Trotz Urlaub beruflich erreichbar

Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten sind für ihre Arbeitgeber im Urlaub erreichbar, so auch aktuell während der Herbstferien in Thüringen. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom unter 1.003 Beschäftigten hat ergeben, dass 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im Urlaub erreichbar sind – sei es telefonisch (58 Prozent), per Kurznachricht (65 Prozent) oder per E-Mail (26 Prozent).

Drei junge Menschen sitzen mit einem Handy auf dem Boden


„Beruf und Privatleben sollten klar voneinander abgegrenzt werden. Nur so gelingt es Beschäftigten, sich im Urlaub wirklich zu erholen und abzuschalten“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. „Arbeitgeber sollten die digitale Omnipräsenz ihrer Beschäftigten nicht ausnutzen, zumal sie eine Fürsorgepflicht haben. Besser ist es, die Beschäftigten dabei zu unterstützen, sich ausreichend zu erholen, damit sie gesund und leistungsfähig bleiben“, so Birgit Dziuk.

Gesundheitskompetenz ist gefragt

Wer in der Freizeit Informations- und Kommunikationstechnik nur selten zu Arbeitszwecken nutzt, Job-Mails auch mal abschaltet, sich vom Job emotional abgrenzt und Sport treibt, ist erstens weniger erschöpft und erhöht zweitens seine Arbeitsfähigkeit. Das belegt eine repräsentative Studie der Universität St. Gallen im Auftrag der Barmer.

Demnach haben 28 Prozent der Beschäftigten, die auch in ihrer Freizeit Berufliches digital erledigen, Konflikte zwischen Beruf und Arbeit und fühlen sich emotional erschöpft. Unter jenen, die in ihrer Freizeit keine beruflichen Mails schreiben, haben lediglich 18 Prozent Konflikte zwischen Beruf und Privatleben.

„Unternehmen sind deshalb gut beraten, die Gesundheitskompetenz ihrer Beschäftigten zu stärken und beispielsweise Entschleunigungs- und Entspannungsprogramme oder auch Online-Stressbewältigungsseminare anzubieten“, empfiehlt Birgit Dziuk.

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Webcode dieser Seite: p012315 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 11.10.2019
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