Digitales Fasten - Verzicht auf Smartphone und Co.

Dresden, 27. Februar 2020 – Digitale Überlastung macht nicht dick, kann aber zu emotionaler Erschöpfung führen. Laut einer Studie zur Digitalisierung der Arbeitswelt, durchgeführt von der Barmer und der Universität St. Gallen, fühlen sich 36 Prozent der 8.046 befragten Berufstätigen müde, wenn sie morgens aufstehen. 30 Prozent haben mindestens an 8 Tagen im Monat Schlafprobleme. „Auslöser sind ständige Erreichbarkeit, die Menge der zu verarbeitenden Informationen und der technologische Anpassungsdruck. Jüngere Beschäftigte nehmen diese Belastungen sogar noch stärker wahr, als ältere Beschäftigte“, erläutert Dr.Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen. Digitales Fasten, also der bewusste Verzicht auf Smartphone und andere digitale Geräte., ist eine Möglichkeit etwas Abstand zu gewinnen.

Online-Präsenz einschränken - Tipps für digitales Fasten im Alltag

Die emotionale Erschöpfung verstärkt sich noch, wenn Handy, Laptop oder Tablet zu Arbeitszwecken auch in der Freizeit genutzt werden. Dadurch verschärfen sich auch die Konflikte zwischen Beruf und Privatleben. Magerl empfiehlt, mit Veränderungen im Alltag eine persönliche Strategie für das digitale Fasten im Alltag zu entwickeln und rät die jetzt kommende Fastenzeit zu nutzen. „Der digitale Wandel kann nicht aufgehalten, aber aktiv gemanagt werden. Dazu gehörten Pausen, in denen Smartphone und Internet bewusst unbeachtet bleiben. Eine Möglichkeit ist es zum Beispiel, den Flugmodus einzuschalten“, erläutert er. In der Freizeit sollten berufliche Mails nicht beantwortet werden. Digitaler Stress lässt sich vermeiden, wenn nicht das Handy den Takt vorgibt. Dabei helfen kann auch, SmartphonesFunktionalitäten vom Esstisch oder zur Nachtruhe aus dem Schlafzimmer zu verbannen, sowie Apps Push-Benachrichtigungen zu verwehren. „Man sollte sich klarmachen, wie viel Zeit das Smartphone kostet, und diese Zeit zumindest zum Teil wieder analog nutzen, sich mit Freunden treffen oder Ausflüge mit der Familie machen“, so Magerl. 

 

Mehr zu Studie:

Ergebnisse einer repräsentativen Längsschnittanalyse 2019
www.barmer.de/u000213

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Webcode dieser Seite: p014737 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 11.09.2020
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