet den Versicherten der Barmer von Anfang an einen deutlichen Mehrwert. So hilft beispielsweise der integrierte Mediplaner, Gefahren bei der Einnahme zahlreicher Medikamente zu reduzieren. So kann per Scan ein individueller Medikationsplan in der eCare hinterlegt werden, und ein Erinnerungsservice hilft, die Einnahme von Arzneien nicht zu vergessen. Neben ärztlich verordneten können auch freiverkäufliche Medikamente dort aufgelistet werden. Die eCare leistet einen wichtigen Beitrag zu mehr Arzneimitteltherapiesicherheit. Polypharmaziepatientinnen und -patienten erhalten mit der Digitalanwendung ein wichtiges Instrument, das die Gefahren der Polypharmazie durch mögliche Wechselwirkungen reduziert.

eCare wird fortlaufend erweitert

Die letzten Testläufe vor dem Start der eCare sind erfolgreich abgeschlossen worden. Im Laufe des kommenden Jahres können die Versicherten sukzessive ihre Gesundheitsdokumente in die elektronische Patientenakte der Barmer hochladen. Dazu werden die Ärztinnen und Ärzte sowie die Krankenhäuser nach und nach mit der notwendigen Technik ausgestattet. Sobald dies erfolgt ist, könnten die Versicherten ihre Unterlagen auch mit ihren Ärztinnen und Ärzten teilen. Die eCare ist ein Meilenstein in der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Sie wird von der Barmer stetig weiterentwickelt. Bereits heute steht fest, dass die Barmer sie im Laufe des Jahres 2021 um weitere Funktionen erweitert, wie etwa die Aufnahme von Pässen und individuellen Gesundheitsnachrichten.

Studie: Mobiles Arbeiten wirkt sich positiv auf gut ausgebildete Beschäftigte aus

Beschäftigte, die über ein gewisses Maß an digitalem Know-how verfügen, profitieren von der Arbeit im Homeoffice. Allgemein treten bei ihnen weniger Schlafprobleme und Stress auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie der Barmer und der Universität St. Gallen.

Seit mehr als einem halben Jahr befinden sich viele Beschäftigte im Homeoffice, gehen ihrer Arbeit mobil von zu Hause aus nach. Die Corona-Pandemie hat die Umstellung auf Remote-work enorm beschleunigt. Wurden vor Beginn der Krise durchschnittlich 15,9 Stunden pro Woche mobil gearbeitet, so wuchs die Zahl der im Homeoffice geleisteten Arbeitsstunden in den vergangenen Monaten auf 35,7 Stunden an. Diese Digitalisierung der Arbeit hat dabei unterschiedliche Auswirkungen auf die Beschäftigten, wie die Krankenkasse Barmer gemeinsam mit der Universität St. Gallen im Rahmen einer Langzeitstudie festgestellt hat.

Unter bestimmten Voraussetzungen wirkt sich die fortschreitende Digitalisierung positiv auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten aus, heißt es in den ersten Zwischenergebnissen der Studie. Vor allem Menschen, die sich mit der erforderlichen Technik auskennen, profitieren von der Heimarbeit. Im Vergleich zu Beschäftigten im Homeoffice, die nicht über entsprechendes Know-how verfügen, klagen die Digitalaffinen über weniger Schlafprobleme (−18,3 Prozent) und weniger Stress (−6,4 Prozent). Gleichzeitig wird die Produktivität als deutlich höher eingestuft. 56,1 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten bereits mobil, die meisten davon (92,1 Prozent) von zu Hause aus. Rund 25 Prozent halten mobiles Arbeiten in ihrem Job zukünftig für möglich.

Auch die digitale Kompetenz der Führungskräfte spielt der Studie zufolge beim Wohlbefinden eine wichtige Rolle. So bewerteten Beschäftigte mit einem Vorgesetzten, der über virtuelle Führungsqualifikationen verfügt, ihre Arbeitszufriedenheit um 48,3 Prozent höher ein, als Beschäftigte, deren Vorgesetzte nicht über entsprechende Skills verfügen. Auch sorgt eine digital qualifizierte Führungskraft für weniger Stress (−15,5 Prozent) und dafür, dass Beschäftigte sich weniger Gedanken über eine mögliche Kündigung machen (−40,7 Prozent).

Barmer-Krankenhausreport – Gelegenheitschirurgie gefährdet Leben

Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 100.000 Menschen nach einer Operation im Krankenhaus. Viele dieser Todesfälle wären durch eine Operation in einer Klinik mit mehr Erfahrung vermeidbar. Diesen Schluss legt der aktuelle Krankenhausreport der Barmer nahe, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Allein bei Eingriffen wie bei Pankreas- und Darmkrebs könnten in zehn Jahren knapp 3.800 Todesfälle verhindert werden, wenn diese Operationen in Krankenhäusern mit doppelt so hoher Fallzahl durchgeführt würden. Trotzdem erfolgen immer noch viele Eingriffe in Häusern, die vergleichsweise wenig Erfahrung haben. Wir brauchen bei Operationen einen Masterplan für mehr Wettbewerb um Qualität! Eingriffe sind in der Regel sicherer, wenn Chirurgen und das interdisziplinäre Team mit der Patientenversorgung vor und nach der Operation viel Erfahrung haben. Das allein rettet aber noch nicht automatisch Menschenleben. Die Voraussetzung für einen guten Outcome ist eine hohe Prozess- und Strukturqualität. Zum einen müssen vor allem komplizierte Operationen in Kliniken mit hoher Fallzahl durchgeführt werden. Zum anderen braucht es interdisziplinäre, berufsgruppenübergreifende Teams sowie eingespielte Abläufe vor und nach den jeweiligen Operationen. Nur so kann die Qualität messbar steigen. Darüber hinaus sind leicht verständliche Qualitätsinformationen für Patienten und Ärzte bei der Auswahl der geeigneten Klinik erforderlich.

Der Krankenhausreport hat fünf Indikationen exemplarisch untersucht. Dazu gehören die bariatrische Chirurgie, Operationen an der Wirbelsäule sowie Eingriffe bei Bauchaortenaneurysmen, Darmkrebs und Pankreaskrebs. Um die Ergebnisse der Datenanalyse vergleichbar zu machen, wurden stets dieselben Analyseparameter zugrunde gelegt. Dazu gehören die 30-Tage-Sterblichkeit, Wiedereinweisungsraten und Komplikationen. Darüber hinaus wurde der Anfahrtsweg zu den Kliniken ausgewertet. Den Reportergebnissen zufolge erreicht die große Mehrheit der Bevölkerung ein Krankenhaus mit einer hohen Fallzahl innerhalb von 60 Minuten. Um bessere Qualität bei planbaren Operationen zu erzielen, lohnt sich ein etwas längerer Anfahrtsweg. Vor allem bei komplizierten Eingriffen sollten hohe Fallzahlen und Spezialistenteams bei der Auswahl gewichtiger sein als die unmittelbare Wohnortnähe.

Den Reportergebnissen zufolge wird sehr deutlich, dass sich vor allem bei den Krebs-Operationen, aber auch der Adipositaschirurgie Erfahrung auszahlt. Bei örtlichen Tumorentfernungen im Fall von Darmkrebs verringert eine Verdopplung der Fallzahl die Sterblichkeit von 4,4 Prozent um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Außerdem wird die Rate an spezifischen Komplikationen von 16,6 Prozent um 2 Prozentpunkte verringert. Damit die Patienten keinem unnötigen Risiko ausgesetzt sind, sind aus Expertensicht vorgegebene Mindestmengen für bestimmte Eingriffe ein sinnvolles Instrument. Allerdings ist eine deutlich breitere Datenbasis erforderlich, um noch weiter zum Thema Qualität forschen zu können. Es braucht zusätzliche Datenquellen mit medizinischen Parametern. Hier sind klinische Register enorm hilfreich. Diese müssen nun zügig und konsequent ausgebaut werden. Eine Zertifizierung von Krankenhäusern kann für die Patientinnen und Patienten eine gute Orientierung bieten.

Jetzt erst recht - Breite Produktpalette, Top-Beratung, hohe Qualitätsstandards – ein Blick in den „Betriebliches-Gesundheitsmanagement-Baukasten” der Barmer lohnt sich – auch in Corona-Krisenzeiten

Wie schafft man es, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst lange gesund und leistungsfähig bleiben? Was tun gegen den Fachkräftemangel? Noch vor Kurzem waren es vor allem Fragen wie diese, die den Arbeitgebern Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Jetzt – in CoronaKrisenzeiten – scheinen diese Herausforderungen in den Hintergrund zu rücken. Nun geht es plötzlich darum, ob das eigene Unternehmen angesichts drastischer Umsatzeinbrüche und zum Teil dramatischer Auftragsrückgänge überhaupt eine Zukunft hat und ob die Arbeitsplätze erhalten werden können.

Betriebliches Gesundheitsmanagement - Jetzt erst recht

Doch ungeachtet der verschobenen Prioritäten bleiben motivierte, leistungsbereite Mitarbeiter das A und O, auch um die Corona-Krise zu meistern. Genauso wie ein intaktes Betriebsklima und ein gesundes Arbeitsumfeld jetzt zu den Pluspunkten gehören, mit denen man den Mitarbeitern gegenüber seine Wertschätzung ausdrückt.

Kurzum: Gerade in stürmischen Zeiten gibt es reichlich Gründe, sich mit dem Thema betriebliche Gesundheitsförderung im Unternehmen zu befassen und den Beschäftigten entsprechende Angebote zu unterbreiten.

Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement mit der Barmer?

Mit dem vielseitigen Gesundheits-Portfolio der Barmer können die Unternehmen den schwierigen Rahmenbedingungen trotzen. Gemeinsam mit ihren Firmenpartnern erarbeiten und entwickeln die Berater der Barmer für betriebliches Gesundheitsmanagement betriebsnahe Lösungen für ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement. Dabei kommt das 6-Phasen-Modell (s. Schaubild oben rechts) zur Anwendung, mit dem der Ist-Zustand analysiert und der firmenspezifische Gesundheitsbedarf. ermittelt wird, bevor Maßnahmen angestoßen, umgesetzt und in der Nachbetrachtung auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft werden.

Starke Partner, exklusive Produkte

Was das betriebliche Gesundheitsmanagement der Barmer noch besonders und außergewöhnlich macht, sind ihre Vertragspartnerschaften mit namhaften Großunternehmen wie Lufthansa, Schaeffler oder Henkel. Davon können zugleich auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Denn im Rahmen dieser Kooperationen wurden und werden Pilotprojekte zur Entwicklung innovativer Programme durchgeführt, die dann den kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können.

Genauso profitieren können die kleinen und mittleren Unternehmen von einem bundesweiten Partner-Netzwerk der Barmer mit exklusiven Produktpartnerschaften. Wobei Rahmenverträge hier nicht nur garantieren, dass die von diesen Partnern bereitgestellten Produkte bundesweit von gleichhoher Qualität sind, sondern dass diese auch zu attraktiven Preisen und Konditionen an die Unternehmen weitergegeben werden können.

Ein weiterer Vorzug des Barmer-Portfolios für Betriebliches Gesundheitsmanagement besteht darin, dass nicht nur Bewährtes angeboten wird, sondern auch aktuelle Trends aufgegriffen werden. So rückten im vorigen Jahr beispielsweise die Themen psychische Gesundheit/Achtsamkeit und gesunder Schlaf beziehungsweise das weitverbreitete Problem Schlafstörungen in den Fokus. Auch hat Selftracking in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Auf Basis dieser Trends entwickelt die Barmer ihre Angebote für Betriebliches Gesundheitsmanagement kontinuierlich weiter, wobei sie sich für den Weg der intelligenten Vernetzung von digitalen und analogen Angeboten entschieden hat.

Neu: Barmer Digital Health Guide

Ein gutes Beispiel für die intelligente Vernetzung von digital und analog ist der Barmer Digital Health Guide, den die Kasse jetzt ganz neu in ihrem Portfolio für Betriebliches Gesundheitsmanagement hat. Diese interaktive online-basierte Gesundheits-Plattform gibt den Mitarbeitern beispielsweise Auskunft über ihren aktuellen Fitness- und Stresslevel, unterbreitet ihnen individuelle Trainings- und Gesundheitsangebote und begleitet diese aktiv. Analog können sich die Nutzer einen Überblick über zertifizierte und qualitätsgesicherte Angebote vor Ort verschaffen und „analoge“ Angebote wie etwa eine Rückenschule sogar direkt buchen. Doch bevor es konkret wird, müssen die Nutzer des „Health-Guides“ im Rahmen eines BasisChecks diverse Fragen zu ihrer persönlichen Gesundheits- und Arbeitssituation beantworten. Daran wiederum schließt sich eine Auswertung an, gefolgt von einem Feedback für die Beschäftigten in Form eines persönlichen Gesundheitsberichts.

Feinjustierung mit Digital Health Map

Um firmeneigene Gesundheits- und Präventionsangebote passgenau auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuschneiden zu können, haben die Verantwortlichen für betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen zudem die Möglichkeit, direkt auf eine Digital Health Map zuzugreifen. Dort können sie in anonymisierter, zusammengefasster Form nicht nur alle Ergebnisse der Basis-Checks einsehen, sondern bekommen auch eine Analyse zur Unternehmensgesundheit insgesamt, zu firmenspezifischen Ressourcen und Belastungen präsentiert.

Der Verwaltungsrat befasste sich mit der Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Bisher hatten sich die Gespräche zwischen Gesundheitsministerium und Krankenkassen darauf bezogen, dass es ein Defizit von 16,6 Milliarden Euro für 2021 geben wird und dies ausgeglichen werden sollte. Nun hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Konzeptpapier vorgelegt. Danach soll der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds für das Jahr 2021 um fünf Milliarden Euro erhöht werden. Damit soll auch die von den Koalitionsparteien beschlossene "Sozialgarantie 2021" eingehalten werden, in der die Sozialversicherungsbeiträge in der Pandemiezeit nicht über 40 Prozent steigen. Ein weiterer Baustein der Überlegung aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist die Beteiligung der Gesetzlichen Krankenkassen selbst: Acht Milliarden Euro sollen durch die Krankenkassen finanziert werden, die derzeit mehr als die Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben in ihren Büchern haben. Dazu werden diejenigen Krankenkassen herangezogen, die 0,4 Monatsausgaben übersteigen und somit noch das Doppelte einer Mindestreserve bekommen. Die restliche Finanzierungslücke von drei Milliarden Euro sollen die Beitragszahler schließen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der neben dem allgemeinen Satz von 14,6 Prozent erhoben wird, soll sich nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums im kommenden Jahr um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent erhöhen. Der Verwaltungsrat appellierte angesichts der Pandemiefolgen an die Politik, Belastungen der Versicherten im Jahr 2021 weitestgehend zu vermeiden.

Barmer-Verwaltungsrat – Digitalisierung braucht ethische Grundsätze

Die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitswesens bringe große Veränderungen und Chancen mit sich, es brauche aber auch Orientierung und ethische Leitplanken. Darauf weist der Barmer-Verwaltungsrat anlässlich seiner heutigen Sitzung in Berlin hin. "Die Barmer hat einen Kanon an Werten aufgestellt, die beschreiben, in welchem ethischen Rahmen wir den digitalen Fortschritt mitgestalten wollen. Dabei müssen immer die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen", betont Bernd Heinemann, Vorsitzender des Barmer-Verwaltungsrats. Beraten werde die Barmer bei dem Thema von dem renommierten Wirtschafts- und Medizinethiker Prof.Dr. Stefan Heinemann von der FOM Hochschule/Universitätsmedizin Essen.

Ethische Digitalisierung muss Thema im Gesundheitswesen werden

Bernd Heinemann: "Ethische Grundsätze bei der Digitalisierung unseres Gesundheitswesens sind für uns besonders wichtig, weil die Barmer bei der Implementierung digitaler Gesundheitsinnovationen eine führende Rolle einnimmt." Doch digitale Ethik dürfe nicht nur ein Kassenthema sein. "Wir können uns beispielsweise nicht vorstellen, dass irgendwann Algorithmen ärztliche Entscheidungen ersetzen", so der Barmer-Verwaltungsratsvorsitzende. Er ruft deswegen alle Beteiligten im Gesundheitswesen auf, gemeinsam an ethischen Grundsätzen bei der Digitalisierung mitzuwirken.

Versicherte behalten Datenhoheit

Zudem müssten die bei den gesetzlichen Krankenkassen ohnehin sehr hohen Datenschutzanforderungen auch für zukünftige Digitalinnovationen uneingeschränkt gelten. "Die Barmer schützt die Privatsphäre und das Recht ihrer Versicherten, über die Preisgabe und Verwendung der eigenen Gesundheitsdaten selbst zu bestimmen", so Bernd Heinemann. Außerdem sei es Aufgabe aller Anbieter von digitalen Gesundheitsanwendungen, diese nicht nur denen, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind, nutzbar zu machen, sondern allen Menschen. Der Verwaltungsrat der Barmer nehme seine Verantwortung sehr ernst. Datenschutz, Ethik und Gesundheitsinnovationen benötigten eine wirksame Balance.

Influenzaimpfung wegen Corona wichtiger denn je

Die Corona-Pandemie ist keineswegs ausgestanden. Ganz im Gegenteil, die Gefahr für eine zweite Corona-Welle steigt. Das geht auch aus einer Auswertung der Barmer hervor. Wenn die Abstands- und Hygieneregeln zunehmend missachtet werden, kann das Menschenleben gefährden.
Der Verwaltungsrat befasste sich in diesem Zusammenhang insbesondere mit der Frage, wie Versicherte der Barmer sich in Zeiten der Corona-Pandemie schützen können. Aufgrund der Corona-Pandemie empfiehlt die Barmer allem voran Risikogruppen und Schwangeren, sich zeitnah gegen die Grippe impfen zu lassen. In diesem Jahr ist die Grippeschutzimpfung besonders wichtig. Sie schützt zwar nicht vor einer Coronainfektion, kann aber dazu beitragen, dass die Grippewelle gemäßigter verläuft und sich mit der Corona-Pandemie nicht zu stark überschneidet. Mit der Impfung kann man das Risiko für eine Doppelinfektion mit Grippe und Covid-19 verringern. Insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sich daher immunisieren lassen. Aber auch für alle anderen, die etwa als medizinisches Personal und Pflegekräfte, Beschäftigte im Einzelhandel oder in öffentlichen Verkehrsmitteln häufig anderen Menschen begegneten, ist die Impfung sinnvoll. Dies gilt umso mehr, wenn man Kontakt mit Personen aus einer Risikogruppe habe. Die Kosten der Impfung übernehme die Krankenkasse.
Die Grippesaison beginnt in der Regel Anfang Oktober und endet Mitte Mai. Nach der Impfung dauert es bis zu 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig gegen die Grippe geschützt zu sein, kann man sich schon jetzt, spätestens aber im Oktober oder November impfen lassen. Vor allem für Risikogruppen könnten Influenzaviren lebensbedrohlich sein. Im Winter 2017/2018 hatten sich knapp 350.000 Menschen mit dem Grippevirus infiziert, etwa 25.000 sind daran gestorben.
Eine Grippeschutzimpfung muss man jedes Jahr neu vornehmen, da der Impfstoff jährlich angepasst wird. Wer keine Impfung verpassen will, kann den digitalen Impfplaner als Teil der Barmer-App als Erinnerungsstütze nutzen. Er weist beispielsweise Menschen ab 60 Jahre jedes Jahr auf die Grippeschutzimpfung hin. Den Helfer können Barmer-Versicherte als App auf ihr Smartphone herunterladen.

Neue Satzungsleistungen

Digitale Präventionsangebote nach § 20 SGB V sollen ab nächstem Jahr das Angebotsportfolio erweitern. Der Verwaltungsrat der Barmer hat für das kommende Jahr eine Erhöhung des Zuschusses für digitale Präventionsangebote von 75 € auf 100 € beschlossen. Vor Inkrafttreten bedarf diese Satzungsregelung allerdings noch der Genehmigung des Bundesamtes für Soziale Sicherung.

Barmer-Arzneimittelreport 2020 - Millionen Polypharmazie-Patienten gefährdet

Jedes Jahr müssen mehrere Millionen Menschen ins Krankenhaus, die mindestens fünf Arzneimittel zugleich einnehmen. Allein im Jahr 2017 waren bundesweit 2,8 Millionen Personen am Tag ihrer Klinik-Aufnahme Polypharmazie-Patienten. Gerade bei dieser besonders gefährdeten Gruppe kommt es bei der Aufnahme ins und der Entlassung aus dem Krankenhaus häufig zu Informationsdefiziten mit schlimmstenfalls lebensbedrohlichen Folgen aufgrund von Behandlungsfehlern. So hatten nur 29 Prozent der Patienten bei der Klinikaufnahme den bundeseinheitlichen Medikationsplan, der Informationsverluste zwischen Ärzten verhindern soll. 17 Prozent verfügten über gar keine aktuelle Aufstellung ihrer Medikamente. Dies hat eine Umfrage unter rund 2.900 bei der Barmer versicherten Polypharmazie-Patienten über 65 Jahren ergeben. Das kann lebensgefährlich sein. Es muss verhindert werden, dass Patienten aufgrund von Informationsdefiziten zu Schaden kommen.
Wie aus dem Barmer-Report weiter hervorgeht, fließen die Informationen zur Arzneimitteltherapie auch während des Klinikaufenthalts nur bruchstückhaft. So gaben über 30 Prozent der von der Barmer Befragten an, dass ihnen die Arzneitherapie vom Arzt nicht erklärt worden sei. Jeder dritte Patient mit geänderter Therapie habe zudem vom Krankenhaus keinen aktualisierten Medikationsplan erhalten.

Barmer-Projekt stärkt Patientensicherheit

Ursache der Informationsdefizite ist weniger der einzelne Arzt, als vielmehr der unzureichend organisierte und nicht adäquat digital unterstützte Prozess einer sektorenübergreifenden Behandlung. Entscheidend ist, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um der Ärzteschaft die Arbeit zu erleichtern und Risiken für Patienten zu minimieren. Daher hat die Barmer mit zahlreichen Partnern das Innovationsfondsprojekt "Transsektorale Optimierung der Patientensicherheit" (kurz TOP) ins Leben gerufen, das im Oktober 2020 startet. Das Projekt "Transsektorale Optimierung der Patientensicherheit" stellt den behandelnden Ärzten aus Krankenkassendaten alle behandlungsrelevanten Informationen zur Verfügung, sofern der Patient sein Einverständnis gegeben hat. Dazu gehörten Vorerkrankungen und eine Liste aller verordneten Arzneimittel. Zudem arbeiten Ärzte und Apotheker im Krankenhaus zusammen. Im Krankenhaus wird der Medikationsplan des Patienten vervollständigt oder erstellt, sofern noch nicht vorhanden, und die Therapie erklärt. Das Innovationsfondsprojekt "Transsektorale Optimierung der Patientensicherheit" ermöglicht zudem einen Informationsaustausch zwischen dem Krankenhaus und den einweisenden Ärztinnen und Ärzten ohne Reibungsverluste. Das Projekt hat das Potenzial, die Risiken sektorenübergreifender Behandlung in der Routineversorgung zu minimieren. 

Barmer-Verwaltungsrat: Kosten für mehr Corona-Tests gemeinsam schultern

Die Kosten für die Ausweitung der Corona Tests sollten fair verteilt werden. Das fordert der Barmer-Verwaltungsrat anlässlich seiner Sitzung in Mainz. „Corona-Tests sind ein wichtiges Mittel zur Bewältigung der Pandemie. Die Ausweitung der Tests gehört aber zu den Aufgaben des Infektionsschutzes und müsste eigentlich vom Staat bezahlt werden. Es ist daher der falsche Weg, allein den Beitragszahlenden der gesetzlichen Krankenversicherung die Zusatzkosten aufzubürden“, kritisierte Bernd Heinemann, Vorsitzender des Barmer-Verwaltungsrates. Geplant sei, dass zur Eindämmung der Pandemie künftig auch Menschen ohne Symptome in Kitas, Schulen, Kliniken und Pflegeheimen getestet werden sollen. Dafür müsse aber der Bund die Kosten tragen. Schließlich drohten bei wöchentlich 4,5 Millionen Testungen bis zu 7,6 Milliarden Euro Mehrausgaben allein in diesem Jahr. Bisher habe die gesetzliche Krankenversicherung die Herausforderungen der Corona-Pandemie erfolgreich gemeistert und gezeigt, dass sie sehr leistungsstark sei. Das solle auch in Zukunft so bleiben.

Diskussion über Zuschüsse zur Stabilisierung der GKV wichtig

Zu Beginn der Krise habe man schnell und unbürokratisch reagieren müssen. Dabei habe sich die Selbstverwaltung als zentrale Stütze erwiesen, um im Schulterschluss aller Beteiligten eine bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Bereits jetzt sei aber deutlich, dass die Krankenkassen durch die Folgen der Corona-Pandemie stark belastet würden. „Für die Krankenhäuser, Heilmittelerbringer sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte sind Schutzschirme aufgespannt worden. Das ist auch gut so“, betonte Heinemann. Allen Beteiligten sei klar, dass das Überwinden der Krise sehr viel Geld kosten werde. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Herausforderungen gemeinsam zu schultern und die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler nicht übermäßig zu belasten. „Wir begrüßen es, dass es erste Signale von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt, mit dem Bundesfinanzministerium Zuschüsse des Bundes für die GKV zur Stabilisierung des Beitragssatzes festzulegen. Das Vorhaben sollte zeitnah und verbindlich umgesetzt werden“, so Heinemann.

Corona-Lotse“ - Hilfe der Barmer für Risikogruppen

Auch wenn inzwischen einige der Anti-Corona-Beschränkungen wieder gelockert wurden, könnte genau das nach Ansicht von Expertinnen und Experten einen erneuten Infektionsanstieg auslösen, besonders unter den Risikopatientinnen und -patienten. Für diese Menschen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, hat die Barmer den „Corona-Lotsen“ ins Leben gerufen. Er soll betroffene Patientinnen und Patienten zum Beispiel beim Einkaufen, bei der Behandlung ihrer Krankheiten, der Medikamentenversorgung und anderen alltäglichen Verrichtungen gezielt unterstützen. Dafür wurde ein Team aus insgesamt 27 Barmer-Mitarbeitenden zusammengestellt. Um den genauen Bedarf zu ermitteln, werden die Versicherten in einem ersten Schritt zunächst angeschrieben. Bei Interesse können sie dann anschließend ihre individuellen Bedürfnisse mit einem der Corona-Lotsen klären, um auch wirklich passgenaue Hilfen zu erhalten.

Deutliche Ausgabensteigerung

Der Verwaltungsrat der Barmer hat auf seiner Sitzung am 26. Juni 2020 die Jahresrechnung 2019 abgenommen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Dynamik bei den Leistungsausgaben hat sich im Verlauf des Jahres 2019 beständig erhöht. Insbesondere im vierten Quartal übertrafen die Ausgaben die Einnahmen deutlich. Die großen Kostenwirkungen der vergangenen Gesetzgebung haben sich zum Jahresende vermehrt gezeigt. Hierunter fallen insbesondere die Auswirkungen des Terminservice- und Versorgungsgesetzes, welches eine Vielzahl an Leistungsverbesserungen für die Versicherten mit sich brachte. Diese Entwicklung führte schließlich bei der Barmer im Jahresergebnis zu einem Fehlbetrag in Höhe von 326 Millionen Euro. Die dynamische Entwicklung der Leistungsausgaben war in allen Bereichen zu beobachten. Finanziell besonders schwerwiegend waren jedoch die in den letzten Monaten stetig steigenden Ausgaben bei der Krankenhausbehandlung. Diese lagen schließlich um über 400 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg bei den Leistungsausgaben von insgesamt 6,5 Prozent. beinhaltet Gesetzesbelastungen von etwas unter zwei Prozent, was im Gegenzug auch eine sehr hohe Grundentwicklung bedeutet. In vielen Leistungsbereichen sind hohe Preis-, aber auch Mengeneffekte zu beobachten gewesen. Im Bereich der Verwaltungskosten konnte diese Belastung zu einem Teil kompensiert werden. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um 136 Millionen Euro gesunken. Der Anteil der Verwaltungskosten an den Gesamtausgaben ist damit ebenfalls ein weiteres Mal zurückgegangen, er liegt jetzt bei niedrigen 3,6 Prozent.

Im Jahr 2020 wird sich die Wettbewerbssituation innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich verschärfen. Einerseits müssen Krankenkassen ihre Finanzreserven abbauen, wenn ihre Rücklagen eine Monatsausgabe überschreiten, andererseits führt die Ausgabendynamik zu einem Druck auf die Zusatzbeitragssätze. Von besonderer Bedeutung werden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sein, deren finanzielles Ausmaß derzeit kaum eingeschätzt werden kann. Hier wies der Verwaltungsrat auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung hin und appellierte an den Gesetzgeber, die Lasten gerecht zu verteilen.

Der Dank in Sachen Corona-Pandemie an alle Beteiligten – allen voran an die Ärztinnen und Ärzte, die Pflegekräfte, aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den krisenrelevanten Einrichtungen, zu denen auch die Krankenkassen gehören –kann nicht groß genug sein. Sie alle tragen einen immensen Anteil daran, dass die Pandemie in Deutschland bisher nicht die gleichen schrecklichen Ausmaße angenommen hat wie im nahen und fernen Ausland. Doch diese Anstrengungen haben ihren Preis. Mit zahlreichen politischen Beschlüssen wurden die Weichen dafür gestellt, dass das Gesundheitssystem die Herausforderungen der Pandemie bewältigen kann. Dafür wurden unter anderem teure Rettungsschirme aufgespannt und zusätzliche kostenintensive Kapazitäten in den Kliniken geschaffen.

Es sind hauptsächlich die gesetzlichen Krankenkassen, die eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen schultern. Und dies in einer ohnehin angespannten Finanzsituation, die durch den Abschwung der Konjunktur absehbar weiter belastet wird. Deshalb benötigen auch die Krankenkassen zusätzliche finanzielle Mittel, beispielsweise durch eine Erhöhung des Bundeszuschusses. In diesem Kontext begrüßte der Verwaltungsrat den Austausch mit der Politik zu diesem Thema und setzt auf zeitnahe Entscheidungen. Das Überwinden der Krise kostet sehr viel Geld. Und es ist gut angelegtes Geld. Eine faire und sachgerechte Lastenteilung sollte frühzeitig als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung hinter jedem Krisenmanagement stehen. Es ist die Aufgabe aller, auch hier die richtigen Konsequenzen aus der Corona-Pandemie zu ziehen. Denn es steht zu befürchten, dass es nicht die letzte Gesundheitskrise ist, die die Menschheit heimsucht

Pflegeversicherung: Folgewirkungen des Zweiten Pflege-Stärkungsgesetzes

Auch das Rechnungsergebnis der Barmer-Pflegekasse ist im Jahr 2019 durch die Folgewirkungen des Zweiten Pflege-Stärkungsgesetzes (PSG II) geprägt. Insbesondere im Bereich der Pflegesachleistungen und beim Pflegegeld wurden die Leistungsbeträge durch das PSG II zum Teil erheblich angehoben. Zudem bewirkte der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff einen erheblichen Anstieg der Leistungsempfänger. Allein bei der Barmer ist die Anzahl der Pflegebedürftigen gegenüber dem „alten Recht“ um über 30 Prozent gestiegen. Dieser Trend hält unverändert an. Daher musste der Beitragssatz zum 1. Januar 2019 um weitere 0,5 Prozentpunkte auf jetzt 3,05 Prozent (zuzüglich 0,25 Prozent für Kinderlose) angehoben werden. Insbesondere aufgrund der deutlich gestiegenen Einnahmen aus dem Ausgleichsfonds hat sich bei der Barmer-Pflegekasse im Jahr 2019 ein Überschuss in Höhe von 252 Millionen Euro ergeben. Die angesprochene Erhöhung der Zahl der Leistungsempfänger schlägt sich auch in der Entwicklung der Leistungsausgaben nieder (insbesondere im Bereich der ambulanten Pflege). Diese haben sich im Jahr 2019 erheblich dynamischer entwickelt als ursprünglich eingeschätzt. Trotz gegenüber dem Vorjahr unveränderter Leistungssätze sind sie um 8,4 Prozent gestiegen. Insbesondere das Pflegegeld sowie die ambulanten Leistungen, wie zum Beispiel die häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson, sind davon betroffen. Der Trend geht insbesondere in den unteren Pflegegraden deutlich in Richtung der selbstorganisierten Pflege. Hinzu kommt der Aspekt, dass die Pflegebedürftigen (bzw. deren Angehörige) immer besser über die ihnen zustehenden Leistungen informiert sind und diese entsprechend auch abrufen.

Barmer-Verwaltungsrat: Grünes Licht für Online-Sozialwahl ab 2023

– Künftig können die Mitglieder der Barmer ihre Stimme zur Sozialwahl online abgeben. Die traditionelle Briefwahl wird parallel weiterhin möglich sein. Eine entsprechende Satzungsänderung hat der Verwaltungsrat der Barmer heute beschlossen. Die nächste Sozialwahl ist im Jahr 2023 geplant. „Online-Abstimmungen machen die Sozialwahl auch für die Menschen attraktiv, die im Alltag ganz selbstverständlich mit digitalen Medien umgehen. Dadurch kann die Wahlbeteiligung deutlich steigen und die demokratische Legitimation der Mitglieder des Verwaltungsrates wachsen“, so Bernd Heinemann, Vorsitzender des Barmer-Verwaltungsrates. Zugleich würden die Sozialwahlen noch einmal moderner und vollzögen einen digitalen Wandel, der das Gesundheitswesen insgesamt tiefgreifend verändere. Entsprechend erhöhe sich das politische Gewicht der Sozialwahlen und der aus ihnen hervorgehenden Gremien der Selbstverwaltung als Interessenvertretung von über 70 Millionen Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Teilnehmende Krankenkassen bilden Arbeitsgemeinschaft

Der Bundestag habe Anfang Mai dieses Jahres den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eröffnet, in einem Modellprojekt ihre Sozialwahl auch online durchzuführen. „Das Modellprojekt Online-Sozialwahl dient dazu, Erfahrungen zu sammeln“, so Heinemann. Die Online-Wahl werde von den Ersatzkassen gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.

Hohe Sicherheitsstandards

Für die Online-Sozialwahl seien besonders hohe Sicherheitsstandards notwendig, die das Bundesgesundheitsministerium in Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bis spätestens 30. September dieses Jahres vorlegen müsse. „Wir wollen, dass jede Wählerin und jeder Wähler absolut sicher sein kann, dass das Ergebnis der Sozialwahl ihren Willen unverfälscht widergibt“, betont Heinemann. 

Jetzt erst recht - Betriebliches Gesundheitsmanagement

Der Ansatz der Barmer, digitale Lösungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement innovativ zu integrieren, sichert die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten - insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie. Ein gutes Beispiel für die intelligente Vernetzung von digital und analog ist der Barmer Digital Health Guide, den die Kasse jetzt ganz neu in ihrem Betrieblichen-Gesundheitsmanagement-Portfolio hat.

Barmer-Arztreport 2020: Jeder dritte Patient hadert mit seiner Psychotherapie

Immer mehr Menschen in Deutschland benötigen eine Psychotherapie. Allein im Jahr 2018 suchten 3,22 Millionen Personen einen Therapeuten auf und damit 41 Prozent mehr als in 2009. Um den Betroffenen schneller zu helfen, wurde im Jahr 2017 die Psychotherapie-Richtlinie reformiert. Auch wenn die Wartezeit bis zu einer Psychotherapie kürzer geworden ist, muss jeder dritte Patient mindestens einen Monat und fast jeder zehnte sogar mehr als drei Monate auf einen Therapieplatz warten. Zudem kritisiert jeder Dritte die Ergebnisse der Therapie. Das geht aus dem Barmer-Arztreport 2020 hervor. Die Reform der Psychotherapie-Richtlinie hat zwar den Zugang zu psychotherapeutischer Ersthilfe erleichtert, reicht aber nicht aus. Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind nach wie vor zu lang, zumal sich psychische Probleme chronifizieren können. Die Therapeuten sollten verstärkt Gruppentherapien anbieten, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Den Ergebnissen des Arztreports zufolge bekämen 94,4 Prozent der Patienten Einzeltherapien. Gruppentherapien seien zwar kein Allheilmittel, sie hätten aber den Vorteil, dass die Betroffenen gemeinsam an der Lösung ihrer Probleme arbeiten könnten. Hier seien nun auch die Verbände in der Pflicht, bei den Therapeuten verstärkt dafür zu werben.

Intensivtherapie sicherer machen - ERIC – Telemedizinisches Projekt von Barmer und Charité für bestmögliche Behandlung auf Intensivstationen

Das Risiko, nach einer intensivmedizinischen Behandlung Folgeschäden mit kognitiven, funktionellen und psychosozialen Einschränkungen oder Organfunktionsstörungen zu erleiden, könnte künftig für eine Vielzahl von Patientinnen und Patienten sinken. Dieses Ziel verfolgt das vom Innovationsfonds geförderte Projekt „Enhanced Recovery after Intensive Care“ (ERIC) der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Barmer und weiterer Konsortialpartner. Im Rahmen des Projektes sollen Indikatoren für eine qualitätsgesicherte intensivmedizinische Behandlung eingeführt und über eine E-Health-Plattform erhoben und ausgewertet werden. Das Projekt ERIC ist im Jahr 2017 gestartet und läuft derzeit an zwölf Intensivstationen in Berlin und Brandenburg. Es wird mit 6,8 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds finanziert. Das Projekt ERIC kann ein wichtiger Baustein zur Qualitätsverbesserung in der Intensivmedizin werden. Bestätigen sich die erfolgsversprechenden Erkenntnisse, wünscht sich der Verwaltungsrat, dass das Projekt bald in die Regelversorgung kommt.

Ausgezeichnete Leistungen, starker Service

Erneut hat das Wirtschaftsmagazin „Focus-Money” die Barmer in seinem aktuellen Kassenvergleich (Ausgabe 7/2020) mit dem Prädikat „Top Krankenkasse” ausgezeichnet. Wie schon im Vorjahr bescheinigen ihr die Tester ausgezeichnete Leistungen und einen hervorragenden Service. Zudem vergab Focus-Money an die Barmer das Prädikat „Sehr gut” in der Kategorie „Digitale Leistungen”. Begründung: Die Barmer gehöre zu den Krankenkassen, die die Digitalisierung maßgeblich mitgestalten würden. So könne sie ihren Versicherten sinnvolle digitale Innovationen wie den Barmer Digital Health Guide so früh wie möglich zugänglich machen. Punkten konnte die Barmer auch in der Kategorie „Von Ärzten empfohlen”. Dazu hat „Focus-Money“ rund 14.100 Ärzte und Zahnärzte in Praxen und Kliniken online zu ihren persönlichen Erfahrungen mit gesetzlichen Krankenkassen und deren Leistungen befragt.

Barmer zählt zu den besten Arbeitgebern in Deutschland

Die Barmer gehört nicht nur mit ihren Leistungen und Services zu den besten Krankenkassen Deutschlands, sie ist auch eine ausgezeichnete Arbeitgeberin. Beim Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2020“ des „Great Place to Work“-Instituts platzierte sie sich in der Kategorie der Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern unter den Top Drei-Arbeitgebern in Deutschland. Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die ihren Beschäftigten besonders gute und attraktive Arbeitsbedingungen bei einer positiven Arbeitskultur bieten. „Es wird für die Arbeitgeber immer schwieriger, talentierte Fachkräfte zu bekommen. Der Barmer ist es gelungen, mit vielen Maßnahmen für eine attraktive Unternehmenskultur zu sorgen. 

Selbstverwaltung zeigt Handlungsfähigkeit – trotz Coronakrise

Die aktuelle Zeit ist für alle eine Herausforderung – das Coronavirus stellt das Leben der Menschen auf den Kopf und viele sind in besonderer Weise belastet.

Der Verwaltungsrat der Barmer begrüßt, dass vorübergehend die bisherigen Möglichkeiten der Selbstverwaltungsorgane zur schriftlichen Abstimmung ausgeweitet wurden. Beschlüsse können vorläufig vermehrt im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden; erforderliche Beratungen können zudem auch per Online- und Videokonferenz erfolgen. Die Regelung wurde am 27. März 2020 im Bundesanzeiger bekanntgemacht. Von der neuen Option machten die 30 ehrenamtlichen Mitglieder des Verwaltungsrates der Barmer am 3. April 2020 Gebrauch und kamen gemeinsam mit dem hauptamtlichen Vorstand zu einer Telefonkonferenz zusammen.

Dem Verwaltungsrat der Barmer war es aktuell insbesondere wichtig, dass die Kasse mit Hochdruck gemeinsam mit den Gesundheitsinstitutionen nach Wegen sucht, um die Versicherten in dieser Krise zu unterstützen.

Krankenschwestern, Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, aber auch die zahlreichen Beschäftigten der Krankenkassen gehen in dieser Krisenzeit an ihre Belastungsgrenzen und darüber hinaus. Ihr Einsatz für die Betreuung und Versorgung kranker und hilfebedürftiger Menschen verdient großen Respekt und Anerkennung. Der Verwaltungsrat der Barmer richtet daher ein herzliches Dankeschön an alle!

Coronaviren in Deutschland: Barmer schaltet Hotline für alle Bundesbürger

Die Nachrichtenlage rund um das Coronavirus ist sehr schnelllebig - bei der Barmer finden Menschen fundierte Informationen, die auf der aktuellen Lage von Forschung und Wissenschaft beruhen.

Der neuartige Coronavirus breitet sich in Europa weiter aus. Angesichts des ersten bestätigten Falls in Deutschland hatte die Barmer bereits am 28. Januar 2020 eine Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Experten geben hier Tipps, wie man sich und die Familie schützen kann und bereits Verdachtsfälle erkennt. Das Coronavirus ist ernst zu nehmen. Eine Panik ist aber nicht angebracht. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen wissen, wann tatsächlich Gefahr droht und wie sie sich bestmöglich schützen. Medizinexperten geben Tipps, die auf dem aktuellen medizinischen Stand der Forschung basieren. Die kostenlose Hotline steht uneingeschränkt allen Bundesbürgern rund um die Uhr zur Verfügung unter 0800 84 84 111.

Krankenkassen übernehmen Test bei Verdachtsfällen

Bei einer Infektion mit dem Coronavirus zeigten sich meist Symptome wie bei einer Erkältung wie zum Beispiel Fieber und Husten. Bei einem Verdachtsfall solle die betroffene Person möglichst schnell einen Arzt kontaktieren. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test auf den Coronavirus bei begründeten Verdachtsfällen.

Gute Händehygiene ist das A und O

Die Menschen könnten bereits einiges tun, um sich zu schützen. Dazu gehöre eine sehr gute Händehygiene sowie die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette. Wer in Kontakt zu einem Verdachtsfall steht, soll wie auch bei Grippe- oder Erkältungspatienten möglichst ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand halten. Dies gilt umso mehr, solange nicht klar ist, ob die betreffende Person tatsächlich das Coronavirus hat. Alle wichtigen Fragen rund um das Coronavirus beantwortet die Barmer auch im Internet.

Barmer-Umfrage - Corona-Krise: Die Deutschen fühlen sich gut informiert

Die Mehrheit der Deutschen ist mit der Aufklärungsarbeit in Sachen Coronavirus zufrieden. Sie fühlt sich beispielsweise gut darüber informiert, wie sich eine Infektion mit dem Coronavirus vermeiden lässt. Das hat eine repräsentative Barmer-Umfrage unter 1.200 Bundesbürgern im Zeitraum vom 9. bis 13. März ergeben. Lediglich knapp jeder Dritte (31 Prozent) nimmt das Coronavirus als eine Bedrohung wahr. 59 Prozent der Befragten fühlen sich laut der Umfrage voll und ganz beziehungsweise weitestgehend über die Regeln zur Vermeidung von Ansteckungen informiert. Das ist gut so. Allerdings gilt es, auch die anderen Menschen abzuholen. Alle sollten über dieses Wissen verfügen, um sich entsprechend präventiv zu verhalten, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. Gegen Sorge und gefährliche Unbekümmertheit kann sehr gute und nachhaltige Aufklärung helfen. Die Bevölkerung steht dem Virus nicht machtlos gegenüber.

Jeder Fünfte wünscht sich einen Test ohne konkreten Verdacht

Neben dem Bundesgesundheitsministerium und den Gesundheitsämtern sind auch die Krankenkassen gefragt, die Menschen aufzuklären. Fast jeder Zweite wünscht sich konkrete Informationen seiner Kasse (44 Prozent). Die Barmer bietet als erste Krankenkasse bereits seit Januar, und damit weit vor den verstärkten Infektionsraten, mit ihrer Telefon-Hotline konkrete Hilfen an.

Die Berichterstattung in den Medien wurde laut Umfrage von etwas mehr als der Hälfte (56 Prozent) weitgehend beziehungsweise voll und ganz als Panikmache eingestuft. Um Gewissheit über die aktuelle Situation zu erlangen, wünschten sich 20 Prozent der Befragten einen Corona-Test auch ohne einen konkreten Verdacht auf eine Erkrankung. Die Befragung wurde im Auftrag der Barmer im Panel des Forschungsinstituts Norstat unter 18- bis 65-Jährigen durchgeführt.

Bei leichten Atemwegserkrankungen – Arzt kann Arbeitsunfähigkeit telefonisch feststellen

Seit dem 9. März 2020 konnten bzw. können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten nach telefonischer Rücksprache zunächst 7 Tage und seit dem 27. März 2020 sogar 14 Tage arbeitsunfähig schreiben. Damit ist eine der gegenwärtigen Situation angepasste und vor allem die Hausarztpraxen entlastende Lösung rasch umgesetzt worden.

Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit kommt per Post

Patientinnen und Patienten könnten in der Arztpraxis anrufen. Bei diesem Gespräch wird zunächst die Krankengeschichte erfasst. Danach befragt die Ärztin bzw. der Arzt die Patientinnen und Patienten eingehend, um sich persönlich von deren Zustand zu überzeugen. Ausgeschlossen von der Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit per Telefon sind jedoch Fälle, in denen Patienten schwere Symptome zeigten. Die AU-Bescheinigung kommt per Post zu den Patientinnen und Patienten ins Haus, die sie dann an den Arbeitgeber und die Krankenkasse weitergeben müssten. Alternativ könne sie auch durch einen Angehörigen in der Praxis abgeholt werden. Das sollte jedoch vorab vereinbart werden, rät die Barmer. Bei einem ernsthaften Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus sollten Patientinnen und Patienten auf jeden Fall zunächst die Arztpraxis anrufen und das zuständige Gesundheitsamt informieren.

Corona-Pandemie: Barmer entlastet gezielt Selbstständige

Selbstständige, die aufgrund der Corona-Krise erhebliche Einnahmeeinbußen hinnehmen müssen, können bei der Barmer seit 26. März 2020 einfach und unbürokratisch die Reduzierung ihrer Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge beantragen. Die Barmer möchte mit dem vereinfachten Verfahren zur Beitragsreduzierung die finanzielle Situation betroffener Selbstständiger entschärfen. Dass der GKV-Spitzenverband hierzu verbindliche Regelungen für alle Krankenkassen festgelegt hat, um die Selbstständigen zu entlasten, ist aus Sicht des Verwaltungsrates sehr zu begrüßen.

Antrag auf Beitragsreduzierung erheblich vereinfacht

Zur Reduzierung der Beiträge reicht ein formloser Antrag. Dieser muss lediglich eine entsprechende schriftliche Erklärung enthalten, dass der Gewinneinbruch mindestens 25 Prozent beträgt und auf die Corona-Krise zurückzuführen ist. Außerdem müssten die zukünftigen Einnahmen geschätzt werden. Der bisher obligatorische Vorauszahlungsbescheid des Finanzamtes ist für eine Reduzierung der Beiträge bis auf Weiteres nicht mehr zwingend erforderlich. Die Anträge auf Beitragsreduzierung von Selbstständigen werden somit aufgrund der besonderen Situation erheblich vereinfacht.

Zinslose Stundung der Beiträge möglich

Unternehmen, die sich in Liquiditätsengpässen befinden und bereits Hilfen aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung wie Kurzarbeitergeld, Fördermittel und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt haben, können ihre Beiträge außerdem mit vereinfachten Anträgen stunden lassen. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 30. April 2020.

Handlungskatalog von Bund und Ländern – Barmer schließt alle Geschäftsstellen

In diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, die individuelle Gesundheit so gut es geht zu schützen. Um dabei zu helfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Barmer am 16. März 2020 vorsorglich ihre Geschäftsstellen geschlossen.

Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und der von Bund und Ländern vorgesehenen drastischen Einschränkung des öffentlichen Lebens hat die Barmer ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen geschlossen. Als große Krankenkasse mit rund 9 Millionen Versicherten und 15.000 Mitarbeitern sieht der Verwaltungsrat die Barmer in der besonderen Verantwortung, einen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Für den Kundenservice stehen zahlreiche alternative Kontaktwege zur Verfügung. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung wird über das Telefon, via E-Mail und Internet gewährleistet. Sofern in Einzelfällen trotzdem eine persönliche Beratung vor Ort erforderlich ist, kann nach vorheriger telefonischer Absprache ein Termin in einer Geschäftsstelle vereinbart werden.


Webcode: u001533 Letzte Aktualisierung: 06.04.2020
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