Gesundes Sitzen im Homeoffice – So können Unternehmen ihre Angestellten unterstützen

Berlin, 14. Januar 2021 – Arbeit im Homeoffice ist im Trend, hat aber ihre Tücken: Häufig ist der Arbeitsplatz im eigenen Zuhause nicht optimal ausgestattet – eine schlechte Sitzhaltung und gesundheitliche Beschwerden können die Folge sein. Wer grundsätzliche Fehler vermeidet, kann aber gesundheitliche Schäden vermeiden. Das beginnt mit der Sitzposition im Zimmer, und endet mit der Höhe des Monitors. Dr. Ulrike Körner, Leiterin des internen betrieblichen Gesundheitsmanagement der Barmer, erklärt in fünf Punkten, wie Arbeitgeber ihre Angestellten dabei unterstützen können, einen ergonomischen Arbeitsplatz einzurichten.

„Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Auch wenn durch längeres Sitzen in der Regel keine Schäden an der Wirbelsäule entstehen, können die Schmerzen zu einer großen Belastung werden,“ erklärt Dr. Ulrike Körner. „Ein Arbeitsplatz, der eine optimale Köperhaltung beim Sitzen ermöglicht, ist deshalb auch im Homeoffice besonders wichtig.“

Die repräsentative Studie social health@work zeigt, dass sich der Arbeitsalltag aufgrund der Corona-Pandemie verändert hat: 56,1 Prozent der Befragten arbeiten (teilweise) mobil, 92,1 Prozent davon unter anderem Zuhause im Homeoffice. Vor der Pandemie wurden durchschnittlich 15,9 Stunden pro Woche mobil gearbeitet, während der Corona-Pandemie wuchs die Zahl auf 35,7 Stunden an.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz begünstigt die Gesundheit

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sollten ihrer Verantwortung für die Gesundheit ihrer Beschäftigten auch im Homeoffice gerecht werden und deshalb ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der ergonomischen Einrichtung ihres Arbeitsplatzes unterstützen, um körperliche Beschwerden zu verhindern. Dr. Ulrike Körner erklärt, wie das funktioniert:

  • Stellen Sie einen ergonomischen Bürostuhl und/oder einen Schreibtisch für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, falls diese im Homeoffice noch nicht vorhanden sind. Sollte im Betrieb kein regulärer Arbeitsplatz verfügbar sein, sind Sie als Arbeitgeberin und Arbeitgeber verpflichtet, im Homeoffice für einen gesundheitsfreundlichen Arbeitsplatz zu sorgen.
  • Machen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Voraussetzungen und die Vorteile eines ergonomischen Arbeitsplatzes aufmerksam.
  • Sprechen Sie persönlich mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und erfragen Sie, ob die Arbeit im Homeoffice körperliche Beschwerden verursacht. Geben Sie Tipps, wie der Arbeitsplatz ergonomischer eingerichtet werden könnte.

Die vollständige Studie finden Sie hier zum Download.

Webcode dieser Seite: p016378 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 18.01.2021
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