Warum Rheuma bei Kindern so tückisch ist

Berlin, 21. März 2019 – Jedes Jahr erkranken etwa 1.500 Kinder in Deutschland an Gelenkrheuma. Insgesamt gibt es hierzulande etwa 15.000 betroffenen Kinder und Jugendliche. Die Symptome von Rheuma sind bei Kindern jedoch schwer zu deuten. „Gerade kleine Kinder können Rheuma-Beschwerden noch nicht klar äußern und fallen eher durch Verhaltensänderungen auf. Das Kind möchte morgens nicht mehr aufstehen, ist häufig schlecht gelaunt, weniger leistungsfähig oder will nicht mehr selbst laufen,“ erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer. Wenn schmerzende Gelenke sich warm anfühlten und das Kind sie nicht mehr belasten wolle, sollten Eltern den Kinderarzt aufsuchen.

Rheuma bei Kindern: Erkrankung mit vielfältigen Symptomen

Gelenkrheuma bei Kindern und Jugendlichen, von Medizinern auch Juvenile idiopathische Arthritis (JIA) genannt, sei auf eine Störung des Autoimmunsystems zurückzuführen. Das körpereigene Abwehrsystem, richte sich gegen die Gelenkinnenhaut, wodurch es zur Entzündung komme. In der Folge werde mehr Gelenkflüssigkeit gebildet, und das Gelenk schwelle an. JIA könne sich aber zusätzlich in verschiedenen Organen äußern, zum Beispiel an Augen, Nieren oder Haut. Marschall: „Wird die Erkrankung nicht therapiert, kann das betroffene Gelenk allmählich zerstört werden und Fehlhaltungen, Wachstumsstörungen sowie Muskelschwund die Folge sein.“ Mit der richtigen Therapie und einem frühzeitigen Therapiebeginn bestünden aber gute Chancen, die Erkrankung zur Ruhe zu bringen. Sie solle möglichst fachübergreifend stattfinden und neben Arzneimitteln auch Krankengymnastik und Ergotherapie beinhalten.

Barmer vernetzt Ärzte online

Die Barmer ermögliche mit dem telemedizinischen Mitbeurteilungssystem PädExpert einen unkomplizierten Austausch zwischen Pädiatern und einem Fachkollegen, in diesem Falle mit einem Kinderrheumatologen. Diese könnten sich jederzeit online kurzschließen, um sich bei Diagnostik, Therapie und Verlaufskontrolle abzustimmen. Familien, die im Kinder- und Jugendprogramm der Barmer eingeschrieben sind, würden so zusätzliche Besuche beim Spezialisten und weite Fahrten erspart.

Webcode dieser Seite: p011196 Autor: BarmerErstellt am: 21.03.2019 Letzte Aktualisierung am: 21.03.2019
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