Abbildung der EGK Vorderseite
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Zu Ihrer Gesundheitskarte können Sie sich von der Barmer eine PIN zusenden lassen. Diese PIN--Persönliche Identifikationsnummer benötigen Sie, wenn Sie medizinische Dokumente auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte ablegen möchten oder wenn Sie die elektronische Patientenakte Barmer eCare auf den unten beschriebenen Wegen nutzen möchten.

Hinterlegen von medizinischen Dokumenten auf der Gesundheitskarte

Aktuell sind bereits die ersten medizinischen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte in Betrieb. Wenn Sie möchten und Ihre Zustimmung erteilen, können bereits teilnehmende Ärzte dann den elektronischen Medikationsplan oder Notfalldaten auf Ihrer Versichertenkarte speichern. Eine Ausstattung aller Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken ist zukünftig angedacht. 
Ausführliche Informationen zu diesen neuen Anwendungen hat die gematik (Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH) für Sie zusammengestellt:

Ab 2021: Nutzung der elektronischen Patientenakte Barmer eCare

Ab 2021 können Sie sich eine eCare (elektronische Patientenakte) einrichten. Sie können diese einfach per App nutzen und sich mit Ihrem Benutzerkonto einloggen – in diesem Fall benötigen Sie Ihre Gesundheitskarte nicht. 

Sie benötigen Ihre Gesundheitskarte aber, wenn Sie sich in der eCare-App mit Gesundheitskarte und PIN--Persönliche Identifikationsnummer einloggen möchten oder wenn Sie die eCare ohne App nutzen möchten.

Mehr Informationen zur eCare

So bekommen Sie eine PIN zu Ihrer Gesundheitskarte

Die Ausgabe einer PIN unterliegt hohen Sicherheitsbestimmungen. Kommen Sie deshalb ab dem 14.12.2020 persönlich in eine Geschäftsstelle der Barmer, wenn Sie eine PIN--Persönliche Identifikationsnummer benötigen. Bringen Sie bitte Ihre Gesundheitskarte sowie Ihren Personalausweis oder Reisepass mit. Nachdem wir Ihre Identität geprüft haben, senden wir Ihnen eine PIN--Persönliche Identifikationsnummer per Post.

Wegen der aktuellen Situation bitten wir Sie, die Verifizierung in Ihrer Geschäftsstelle erst nach dem 31. Januar anzugehen.

Häufige Fragen zur PIN für die Gesundheitskarte

  • Eine PIN--Persönliche Identifikationsnummer wird auch als Geheimzahl bezeichnet. Sie ist nur Ihnen bekannt. Wenn Sie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Speichern von medizinischen Informationen aufgefordert werden, Ihre PIN einzugeben, wird die Eingabe auf Korrektheit überprüft. Wenn Sie die richtige PIN eingegeben haben, wird der Vorgang fortgesetzt. Wenn nicht, erfolgt ein Abbruch des Vorgangs und Sie werden erneut zur Eingabe der PIN aufgefordert. Wenn Sie die PIN öfter als dreimal falsch eingegeben haben, wird die Versichertenkarte für weitere PIN-Eingaben gesperrt.
  • Mit der Eingabe der PUK (englisch für: Personal Unblocking Key) können Sie die Sperrung der Versichertenkarte wieder aufheben. Ob eine Entsperrung der Karte möglich ist, hängt von dem Softwaresystem Ihres Arztes ab. Es kann durchaus möglich sein, dass Ihre Karte nicht entsperrt werden kann. Aus diesem Grund ist sehr wichtig, dass Sie bei der Eingabe der PIN sorgfältig vorgehen.

Nein, für Sie ändert sich erst einmal nichts. Weiterhin reicht die Vorlage Ihrer Versichertenkarte, um beim Arzt, im Krankenhaus oder in der Apotheke Leistungen zu erhalten. Sofern Sie einen PIN--Persönliche Identifikationsnummer/PUK-Brief vorliegen haben, bitten wir Sie, diesen sicher aufzubewahren (Gültigkeit PIN/PUK = Dauer Gültigkeit der elektronischen Gesundheitskarte). Wenn Ihr Arzt Sie in Zukunft nach Ihrer PIN fragen sollte, sind Sie bestens darauf vorbereitet.

  • Aktuell benötigen Sie Ihre PIN--Persönliche Identifikationsnummer ausschließlich für die Nutzung des elektronischen Medikationsplans.
  • Als weitere Anwendung können Notfalldaten auf die Versichertenkarte geschrieben werden. Zur Nutzung dieser Funktionen müssen Sie Ihr Einverständnis geben, was auf der Karte dokumentiert wird. Eine PIN-Eingabe ist jedoch nicht erforderlich.
  • Ab 2021 können Sie Ihre Gesundheitskarte und PIN verwenden, um sich in der eCare-App einzuloggen oder Ihrem Arzt in der Praxis eine Berechtigung für den Zugriff auf die eCare zu erteilen.
  • Für den elektronischen Medikationsplan gilt, dass ein Arzt auf Ihren Wunsch hin diesen auf die Karte schreiben soll, wenn Sie mehr als drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen.
  • Für die Notfalldaten gilt, dass ein Arzt auf Ihren Wunsch hin diese auf die Karte schreiben soll, wenn dies aufgrund Ihres Gesundheitszustandes (zum Beispiel bei Arzneimittelunverträglichkeiten, Medikationen oder Implantaten) angezeigt ist.
  • Ob die Voraussetzungen konkret für Sie gegeben sind, beurteilt Ihr Arzt. Bitte sprechen Sie dies mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie die PIN--Persönliche Identifikationsnummer vergessen haben und eine Anwendung nutzen möchten, für die eine Eingabe der PIN notwendig ist, müssen wir Ihnen eine neue Karte mit einer neuen PIN ausstellen. Bitte melden Sie sich diesbezüglich bei uns.

Nein, eine PIN--Persönliche Identifikationsnummer kann nur einmal gedruckt werden und muss aus Datenschutzgründen gelöscht werden.

  • Die PIN--Persönliche Identifikationsnummer ist eine Geheimzahl. Um Missbrauch zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass diese Zahl nur Ihnen bekannt ist.
  • Auch wenn Sie heute noch keine der neuen Funktionen nutzen, empfehlen wir Ihnen, die PIN und PUK an einem sicheren Ort aufzubewahren, auf den Sie bei Bedarf zugreifen können. Wenn Sie die PIN nicht auffinden können, ist somit ausgeschlossen, dass dritte Personen mit Ihrer Versichertenkarte bestimmte Funktionen nutzen.

Ja, wenn Sie eine neue Versichertenkarte von der Barmer erhalten, benötigen Sie eine neue PIN--Persönliche Identifikationsnummer. Kommen Sie dazu bitte mit Ihrer neuen Karte und Ihrem Personalausweis oder Reisepass in eine Barmer-Geschäftsstelle. Anschließend senden wir Ihnen eine neue PIN zu. Diese Verifizierung der Gesundheitskarte wird in Kürze alternativ auf sicherem digitalen Weg möglich sein. 

Sofern Sie Interesse haben, die neuen Funktionen Ihrer Versichertenkarte zu nutzen, sprechen Sie bitte beim nächsten Besuch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darauf an. Man sollte Ihnen vor Ort Auskunft darüber geben, ab wann die Nutzung der neuen Funktionen in der Praxis möglich ist.

Nein, die Dokumente in Ihrer eCare werden nicht auf der Gesundheitskarte gespeichert, sondern auf sicheren Servern. Die Gesundheitskarte dient nur dem sicheren Zugriff auf die eCare.

Vorteil: Wenn Sie eine neue Gesundheitskarte bekommen, gehen die eCare-Daten nicht verloren, da sie ja zentral gespeichert sind.   

Sie können diese Dokumente sowohl auf der Gesundheitskarte als auch in der eCare speichern lassen.

Vorteil der Speicherung auf der Gesundheitskarte: Der Notfalldatensatz ist im Notfall zugänglich ohne dass Sie dafür eine Berechtigung erteilen müssen.
Vorteil der Speicherung in der eCare: Sie können per App jederzeit selbst darauf zugreifen und medizinische Einrichtungen für einen Zugriff berechtigen, sobald diese für Zugriffe auf elektronische Patientenakten ausgestattet sind. 


Webcode: a006209 Letzte Aktualisierung: 07.01.2021
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