Pressemitteilungen 2018

Vor der Heuschnupfensaison: Barmer rät Allergikern zur Immuntherapie

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Berlin, 12. Januar 2018 - Jeder Siebte in Deutschland leidet unter Heuschnupfen. Laut Barmer sei eine wirkungsvolle Maßnahme gegen die Allergie die sogenannte spezifische Immuntherapie. Um den Sommer möglichst ohne tränende Augen und verstopfte Nase genießen zu können, sollten Gräser-Allergiker bereits jetzt im Winter die sogenannte Hyposensibilisierung angehen. Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der Barmer, rät Betroffenen zu einem Arztbesuch. „Heuschnupfen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Abgesehen von Niesattacken und juckenden Augen lässt nicht nur die Leistungsfähigkeit nach. In der Folge kann auch ein Asthma entstehen, wenn man die zunächst nur lästigen Symptome einfach ignoriert“, so Petzold. Eine rechtzeitige Immuntherapie könne Allergiker gegen solche teils chronischen Erkrankungen wappnen.

Frühe Therapie hat beste Erfolgsaussichten

In der Blühphase, wenn die Pollen bereits fliegen, lassen sich nur noch die Symptome der Allergie behandeln. In Herbst und Winter davor jedoch kann durch die Hyposensibilisierung die eigentliche Ursache des Heuschnupfens behandelt werden, nämlich die Überreaktion des Immunsystems auf die sonst harmlosen Pollen. „In mehreren Therapiesitzungen wird der Körper durch die regelmäßige Gabe von Allergenen, den Auslösern der Immunreaktion, an die vermeintlich schädlichen Pollen von Beifuß, Roggen und Co. gewöhnt. Infolgedessen fallen Reaktionen wie eine laufende Nase oder juckende Augen künftig weniger heftig aus oder treten im besten Fall gar nicht mehr auf“, so Petzold. Die Langzeittherapie dauere in der Regel drei Jahre. Der Aufwand lohne sich besonders bei Kindern und Jugendlichen, da die Erfolgsaussichten bei jungen Menschen am höchsten seien.

Mehr Informationen zu Allergien, ihren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten unter www.barmer.de/s000098