Malbücher sind Entspannung auf die bunte Art

Seite eines Malbuchs

Berlin, 2. Februar 2017 - Malbücher für Erwachsene sind seit einiger Zeit voll im Trend. Warum das so ist und welchen therapeutischen Effekt das hat, erläutert Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der Barmer.

Warum ist Malen derzeit so beliebt bei Erwachsenen?

Andrea Jakob-Pannier: Malen hat bei klein und groß einen wichtigen therapeutischen Effekt. Man kann herrlich entspannen, loslassen von Problemen und versinken in die eigene Welt. Weil in vielen Malbüchern die Motive schon vorgezeichnet sind, muss niemand fürchten, zu wenig kreatives Talent mitzubringen. Wir können uns auf Formen und Farben konzentrieren und den Augenblick bewusst wahrnehmen und genießen. Das ist zugleich Achtsamkeit uns selbst gegenüber, aus der wir neue Kraft schöpfen können.

Ist diese Wirkung denn wissenschaftlich belegbar?

Andrea Jakob-Pannier: Ein strenger wissenschaftlicher Nachweis fehlt noch. Allerdings sind positive Effekte des Malens zum Beispiel aus der Kunsttherapie lange bekannt. Wir wissen von vielen guten Erfahrungen Erwachsener, die schon länger Malen zur Entspannung nutzen.

Also entspannen wir und werden zugleich lauter kleine Rembrandts?

Andrea Jakob-Pannier: Kunst und Therapie passen wunderbar zusammen. In diesem Fall geht es aber nicht um künstlerische Klasse. Malen soll vielmehr entspannen. Der Drang zur Perfektion würde da nur neuen Stress auslösen. Es geht um Freude, Entspannung und Spaß. Perfekt muss das Malen nicht sein, und die alten Meister schauen wir uns dann im Museum an, ganz entspannt.

Druckfähiges Foto von Andrea Jakob-Pannier

Mehr Informationen zum Thema

www.barmer.de/p007123

Webcode dieser Seite: p007178 Autor: Barmer Erstellt am: 03.02.2017 Letzte Aktualisierung am: 03.02.2017
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