"Verzicht ist nicht der Schlüssel" — Interview mit Olympia-Siegerin Kati Wilhelm

Spitzensportler bewegen Mitarbeiter — so heißt das neue Flaggschiff der Barmer-Gesundheitsförderung für Unternehmen und Mitarbeiter. Den Auftakt in Thüringen machte Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm am 9. März in Oberhof, wo sie rund 40 Mitarbeitern aus 15 Thüringer Firmen viele praxistaugliche Tipps für ihre Gesundheit und Motivation auf den Weg gab. Höhepunkt war ein Mini-Biathlon. Warum sich Kati Wilhelm an dem Projekt beteiligt und wie sie sich persönlich motiviert, verrät sie im Interview:

Neuer Inhalt

Voll motiviert mit Kati Wilhelm: Barmer Hauptgeschäftsführer für Thüringen, Jens Müller (2. v. rechts) mit den Gesundheitsberatern Alexandra Janke (l.) und Thomas Roß.

Wie haben Sie sich selbst immer wieder zum Sport motivieren können?

Grundsätzlich muss man erst einmal wissen, was man erreichen will. Und man muss sich klarmachen, dass man auf sich selbst angewiesen ist. Man muss Gegenwind verkraften, aber auch einmal Hilfe annehmen können.

Was bedeutet für Sie das Barmer-Projekt „Spitzensportler bewegen Mitarbeiter“? Was möchten Sie hinsichtlich Motivation auf den Weg geben?

Ich möchte natürlich dazu animieren, dass jeder das Bestmögliche aus sich herausholt. Für die Frage nach einer gesunden Lebensweise gilt: Verzicht ist nicht immer der Schlüssel zum Erfolg, sondern die richtige Gewichtung von Sport und Ernährung. Bei sportlichen Tätigkeiten sollte man auch stets Freude daran empfinden und ein gutes Gefühl danach haben. Sport soll und muss Spaß machen.

Wie genau vermitteln Sie in Ihren Motivations-Vorträgen die richtige Mischung an rationalen und intuitiven Entscheidungen zu finden?

Ich bin ein Mensch, der oft auf sein Bauchgefühl hört. Wenn eine Entscheidung richtig ist, dann spüre ich das meist vorher. Mein Bauchgefühl lässt sich natürlich nicht auf andere übertragen, aber kurz und knapp gilt: rational und intuitiv müssen sich ergänzen.

Welche speziellen Anleitungen halten Sie für mehr Bewegung am Arbeitsplatz geeignet?

Die meisten Jobs, Bürojobs, macht man üblicherweise im Sitzen. Daher wäre es eine Idee, wenn man in Büros vermehrt auch für Stehtische sorgt. Dadurch hat man eine Abwechslung vom Sitzen. Außerdem kann jeder am Arbeitsplatz ganz einfach Lockerungsübungen machen.

Wie sieht Ihre persönliche gesunde Lebensweise aus? Haben Sie ein spezielles Fitnessprogramm, das Sie auch denjenigen empfehlen könnten, die bisher eher unsportlich gelebt haben und dies nun ändern möchten?

Eine gesunde Lebensweise ist wichtig, klar, aber dazu muss man nicht unbedingt ein Gesundheitsfanatiker sein. Beispielsweise muss man nicht zwingend auf Süßigkeiten verzichten, sondern kann diese in angemessenen Mengen essen, wenn es zu guter Laune führt. Während meiner Zeit als Biathletin hatte ich natürlich einen vorgegebenen Trainingsplan, deshalb muss ich jetzt ehrlich sagen, dass die Fitness bei mir aktuell ein bisschen auf der Strecke geblieben ist. Dennoch kann ich nur raten, dass man sich immer kleine Ziele setzen sollte und nicht nur ein ganz großes Ziel, das man unbedingt erreichen möchte. Man sollte einfach wissen, was man an jedem Tag speziell erreichen will.

Interview: Kim Koburger

Kontakt für die Presse:

Robert Büssow
Telefon 0800 333004 25-2230 oder 0361 789 52630
E-Mail: robert.buessow@barmer.de

Folgen Sie uns auch auf Twitter unter BARMER_TH

 


 

Webcode dieser Seite: p007601 Autor: Barmer Erstellt am: 28.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 02.05.2017
Nach oben