Versorgung mit TENS- und EMS-Geräten

Ab dem 01.10.19 (Verordnungsdatum) haben Sie die Möglichkeit, unsere Versicherten mit einem TENS- oder EMS-Gerät zu versorgen. Hierzu können Sie ab sofort einem Vertrag nach § 127 Abs. 1 SGB V beitreten, sofern Sie die gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen erfüllen, also insbesondere, wenn die erforderliche Präqualifizierung (09A) vorliegt.

Im Auftrag aller Ersatzkassen erfolgt die Abwicklung des Beitrittsverfahrens über den Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), Askanischer Platz 1, 10936 Berlin, Tel. 030-269311745

Die Vertragsunterlagen und die dazugehörige Beitrittserklärung können Sie unter folgender Adresse anfordern: vertragsbeitritte@vdek.com

Übergangsregelungen vor Vertragsbeitritt:

Bis zum Abschluss eines Vertrages nach § 127 Abs. 2 SGB V ermöglichen wir für einen begrenzten Zeitraum die Versorgung unserer Versicherten zu folgenden Bedingungen:

Vor der Auslieferung benötigen Sie grundsätzlich für jede Versorgung eine Genehmigung der BARMER gemäß § 127 Abs.3 SGB V. Erst mit der entsprechenden Genehmigung können Sie die Versorgung durchführen und Ihre Leistung mit uns abrechnen.
Für die Beantragung übermitteln Sie uns bitte einen elektronischen Kostenvoranschlag.
Sie haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit das Gerät direkt, d.h. ohne vorherige Genehmigung seitens der BARMER, mit uns abzurechnen. Dies hat für Sie den Vorteil, keinen Kostenvoranschlag stellen zu müssen und die Versorgung / Abrechnung umgehend durchführen zu können.

Checkliste: Unter welchen Voraussetzungen kann eine Direktabrechnung erfolgen?

  • Sie sind für den Produktbereich 09A präqualifiziert
  • Ihnen liegt eine ärztliche Verordnung über ein TENS-oder EMS-Gerät (PG 09.37.01.1 / PG 09.37.02.1) für einen BARMER-Versicherten vor
  • Der Versicherte hat seinen Wohnsitz außerhalb der Bundesländer Hessen / Rheinland-Pfalz oder Saarland (diese Bundesländer werden aufgrund der in diesem Los noch gültigen Ausschreibung bis zum 30.11.19 exklusiv von der Firma schwa-medico GmbH versorgt)
  • Sie rechnen die Leistung in Form von Versorgungspauschalen ab. Die nachfolgenden Angaben sind bei der Abrechnung zwingend zu übermitteln. Ein höherer Preis für die jeweiligen Versorgungspauschale ist nicht direkt abrechenbar. Sollten Sie die Erstpauschale direkt abrechnen, sind die in diesem Versorgungsfall ggf. nachfolgenden Pauschalen ebenfalls unter Einreichung einer neuen ärztlichen Verordnung über diesem Wege abzurechnen.

KZHVersorgungszeitraumProdukt-BesonderheitPG 09.37.01.1 (netto)PG 09.37.02.1 (netto)MwSt.
KZH 083 Monate (Erstversorgung)99 99 05 000024,50 €25,50 €1 = voll
KZH 093 Monate (1.Folgeversorgung)99 99 09 000012,95 €13,95 €1 = voll
KZH 096 Monate (2. Folgeversorgung)99 99 10 000018,50 €19,50 €1 = voll
KZH 0912 Monate (weitere Folgeversorgungen)99 99 31 000020,00 €21,00 €1 = voll


  • Die Versorgung erfolgt im Rahmen einer Versorgungspauschale und beinhaltet sowohl das jeweilige Gerät inkl. des jeweils für den individuellen Einzelfall medizinisch benötigtem Zubehör (Elektroden, Elektrodenkabel und ein Batteriesatz oder Akkus mit Ladegerät). Reparaturen, Nachlieferungen von Zubehör und die Möglichkeit einer kostenlosen Rücksendung des Gerätes sind mit der jeweiligen Pauschale abgegolten.
  • Die Geräte und die im Lieferumfang befindlichen Elektroden und Zubehörteile müssen die Anforderungen des Hilfsmittelverzeichnisses erfüllen
  • Sie übernehmen die Verpflichtungen einschließlich personeller Anforderungen, die sich für die Versorgung mit Produkten aus dem Medizinproduktegesetz, der Medizinproduktebetreiberverordnung und den sonstigen Sicherheitsvorschriften ergeben
  • Bei der Abrechnung der Erstpauschale ist die Empfangsbestätigung des Versicherten beizufügen. Darüber hinaus ist jeder Versorgungspauschale eine neue ärztliche Verordnung beizufügen.
  • Für die Abrechnung ist zwingend folgender Leistungserbringergruppenschlüssen (LEGS) anzugeben: 19 00 090

Die Abrechnung wird nach erfolgter Versorgung vorgenommen. Die Abrechnung erfolgt grundsätzlich einmal monatlich in Form einer Sammelrechnung bei der von der BARMER benannten Abrechnungsstelle.
Abrechnungsstelle der BARMER ist derzeit:

DDG-Rechnungsprüfstelle der BARMER
Postfach
45120 Essen
- im Folgenden DDG genannt –


Übersteigt die monatliche Sammelrechnung die Summe von 500 Verordnungen, ist sie in mehrere einzelne Sammelrechnungen zu splitten, die jedoch gleichzeitig einzureichen sind. Auch im Fall einer Splittung darf eine einzelne Sammelrechnung die Summe von 500 Verordnungen nicht übersteigen.
Für die Abrechnung gelten die Richtlinien des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen über Form und Inhalt des Abrechnungsverfahrens mit sonstigen Leistungserbringern nach § 302 Abs. 2 SGB V - im Folgenden Richtlinien genannt - in der jeweils gültigen Fassung.

Die Abrechnung hat folgende Bestandteile

  • Im EHI-Segment ist im Feld „Art der abgegebenen Leistung“ die Abrechnungspositionsnummer 10-stellig anzugeben
  • Das Feld Positionsnummer für Produktbesonderheiten
  • Das Feld „Kennzeichen für Hilfsmittel“
  • Der Leistungserbringergruppenschlüssel
  • Empfangsbestätigung des Versicherten
  • Ärztliche Verordnung im Original

Für eine zeitnahe Bearbeitung sind Kostenvoranschläge in elektronischer Form (eKV) einzureichen. Für die Bearbeitung von Kostenvoranschlägen setzt die BARMER eine elektronische Hilfsmittel-Plattform ein. Die elektronischen Daten sind an die BARMER bzw. den beauftragten Dienstleister zu übermitteln. Derzeit beauftragter Dienstleister für die elektronische Hilfsmittelplattform ist die

HMM Deutschland GmbH
Eurotec-Ring 10
47445 Moers


Informationen zum aktuellen Dienstleister finden Sie unter:
www.x3-standard.de oder www.x3.net/x3-standard.html

Folgende Angaben sind bei der Einreichung des Kostenvoranschlages zwingend erforderlich:

  • Leistungserbringergruppenschlüssel (LEGS)
  • Hilfsmittelpositionsnummer
  • Kennzeichen Hilfsmittel (KZH)
  • Produktbesonderheit
  • Preis netto / Preis brutto

Bitte denken Sie auch daran die ärztliche Verordnung als Anlage beizufügen, da eine Genehmigung ansonsten nicht erfolgen kann. Ihre Abrechnung muss mit den genehmigten Daten des ekV übereinstimmen.

Weitere Informationen zum Verfahren erhalten Sie hier.

 

Webcode dieser Seite: u000518 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 26.09.2019
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