Shisha rauchen schadet der Gesundheit

Erfurt, 29. Mai 2019 – In geselliger Runde eine Wasserpfeife zu rauchen, ob in einer Shisha-Bar oder im Park, erfreut sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere bei jüngeren Thüringerinnen und Thüringern. Die gesundheitlichen Risiken werden dabei oftmals unterschätzt. „Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist das Rauchen einer Shisha keineswegs unbedenklich. Im Gegenteil, das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, ist beim Rauchen mittels Wasserpfeife fast doppelt so hoch wie beim Rauchen von Zigaretten“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer Thüringen anlässlich des Welt-Nichtraucher-Tages am 31. Mai 2019.

Hohes Suchtpotenzial und stärkere Organschädigung

Trotz des süßlich-fruchtigen Aromas und des Wasserdampfs enthalten Wasserpfeifen dieselben schädlichen Inhaltsstoffe wie Zigaretten. Zusätzlich wird beim Shisha-Rauchen oft über einen längeren Zeitraum und auch tiefer inhaliert, wodurch die Organe noch mehr geschädigt werden. „Wasserpfeifen stehen Zigaretten in Sachen Gesundheitsschädigung in nichts nach. Das Suchtpotenzial von Shisha-Rauchen ist vergleichbar mit dem des Zigaretten-Rauchens, denn beide enthalten Nikotin“, sagt Birgit Dziuk. Außerdem seien die Hinweise auf Tabak-Verpackungen „Enthält null Prozent Teer“ irreführend. Denn Teer entstehe beim Verschwelen des Tabaks und gelange so in die Lunge.

Schon 12-Jährige rauchen Shisha

Die gesundheitlichen Risiken des Wasserpfeife-Rauchens werden von vielen Jugendlichen unterschätzt. Im Rahmen einer Studie des Robert Koch Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland haben 29 Prozent der 12- bis 17-Jährigen angegeben, bereits einmal Shisha geraucht zu haben. Dabei wird der Wasserpfeifenkonsum von vielen Jugendlichen gar nicht als „Rauchen“ wahrgenommen. Rund ein Drittel der gelegentlichen Shisha-Raucher und ein Achtel der regelmäßigen Shisha-Raucher gaben bei der allgemeinen Frage zum Rauchstatus an, Nichtraucher zu sein. „Viele Jugendliche haben keine Ahnung, dass sie sich schon durch gelegentliches Shisha-Rauchen die Gesundheit ruinieren können. Strengere Alterskontrollen in Shisha-Bars und mehr Aufklärung sind erste Schritte, Jugendliche vor Sucht und Erkrankungen zu schützen“, so Barmer-Landeschefin Birgit Dziuk.

Die Studie KiGGS zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wird vom Robert Koch Institut durchgeführt. Mit der ersten KiGGS-Studie (Basiserhebung) von 2003-2006, die damals noch als Kinder- und Jugendgesundheitssurvey bezeichnet wurde, lagen für Deutschland erstmals umfassende und bundesweit repräsentative Gesundheitsdaten für Kinder und Jugendliche vor. Seit 2009 wird KiGGS als Bestandteil des Gesundheitsmonitorings am Robert Koch-Institut als Langzeitstudie fortgeführt.  

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Webcode dieser Seite: p011599 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 28.08.2019
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