Internationaler Tag gegen Lärm: Schon die Kleinsten schützen

Berlin, 25. April 2017 - Unser Alltag ist voller Geräusche und Lärm. Vieles davon können wir gut verdrängen, anderes empfinden wir als Nerv tötend, manches ist sogar schädlich. „Besonders für Kinder können die Folgen von Lärm schwerwiegend sein. Im Extremfall kann dauerhafter Lärm zu Hörminderungen und einer verzögerten Sprachentwicklung führen“, warnt Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der Barmer. Der Nachwuchs solle daher schon früh vor übermäßigem Lärm geschützt werden, rät die Expertin anlässlich des Internationalen Tags gegen Lärm am 26. April.

Hörverlust verläuft schleichend

Laut Umweltbundesamt ist bei jedem achten Kind zwischen acht und 14 Jahren das Hörvermögen beeinträchtigt. Tückisch ist, dass sich die Hörleistung meist nach und nach verschlechtert. Eine Beeinträchtigung wird oft spät festgestellt. Umso wichtiger ist es, den Nachwuchs von klein auf vor großer Lautstärke zu schützen, etwa durch den Kauf von geeigneten Spielzeugen. „Wer akustische Spielzeuge direkt am Ohr testet und als zu laut empfindet, sollte die Finger davon lassen“, sagt Petzold. Ein guter Indikator für eine zu hohe Lautstärke könne das Kind selbst sein. „Viel zu oft beurteilen Erwachsene auf Basis ihrer eigenen Hörschädigung, was sie Kindern zumuten. Sobald das Kind von sich aus äußert, dass ein Geräusch oder die Musik zu laut sei, sollten Erwachsene reagieren“, so die Expertin.

Ruhepausen schaffen

Generell ist es sinnvoll, wenn sich laute Spielphasen mit ruhigen Zeiten abwechseln. In dieser Zeit können Eltern für eine entspannte Atmosphäre sorgen, in der die Kinder lesen, malen oder basteln können. Ältere Kinder und Jugendliche, die häufig über Kopfhörer Musik hören, können Geräte mit Lautstärkebegrenzungssystem nutzen. Die BARMER bietet zusätzlich zwei Apps namens Mimi Hörtest und Mimi Musik an, mit denen die Nutzer einen Hörtest machen können. Auf dieser Basis lässt sich die Musik an das Gehör anpassen, was einen besseren Klang bei geringerer Lautstärke ermöglicht.

Weitere Informationen zu den Mimi-Apps unter: www.barmer.de/g100365

Webcode dieser Seite: p007576 Autor: Barmer Erstellt am: 25.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 25.04.2017
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