Mehr als jeder fünfte Schleswig-Holsteiner hat Rückenschmerzen - Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer

Kiel, 13. März 2020 – Mehr als 22 Prozent der Schleswig-Holsteiner sind im Jahr 2018 wegen Rückenschmerzen beim Arzt gewesen. Das geht aus einer Auswertung der Barmer hervor. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Knapp ein Viertel (24,9 Prozent) der Schleswig-Holsteinerinnen plagte das Kreuz mit dem Kreuz (Männer: 19,7 Prozent). „Rückenschmerzen sind der dritthäufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März. „Warum Frauen mehr von Rückenschmerzen betroffen sind als Männer, können wir nicht sagen. Allerdings haben Rückenschmerzen meistens vielfältige Ursachen. Neben körperlichen können auch seelische Faktoren eine Rolle spielen“, erläutert Hillebrandt.

Verschleiß nur selten die Ursache für Rückenschmerzen

Meist spielen bei Rückenschmerzen mehrere Faktoren zusammen, etwa zu wenig Bewegung, eine schwache Muskulatur, das Alter und auch Übergewicht. Ein Verschleiß von Bandscheiben oder Wirbelsäule erklärt die Rückenschmerzen eher selten. 70 Prozent der Röntgenbilder von 50-Jährigen würden hier sichtbare Abnutzungen zeigen. Aber eben auch bei denen, die keine Rückenschmerzen hatten. Hillebrandt: „Statt endlos nach der Ursache von Rückenschmerzen zu forschen ist es oft sinnvoller zu erkennen, was eine rasche Rückkehr zum Alltag verhindert und was davon verändert werden kann.“ 

Eine Frage der Einstellung?

Wichtig sei laut Barmer die Einstellung zu Rückenschmerzen. In weniger entwickelten Ländern seien Rückenschmerzen kein gravierendes Problem, trotz härterer Lebensbedingungen. Dies könne auf die Einstellung zum Schmerz zurückzuführen sein. „Entscheidend für den Umgang mit Rückenschmerzen ist die Überzeugung, dass man sie selbst beeinflussen kann“, so Bernd Hillebrandt. Neben körperlichem Training könnten auch Entspannungstechniken dazu beitragen, Schmerzen zu bewältigen.

Weitere Informationen und Tipps für einen gesunden Rücken unter www.barmer.de/s000714.

Webcode dieser Seite: p014833 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 12.03.2020
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