Pressearchiv Berlin-Brandenburg 2021

In Brandenburg leiden immer mehr Menschen an krankhaftem Übergewicht. Im Jahr 2019 diagnostizierten Ärztinnen und Ärzte bei rund 293.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger Adipositas, das sind mehr als 11 Prozent der Bevölkerung. Im Jahr 2015 waren es noch rund 266.000. Das entspricht einem Anstieg von zehn Prozent innerhalb von vier Jahren.

In den Pflegeberufen haben Krankenstand und Erwerbsminderungsverrentung ein solches Ausmaß angenommen, dass in Berlin 1.200 Pflegestellen unbesetzt sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Barmer in ihrem Pflegereport, für den sie Diagnosen, Krankschreibungen, Krankenhausaufenthalte und Erwerbsminderungsverrentung von Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege im Zeitraum von 2016 bis 2018 ausgewertet hat.

Die Anzahl der Kinder und Jugendlichen in Brandenburg, die eine Psychotherapie in Anspruch nehmen, hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Das geht aus dem Arztreport der Barmer hervor. Demnach stieg die Anzahl von Kindern und Jugendlichen in psychotherapeutischer Behandlung von 7.100 im Jahr 2009 auf knapp 19.000 im Jahr 2019. Das entspricht einem Anteil von rund 3,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Brandenburg.

Frauen übernehmen während der Corona-Pandemie den Hauptanteil der Kinderbetreuung. Das geht aus einer Analyse der Barmer zum Kinderkrankengeld hervor. Zwei Drittel der insgesamt rund 3.400 Anträge auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld, die im ersten Quartal 2021 bei der Barmer in Brandenburg eingingen, wurden von Müttern gestellt.

In den Pflegeberufen haben Krankenstand und Erwerbsminderungsverrentung ein solches Ausmaß angenommen, dass in Brandenburg derzeit rund 680 Pflegestellen unbesetzt sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Barmer in ihrem Pflegereport, für den sie Diagnosen, Krankschreibungen, Krankenhausaufenthalte und Erwerbsminderungsverrentung von Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege ausgewertet hat.

Seit Beginn des Jahres hat das Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 125 Borreliose-Infektionen in Berlin und Brandenburg registriert. Die Borreliose-Bakterien werden von Zecken übertragen, die schon bei wenigen Graden über dem Gefrierpunkt aktiv werden und nach einem Wirt suchen. Die Barmer rät daher zur Achtsamkeit bei Aktivitäten im Freien.

Zu Jahresbeginn ist mit der elektronischen Patientenakte (ePA) eines der größten Projekte zur Digitalisierung des Gesundheitswesens gestartet. Mit der eCare, wie die elektronische Akte bei der Barmer heißt, steht den rund 895.000 Barmer-Versicherten in Berlin und Brandenburg ein wichtiger Baustein für mehr digitale Gesundheitskompetenz zur Verfügung. Um den erstmaligen Zugang zur eCare zu vereinfachen, können die Versicherten seit dem 15. März auch per App ihre Identität prüfen lassen. 

Rund 30 Prozent der Brandenburger Frauen und 22 Prozent der Brandenburger Männer waren im Jahr 2019 mindestens einmal wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung. Das geht aus einer Analyse der BARMER hervor. Bewegungsmangel ist eine der Hauptursachen hierfür.

Rund 29 Prozent der Berliner Frauen und 21 Prozent der Berliner Männer waren im Jahr 2019 mindestens einmal wegen Rückenschmerzen in ärztlicher Behandlung. Das geht aus einer Analyse der Barmer hervor. Bewegungsmangel ist eine der Hauptursachen hierfür.

Die Verordnungen der umstrittenen Protonenpumen-Inhibitoren (PPI) sind in Berlin nach vielen Jahren des Anstiegs rückläufig. Das geht aus Analysen der Barmer hervor. So ist die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit einer PPI-Verordnung in Berlin von rund 484.000 Personen im Jahr 2016 auf rund 454.000 Personen im Jahr 2019 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent. In den Jahren zuvor waren die Verordnungen kontinuierlich gestiegen.

Die Verordnungen der umstrittenen Protonenpumen-Inhibitoren (PPI) sind in Brandenburg nach vielen Jahren des Anstiegs rückläufig. Das geht aus Analysen der Barmer hervor. So ist die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit einer PPI-Verordnung in Brandenburg von rund 425.000 Personen im Jahr 2016 auf rund 394.000 Personen im Jahr 2019 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent. In den Jahren zuvor waren die Verordnungen kontinuierlich gestiegen. 

Etwa 80 Prozent der seltenen Erkrankungen sind genetisch bedingt. Deshalb ist eine Untersuchung auf Fehler im Erbgut für die Diagnostik und für die Behandlung sehr wichtig. Die Barmer kooperiert bundesweit mit Zentren für seltene Erkrankungen an neun ausgewählten Unikliniken. Dort können Versicherte, die an einer seltenen Erkrankung leiden oder bei denen ein begründeter Verdacht auf eine solche Krankheit besteht, eine Genanalyse zu Lasten der Krankenkasse durchführen lassen. 

Im ersten Halbjahr 2020 haben deutlich weniger gesetzlich Versicherte in Brandenburg wichtige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen als im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie. Rund zehn Prozent betrug der Rückgang bei den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Frauen. Das entspricht rund 26.000 Untersuchungen.

Im ersten Halbjahr 2020 haben deutlich weniger gesetzlich Versicherte in Berlin wichtige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen als im Vergleichszeitraum vor der Corona-Pandemie. Rund elf Prozent betrug der Rückgang bei den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen bei Frauen. Das entspricht rund 42.000 Untersuchungen.

Treten im Homeoffice häufiger Kopf-, Nacken oder Rückenschmerzen, brennende Augen oder Konzentrationsprobleme auf, kann eine nicht optimale Ausgestaltung des Arbeitsplatzes zu Hause die Ursache dafür sein.

Versicherte der Barmer können bis auf Weiteres auch ohne Kita- oder Schulbescheinigung Corona-bedingtes Kinderkrankengeld erhalten. Wenn sie ihr Kind aufgrund der Pandemie zu Hause betreuen müssen, reicht ein einfacher Antrag zur Auszahlung aus. Dieser steht als Vordruck auf der Webseite der Barmer bereit. Der Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung ist nicht erforderlich, da es der Gesetzgeber derzeit nicht explizit vorsieht. 

Der erste Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres hat laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts dazu geführt, dass die Deutschen durchschnittlich ein Kilogramm zugenommen haben. Statistisch ist dies ein signifikanter Anstieg. Als Ursachen werden Bewegungsmangel und ungünstige Ernährungsgewohnheiten vermutet. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gilt es, gesundheitlichen Risikofaktoren im Lockdown konsequent entgegenzuwirken. Die Barme empfiehlt hierfür professionelle Online-Trainings.


Webcode dieser Seite: p016408 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 04.08.2021
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