Barmer Arzneimittelreport

Mit ihren Arzneimittelreports legt die Barmer umfassende versichertenbezogene Auswertungen von Daten zur Arzneimittelversorgung vor. Lesen Sie hier die Reporte aus den Jahren 2010 bis 2016.

Allein in den nächsten fünf Jahren könnten ohne großen Aufwand mehr als vier Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingespart werden. Das Potenzial, überflüssige Mehrausgaben zu verhindern, liegt nach Angaben der Barmer GEK in den sogenannten Biosimilars, Nachahmerprodukten der biotechnologisch hergestellten Arzneimittel (Biologika). Das belegt der Barmer GEK Arzneimittelreport 2016.

Die Barmer GEK fordert, die Preisfestsetzung ausgabenstarker Arzneimittel neu zu ordnen. Dazu soll das jetzige System sinnvoll ergänzt werden. "Für besonders versorgungsrelevante Arzneimittel sollte es künftig eine Schnellbewertung direkt bei Markteintritt und eine Kosten-Nutzen-Bewertung spätestens nach fünf Jahren geben. Sowohl die medizinische als auch die gesundheitsökonomische Bedeutung neuer Arzneimittel soll deren Preis fair mitbestimmen", sagte Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK, bei der Vorstellung des Arzneimittelreports 2015 der Kasse.

Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Medikamente auf dem Markt, und Patienten und Ärzte setzen viele Hoffnungen in diese Präparate. Doch nicht alle Arzneimittel, die neu sind, sind tatsächlich besser. Das belegt der Barmer GEK Arzneimittelreport 2014.

Zu viele Psychopillen für Kinder, zu viele Beruhigungsmittel für demente Senioren und viele Wirkstoffe gleichzeitig für ältere Menschen – zu diesen Feststellungen kommt der Arzneimittelreport 2013 der Barmer GEK.

Warum gibt es so große Geschlechterunterschiede in der Arzneimittelversorgung? Frauen bekommen etwa zwei- bis dreimal mehr Psychopharmaka als Männer. Erklären Rollenklischees oder häufigere Migräneattacken die hohe Verordnungsrate?

Bedenkliche Trends stehen im Mittelpunkt des Arzneimittelreports 2011: Im Fokus stehen Schlafmittel, die an alkoholabhängige Menschen verabreicht werden, starke Beruhigungsmittel, die trotz erhöhtem Sterblichkeitsrisiko an Demenzkranke gegeben werden sowie Antibabypillen, mit einem doppelt so hohen Thromboembolierisiko wie bewährte Präparate.

Neue Arzneimittel gegen Rheuma, Krebs oder Multiple Sklerose belasten zunehmend die Budgets der Krankenkassen. Das belegt der Barmer GEK Arzneimittel-Report 2010, der die Arzneimittelverordnungen der beiden Vorgängerkassen analysiert


Webcode dieser Seite: p006246 Autor: Barmer Erstellt am: 15.12.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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