Startschuss für die Sozialwahl

Alle sechs Jahre werden die Mitglieder des Verwaltungsrates der Barmer gewählt. Im Jahr 2017 finden die nächsten Sozialwahlen statt. Sie bilden das Kernstück der Demokratie in der Sozialversicherung.

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Sozialwahl 2017

"Wir für Sie" ist das Motto der 30 ehrenamtlichen Verwaltungsratsmitglieder der Barmer, die sich für die Versicherten der Kranken- und Pflegekasse einsetzen und bei der Barmer alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung treffen.  Anfang September 2017 erhalten BARMER-Mitglieder Wahlunterlagen, um die 27 ehrenamtlichen Versichertenvertreterinnen und -vertreter zu wählen. Bis zum 4. Oktober 2017 muss der ausgefüllte Stimmzettel bei der BARMER sein.

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, hat mit Wirkung vom 1. Oktober 2015 Frau Rita Pawelski (CDU) zur Bundeswahlbeauftragten für die Sozialversicherungswahlen und Herrn Klaus Wiesehügel (SPD) zum Stellvertreter der Bundeswahlbeauftragten für die Sozialversicherungswahlen bestellt. Sie überwachen sämtliche Vorgänge rund um die Sozialwahl 2017 und sorgen für einen korrekten Ablauf der Wahlen. Darüber hinaus treffen sie alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung und termingerechten Durchführung des Wahlverfahrens notwendig sind.  Traditionell ist die Sozialwahl eine Briefwahl. Die Mitglieder der BARMER können 2017 wieder ihre Vertreterinnen und Vertreter in das "Parlament" ihrer Krankenkasse wählen.

 

Die BARMER sprach mit Rita Pawelski über die wichtige Rolle der Selbstverwaltung und die Bedeutung der Sozialwahl:

 

Frau Pawelski, das Prinzip der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung hat sich über Jahrzehnte bewährt. Worin sehen Sie die Stärken dieses Systems?

Die größte Stärke der Selbstverwaltung
liegt darin, dass sich die Betroffenen
um ihre eigenen Angelegenheiten
kümmern. Deshalb bewährt sie sich in
der Praxis so gut. Könnte man auf die
Selbstverwaltung verzichten? Theoretisch
wäre das denkbar! Aber was
wären die Alternativen? Eine Staatsverwaltung
oder eine völlige Privatisierung.
Unter dem Strich wären die
Betroffenen keine Entscheidungsträger
mehr. Sie könnten nicht mehr mitbestimmen! 

 

Kann die soziale Selbstverwaltung Ihrer Meinung nach noch weiterentwickelt werden?

Natürlich! Die wichtigste Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Gesetzgeber den noch vorhandenen Spielraum für die Selbstverwalter nicht wie in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker einschränkt. Das Gegenteil ist nötig! Wir brauchen wieder mehr Freiheiten für die Selbstverwalter. Selbstverwaltung lohnt sich! Deshalb bitte ich Sie: Beteiligen Sie sich an den Sozialwahlen und stärken Sie Ihrer Selbstverwaltung den Rücken! Machen Sie mit, wählen Sie!

 

Rita Pawelski, Bundeswahlbeauftragte für die Sozialversicherungswahlen

Die Verwaltungsräte der DEUTSCHEN BKK und BARMER GEK haben die Fusion beider Krankenkassen zum 1. Januar 2017 endgültig besiegelt. Am 2. März 2016 haben die Vorsitzenden der Verwaltungsräte und der Vorstände der Kassen den Vereinigungsvertrag in Berlin unterzeichnet, der unter anderem die Satzung und die Standortstruktur der neuen BARMER regelt. Die vereinigte Kasse wird den Namen BARMER tragen. Die Fusion hat Auswirkungen auch auf die Sozialwahl 2017. So hat die Rita Pawelski  im Rahmen der Wahlankündigung als allgemeinen Wahltag der nächsten Sozialwahl den 31. Mai 2017 veröffentlicht. Dieser Wahltag gilt zum Beispiel auch für alle BARMER-Mitglieder, die beispielsweise auch bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Saarland wahlberechtigt sind. Für die BARMER hat die Bundeswahlbeauftragte aufgrund der Fusion einen späteren Wahltermin festgelegt. Wahltag für die BARMER ist der 4. Oktober 2017. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der rote Wahlbriefumschlag mit dem durch ein Kreuz gekennzeichneten Stimmzettel bei der Barmer eingegangen sein. Vom Wahltag leiten sich zudem sämtliche im Wahlverfahren zu beachtenden Fristen und Termine ab. Bei der BARMER entscheiden traditionell die wahlberechtigten Mitglieder demokratisch, wer sich in der Selbstverwaltung für ihre Interessen einsetzt. Nach der Vereinigung der BARMER GEK und der Deutschen BKK wählen die Mitglieder der neuen BARMER im Jahr 2017 aus ihren Reihen insgesamt 27 Verwaltungsratsmitglieder, die zusammen mit drei Verwaltungsratsmitgliedern der Arbeitgeber den Verwaltungsrat der BARMER bilden. Für die neue BARMER war in der Folge der Vereinigung auch ein neuer Wahlausschuss zu installieren, der in der konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates Anfang 2017 bestellt wurde.

Die Sozialwahl ist eine Listenwahl. Gewerkschaften, andere selbstständige Arbeitnehmervereinigungen mit sozial- oder berufspolitischer Zielsetzung sowie deren Verbände können Vorschlagslisten mit Kandidaten für den Verwaltungsrat der neuen BARMER aufstellen. Aber auch einzelne Mitglieder der künftigen BARMER haben die Möglichkeit, Wahlvorschläge zu machen und eine sogenannte freie Liste zu gründen. Für die Wahl der drei Arbeitgebervertreter können Arbeitgebervereinigungen, deren Verbände oder auch freie Listen von Arbeitgebern sich beteiligen. Über die Zulassung zur Wahl wird der Wahlausschuss der BARMER entscheiden, der Anfang 2017 eingesetzt wurde. Wählbar sind Mitglieder der BARMER, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und von einer dazu berechtigten Organisation vorgeschlagen werden. Wahlberechtigt sind ca. 7,5 Millionen Mitglieder der neuen BARMER, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die Sozialwahl ist eine Briefwahl. Wahlurne ist jeder gelbe Briefkasten der Post. Die Rücksendung des Wahlbriefes mit dem ausgefüllten Stimmzettel  ist für das Mitglied kostenlos.

Mitglieder der BARMER erhalten die Wahlunterlagen unaufgefordert Anfang September 2017. Am besten den Stimmzettel sofort ausfüllen und mit dem roten Wahlbriefumschlag an die BARMER zurücksenden! Spätester Termin für den Eingang bei der BARMER ist der 4. Oktober 2017. Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch!

 

Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Saarland erhalten wahlberechtigte Versicherte ihre Unterlagen bereits Ende April/ Anfang Mai  2017. Wahltag dort ist der 31. Mai 2017.

Der Wahlausschuss wird in der Zeit bis zum Wahltag für die Sozialwahlen regelmäßig zusammenkommen und alle Entscheidungen zur Vorbereitung und Durchführung der Wahl des Verwaltungsrates der Barmer treffen. Zu einer der wichtigsten Aufgaben des Wahlausschusses gehört die Prüfung und Entscheidung darüber, welche Organisationen sich um Sitze im Verwaltungsrat der Barmer bewerben dürfen.

Am 3. Januar 2017 hat sich nach der Vereinigung von BARMER GEK und Deutscher BKK der Verwaltungsrat der neuen BARMER konstituiert. Er hat einen neuen Wahlausschuss zur Vorbereitung und Durchführung der Wahl zum Verwaltungsrat der BARMER im Jahr 2017 bestellt.

  • Jürgen Rothmaier (Vorsitzender; Stellvertretender BARMER Vorstandsvorsitzender)
  • Jürgen Hermann (Stellvertretender Vorsitzender; Leiter der Abteilung Selbstverwaltung)
  • Dr. Rolf-Gerd Matthesius,  BARMER VersichertenGemeinschaft
  • Totila Wolfgang Pauli, Barmer VersichertenGemeinschaft
  • Norbert Pelikan, BfA DRV-Gemeinschaft
  • Ute Emsel, ver.di  ACA   IGM  IG BCE
  • Michael Esser, ver.di  ACA   IGM  IG BCE
  • Lutz Freitag, BARMER GEK-Versichertenvereinigung
  • Michael Eßer,  ver.di ACA IG Metall
  • Susanne Fischer, Gruppe der Arbeitgeber (Freie Liste Wiethölter u.a.)

 

Am 4. Januar 2017, 9.00 Uhr, fand eine öffentliche Sitzung des Wahlausschusses zur Vorbereitung und Durchführung der Wahl zum Verwaltungsrat der BARMER im Jahr 2017 statt. Der Wahlausschuss befasste sich mit den Vorbereitungen für die Sozialwahl 2017. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat der Wahlausschuss die „Mitteilung über Einzelheiten der Wahl zum Verwal-tungsrat der BARMER“ beschlossen, die Sie auf dieser Seite oben rechts als pdf-Datei herunterladen können.

Es sind alle Mitglieder der BARMER wahlberechtigt, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Stichtag für das aktive Wahlrecht ist der 1. Januar 2017. Die Mitglieder der BARMER müssen in Deutschland, in einem Staat der Europäischen Union oder in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz leben oder arbeiten.

Wählbar ist, wer am 1. Januar 2017 (Tag der Vereinigung der BARMER GEK und der Deutschen BKK)


1. zur Gruppe der Versicherten oder zur Gruppe der Arbeitgeber gehört,

2. das 18. Lebensjahr vollendet hat,

3. das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag besitzt oder im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland seit mindestens sechs Jahren eine Wohnung innehat, sich sonst gewöhnlich aufhält oder regelmäßig beschäftigt oder tätig ist,

4. eine Wohnung im Geschäftsgebiet der BARMER, also in der Bundesrepublik Deutschland, innehat oder sich gewöhnlich dort aufhält oder regelmäßig dort beschäftigt oder tätig ist.

 

Die Sozialwahl ist eine Listenwahl.

Nach § 48 Absatz 1 Satz 1 SGB IV besitzen nachfolgende Organisationen und Personen das Recht, Vorschlagslisten einzureichen:


1. Gewerkschaften sowie andere selbständige Arbeitnehmervereinigungen mit sozial- oder berufspolitischer Zwecksetzung (sonstige Arbeitnehmervereinigungen) sowie deren Verbände,

2. Vereinigungen von Arbeitgebern sowie deren Verbände,

3. Versicherte und Arbeitgeber (freie Listen).


Gewerkschaften sowie andere selbständige Arbeitnehmervereinigungen mit sozial- oder berufs-politischer Zwecksetzung (sonstige Arbeitnehmervereinigungen) sind nur dann berechtigt, eine Vorschlagsliste einzureichen, wenn

  • ihre Vorschlagsberechtigung nach §§ 48c oder 48b SGB IV vorab festgestellt worden ist

oder

  • sie seit der letzten Wahl mit mindestens einer Vertreterin/einem Vertreter ununterbrochen im Verwaltungsrat der BARMER vertreten sind

bzw.

  • sie bis zum 31. Dezember 2016 in den Verwaltungsräten der BARMER GEK oder der Deutschen BKK

oder

  • sie bis zum 31. Dezember 2014 in den Verwaltungsräten der BKK ESSANELLE oder der Deutschen BKK vertreten waren.


Schließen sich zwei oder mehrere Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberorganisationen zusammen, gilt die Bedingung der ununterbrochenen Vertretung als erfüllt, wenn auch nur eine dieser Organisationen seit der letzten Wahl dem Verwaltungsrat ununterbrochen angehört.

Arbeitgeberorganisationen sowie die freien Listen der Versicherten und der Arbeitgeber müssen keine Vorschlagsberechtigung nach den §§ 48b oder 48c SGB IV einholen. Sie müssen ihre Listen lediglich form- und fristgerecht einreichen.

Die Verbände der vorschlagsberechtigten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen können nur dann eigene Vorschlagslisten einreichen, wenn alle oder zumindest drei ihrer vorschlagsberechtigten Mitgliedsorganisationen auf das Einreichen eigener Vorschlagslisten verzichten (§ 48 Absatz 1 Satz 2 SGB IV). Der Verzicht muss nicht ausdrücklich erklärt werden. Er liegt vor, wenn die vorschlagsberechtigten Organisationen bis zum Ablauf der Einreichungsfrist keine eigenen Vorschlagslisten eingereicht haben (§ 22 Absatz 2 Satz 2 SVWO).

Lesen Sie in den  "Einzelheiten zur Wahl des BARMER Verwaltungsrates" oben rechts, wer vorschlagsberechtigt und wer als Mitglied des Verwaltungsrates der BARMER wählbar ist.

 

 

Am 30. Januar 2017, 9.30 Uhr, findet die nächste öffentliche Sitzung des Wahlausschusses zur Vorbereitung und Durchführung der Wahl zum Verwaltungsrat der BARMER im Jahr 2017 statt.
Ort: BARMER Hauptverwaltung
Raum: „652"
Lichtscheider Straße 89,
42285 Wuppertal

Am 2. März 2017, 11.00 Uhr, findet die nächste öffentliche Sitzung des Erledigungsausschusses der BARMER zur Vorbereitung der Sozialwahl 2017 statt.
Ort: Hauptsitz der BARMER
Raum: „1.1.1 B (1. Etage)"
Axel-Springer-Straße 44,
10969 Berlin

Nachdem ich mich in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einer Mitarbeiterin der Geschäftsstelle dazu entschlossen habe, zur BARMER zu wechseln, habe ich mich auf der Homepage der BARMER im Internet über die Leistungen informiert. Bei dieser Recherche bin ich auch auf das Thema „Sozialwahlen“ gestoßen. Ich finde die Trennung zwischen Staat und Sozialversicherung wichtig, sie sichert Entscheidungsspielräume und Flexibilität der einzelnen Träger. Die Vertreterinnen und Vertreter der Selbstverwaltung sind dem Wohl der Versicherten verpflichtet und nicht den Leitlinien einer staatlichen Verwaltung. Das bedeutet praxisorientierte Beteiligung  und basisorientierte Lösungen. Die Beteiligung der Versicherten ist für mich Demokratie. Ich werde mich 2017 mit den einzelnen Vorschlagslisten, den Kandidatinnen und Kandidaten und den sozialpolitischen Zielvorstellungen auseinandersetzen. Diese sind im Internet nachlesbar und liegen vor der Wahl auch in den Geschäftsstellen der BARMER aus. Die Selbstverwaltung ist das oberste Entscheidungsgremium der BARMER und bestimmt die Strategie der Kasse. Ich möchte, genau wie bei einer Landtags- oder Bundestagswahl, mit meiner Stimme Einfluss auf die Qualität und Leistungsstärke meiner Kranken- und Pflegekasse nehmen. Deshalb nehme ich auf jeden Fall an der Sozialwahl 2017 teil.


Emir Mehmedovic

Emir Mehmedovic, Göttingen

 

Selbstverständlich sind mir die Sozialwahlen bekannt. Alle sechs Jahre wählen die Mitglieder ihre Versichertenvertreter. Ich halte Mitbestimmung für wichtig! Jeder sollte von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Wer sich nicht engagiert, sollte sich über gewisse Ergebnisse und sozialpolitische Entscheidungen nicht beschweren. Wenn ich die Wahlunterlagen erhalte, werde ich sicherlich zusätzlich recherchieren. Ich werde digitale Medien nutzen und mich gegebenenfalls auf der Internetseite der BARMER zusätzlich informieren. Ich werde 2017 an der Sozialwahl der BARMER teilnehmen. Wie schon gesagt, sollte man die Chance zur Mitbestimmung nutzen. Gesundheit ist ein wichtiges Thema und der Verwaltungsrat beschließt unter anderem auch die Satzungsleistungen der BARMER.

Norbert Doktor

Peter Gormanns, Berlin

 

Die Möglichkeit der Mitbestimmung bei der BARMER halte ich für sehr wichtig. Unter dem Motto: 'Wähle Deine Einstellung.' Ich habe bisher noch an keiner Sozialwahl teilgenommen. Jetzt werde ich meine Stimme nutzen und wählen. Mein Hauptgrund ist die Chance, mein Recht als Versicherte und Patientin zu stärken und Einfluss auf die Qualität und Leistungskraft meiner Kasse zu nehmen.  

 Katja Mann

Katja Mann, Magdeburg

 

Die Möglichkeit der Mitbestimmung in meiner Kasse ist mir sehr wichtig. 2011 war ich noch nicht 16 Jahre alt und konnte somit noch nicht wählen. Wenn künftig Wahlunterlagen in meinem Briefkasten liegen, werde ich mich damit befassen. Gründe, sich an der Sozialwahl zu beteiligen sind, dass ich nicht nur der Politik die Zukunft von Gesundheit überlassen möchte, dass Gesundheit für mich ein wichtiges Zukunftsthema ist und die Möglichkeit der Mitsprache, wer bei der BARMER über wichtige Fragen für meine Zukunft entscheidet.

Julius Forell

Julius Forell, Mannheim

 

Viele Menschen sind 1989 auch in Magdeburg für die Demokratie auf die Straße gegangen. Für mich waren die Intransparenz und die Willkür der DDR nur schwer zu ertragen. Auch wenn es heute manchmal nicht leicht fällt, all die komplizierten Prozesse in Politik und Verwaltung zu verfolgen und zu durchschauen, gibt es die Möglichkeit, sich zu informieren und mitzubestimmen. Man muss es nur tun. Für mich ist es selbstverständlich geblieben, mein Wahlrecht zu nutzen. Das gilt auch für die Sozialwahl. Denn wer seine Stimme nicht abgibt, verliert sie. Es wäre schade darum.

Norbert Doktor

Norbert Doktor, Magdeburg


 

Ich denke, wir sind in Sachen Sozialwahl auf einem guten Weg. Wir müssen die Menschen besser erreichen, wir müssen uns und unseren Auftrag noch deutlicher machen und zwar auf allen Kanälen, die uns zur Verfügung stehen. Wir als Verwaltungsrat sorgen dafür, dass die Versicherten im Fall der Fälle auf eine optimale Versorgung setzen können. Wir sind keine Geldsammelstelle, sondern organisieren mit den Beitragsgeldern eine hochwertige Gesundheitsversorgung. Diese Kernbotschaft werden wir in den kommenden Monaten öffentlichkeitswirksam immer wieder senden.

 

Bernd Heinemann, Verwaltungsratsvorsitzender der BARMER

 

Wir können uns aber nur dann engagiert und erfolgreich gegenüber der Politik und den Leistungserbringern für die Interessen der Versicherten einsetzen, wenn wir über eine möglichst hohe Wahlbeteiligung für eine entsprechende Legitimation sorgen. Deshalb ist es nach wie vor nötig zu erläutern, welche hohe Bedeutung die Vertretung der Versicherten in den Verwaltungsräten hat. Sie sind die Repräsentanz derer, die mit ihren Versichertenbeiträgen Geld in eine Kasse einzahlen und die Geschicke mitbestimmen. Wenn die zahlreichen Fragen der Datensicherheit geklärt werden können, wären Online-Wahlen sicherlich eine Option, um die Beteiligung zu erhöhen.

 

Ulrike Hauffe, stv. Verwaltungsratsvorsitzende der BARMER

 

Wir müssen den Mitgliedern der BARMER deutlich machen, dass jede einzelne Stimme bei der Sozialwahl einen sehr wichtigen Beitrag dazu leistet, die Interessen der großen Versichertengemeinschaft besser durchsetzen zu können. Je höher die Wahlbeteiligung, desto besser unsere Verhandlungsposition gegenüber den Leistungserbringern und auch der Politik.

 

Dirk Wiethölter, Mitglied des Verwaltungsratspräsidiums

 

 

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass das Jahr 2017 ein Superwahljahr für Deutschland wird. Auf dem Programm stehen drei Landtagswahlen - im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen -, bevor im September der nächste Bundestag gewählt wird. Und eine weitere wichtige Wahl steht in diesem Jahr an, die schnell in Vergessenheit gerät: die Sozialwahl. Mehr als 51 Millionen Wahlberechtigte bestimmen bei der Sozialwahl darüber, wer bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und Saarland sowie bei den Ersatzkassen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Selbstverwaltung sitzt und dort die wichtigen Entscheidungen trifft. Diese Wahlen finden Ende Mai statt. Die BARMER macht eine Ausnahme. Denn durch die Fusion Anfang des Jahres wählen die Mitglieder der neuen BARMER ihre Versichertenvertreter in der Zeit von Anfang September bis zum Stichtag 4. Oktober. Es geht um die ganz wichtige Wahl eines starken Verwaltungsrates für die neue Kasse. Meine Bitte an Sie: Machen Sie mit und werben Sie in Ihrem Umfeld für die Beteiligung an der Sozialwahl.

 

Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

Was ist eigentlich Solidarität? Wie wichtig sind dir Menschen, auf die du dich verlassen kannst und die für dich da sind, wenn du Unterstützung brauchst? Auf Initiative der ehrenamtlichen Selbstverwaltung suchte auch die BARMER GEK junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, die im Netz über ihre intensivsten Erfahrungen mit Gemeinschaft und sozialem Engagement berichten und diese Erlebnisse mit anderen teilen wollten.
Denn jeder braucht mal Hilfe und jeder kann mal helfen. Für andere oder eine gute Sache aktiv zu sein, ist schließlich nicht nur Arbeit, sondern kann auch enorm viel Spaß machen. Das sollte insbesondere die Aktion "Be a Socializer" zeigen, die bereits Ende Oktober 2015 gestartet wurde, und bei der Jugendliche auf der Kampagnenplattform im Internet ihre ganz persönliche Geschichte erzählen und als Text- oder Videobotschafthochladen konnten.
Coole Kampagne – klasse Preise

Die BARMER und weitere fünf Ersatzkassen haben zusammen mit dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) den Sieger des Jugendwettbewerbs „Be a Socializer“ gekürt. Der 17-Jährige Fabian Girschick aus dem bayerischen Jettingen-Scheppach erhielt am 20. Juli 2016 den „Best Socializer-Award“ für sein Projekt „The power of socialization: 3.500 Euros for disadvantaged people“. Mit dem Preis ehren die Selbstverwalter der Ersatzkassen Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ehrenamtlich sozial engagieren. Preisträger Girschick versteigert seit 2012 zweimal jährlich im Internet von Prominenten signierte Gegenstände und organisiert zudem Wohltätigkeitsveranstaltungen. Die Einnahmen und die gesammelten Spenden kommen gemeinnützigen Organisationen zugute: über 3.500 Euro bislang. Mit dem „Best Socializer-Award“ erhielt Girschick auch einen Gutschein für einen exklusiven Filmdreh im Jugend Film Camp Arendsee. Dort erhalten er und vier Freunde die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung einen Kurzfilm zu produzieren. Zum Preis gehört zudem ein Treffen mit dem Schauspieler Tom Wlaschiha aus der Fernsehserie "Game of Thrones".

Unter allen Teilnehmern waren zudem drei Kartenpakete für das Farben- und Musikfestival Holi Gaudy 2016 verlost worden. Als Gewinner wurden ausgewählt: Katinka Heinke aus Jesberg, Pardis Aflaki aus Darmstadt und Antje Langerbein aus Seevetal.

Der Jugendwettbewerb „Be a Socializer“ wurde im Rahmen der gemeinsamen Öffentlichkeitskampagne zur Arbeit der Selbstverwaltung von den sechs Ersatzkassen, Techniker Krankenkasse (BARMER, TK, DAK-Gesundheit, KKH Kaufmännische Krankenkasse, Handelskrankenkasse (hkk) und HEK – Hanseatische Krankenkasse, dem vdek und der Deutschen Rentenversicherung Bund ausgerufen.
Informationen über die Preisträger und die eingereichten Beiträge sind auf der Plattform www.be-a-socializer.de eingestellt.


 

Webcode dieser Seite: u000033 Autor: Barmer Erstellt am: 28.09.2016 Letzte Aktualisierung am: 01.03.2017
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