Weltdiabetestag: Spezielles Programm bietet Hilfe bei Auto-Immunerkrankung Diabetes Typ I

Erfurt (08.11.2016). In Thüringen leiden allein bei der Barmer GEK rund 2400 Versicherte an der recht häufigen Auto-Immunerkrankung, teilt die Krankenkasse anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November mit. Hochgerechnet auf ganz Thüringen sind es etwa 20.000 Betroffene. „Die Diagnose Diabetes Typ I kommt für die Betroffenen oft wie ein Schicksalsschlag. Bei gesunden Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen versagt völlig unerwartet die körpereigene Insulinproduktion. Sie müssen ein Leben lang Insulin zuführen“, sagt Robert Büssow, Sprecher der Barmer GEK in Thüringen. Anders als beim Typ II-Diabetes, der vor allem als Wohlstandsphänomen durch Übergewicht, falsche Ernährung und Bewegungsmangel begünstigt wird, handelt es sich beim Typ I um eine Fehlfunktion des eigenen Immunsystems, die unvermittelt in jedem Alter auftreten kann. So wird die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse plötzlich vom Abwehrsystem des eigenen Körpers angegriffen und zerstört.

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Anzahl der Versicherten mit Diabetes Typ I in Thüringen nach Alter.

Engmaschige Betreuung über DMP-Programm Diabetes Typ I

Etwa fünf Prozent aller Diabetiker leiden am Typ I. Nach einer Auswertung von Patientendaten der Barmer GEK in Thüringen sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Die Zahlen sind seit Jahren stabil. Wie auch bei anderen Auto-Immunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper wendet, nimmt die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ I pro Jahr um 3 bis 4 Prozent zu (siehe Grafik). Die Ursachen der Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Man geht von einer erblichen Veranlagung aus. Auf Dauer ist auch Typ I-Diabetes mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Erblindung oder Nierenschäden verbunden. Deshalb empfiehlt die Barmer GEK die Teilnahme an einem sogenannten DMP-Programm für Diabetes. Für das kostenlose Behandlungs-Management müssen sich die Versicherten einmalig beim Arzt einschreiben. Die Teilnehmer werden geschult und engmaschig betreut.

Kinder sollten einen Notfallpass dabei haben

Diabetes war früher mit vielen Einschränkungen im Alltag verbunden. Spontan ein Stück Torte, langes Ausschlafen – das war nicht so einfach, denn der Insulinpegel im Blut muss stimmen, damit der Körper nicht über- oder unterzuckert. Inzwischen gibt es sehr gute kurz- und langfristig wirkende Insulinpräparate, die ein fast völlig normales Leben ermöglichen. Gerade bei Kindern empfiehlt es sich dennoch, einen Notfallpass mitzuführen, damit Rettungskräfte bei Komplikationen die richtigen Maßnahmen ergreifen können. Den Notfallpass können Sie online kostenlos bei der Barmer GEK herunterladen: www.barmer-gek.de/127829 

Weitere Informationen zu Diabetes Typ I sowie eine umfangreiche Broschüre mit vielen praktischen Hinweisen finden Sie unter:

Weitere Informationen zum DMP-Programm unter

Weitere Informationen zum Weltdiabetestag:


Kontakt für die Presse:

Robert Büssow,
Telefon: 0800 333004 25-2230 oder 0361 789 52630
E-Mail: robert.buessow@barmer.de
Twitter: www.twitter.com/BARMER_TH

Webcode dieser Seite: p006930 Autor: Barmer Erstellt am: 08.11.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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