BARMER-Unternehmerforum - Generation Z versus Arbeitswelt 4.0

Sie beginnen gerade eine Ausbildung oder ein Studium. Doch wie gesund und fit sind die „jungen Wilden” eigentlich, die jetzt in den Beruf oder an die Uni drängen? Und mit welchen Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen gehen die Berufstätigen an ihre neuen Aufgaben heran? Spannende Antworten darauf liefert Prof. Dr. Christian Scholz, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes, beim zweiten Unternehmerforum „Generation Z versus Arbeitswelt 4.0“ der Barmer in Schleswig-Holstein. Am 22. März 2018 lädt die Barmer dazu Firmenchefs, Personalleiter und andere Entscheider in Unternehmen nach Stockelsdorf ein. Eine wichtige Veranstaltung für Arbeitgeber, damit sie auf die „Neuen“ gut vorbereitet sind. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausführungen von Prof. Scholz geben wir in diesem Newsletter. Wer am Unternehmerforum teilnehmen möchte, kann sich hier gern noch anmelden.

Gesundheit beim Start in das Berufsleben

Gerade die Schulzeit beendet und schon krank? Ganz so dramatisch steht es um die Gesundheit junger Menschen nicht. Doch ein wenig nachdenklich stimmen sie schon, die Zahlen, Daten und Fakten, die der Barmer Gesundheitsreport alljährlich liefert. So hat bereits ein Fünftel der „Newcomer” mit Wirbelsäulen- und Rückenkrankheiten zu kämpfen, davon plagen mehr als 16 Prozent Rückenschmerzen. Ein Ergebnis, das verdeutlicht, wie wichtig es ist, den jungen Beschäftigten Gesundheitskompetenz zu vermitteln und auch möglichst frühzeitig gesundheitsfördernde Maßnahmen anzubieten.

Wie tickt die neue Generation?

Junge Berufsstarter: In der Wissenschaft wird die Altersgruppe der ab 1990 Geborenen als Generation Z bezeichnet. Prof. Scholz hat sich mit dieser Zielgruppe intensiv beschäftigt. Seine Erkenntnisse geben Aufschluss darüber, wie diese Altersgruppe im Unterschied zu ihrer Vorgängerin, der Generation Y, „tickt”, mit welchen Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen sie an ihre Aufgaben herangeht. Prof.Scholz: „Die Generation Y sucht in der Arbeit Sinn, persönliche Weiterentwicklung und Selbstentfaltung. Dabei verschmelzen Privat und Beruf. Die Generation Z ist dagegen völlig anders: Sie will nicht länger im betrieblichen Hamsterrad laufen, weshalb sie klar zwischen Arbeitswelt und Privatleben trennt, aber in beidem völlig aufgeht.” Parallel dazu hat der Lehrstuhl an der Universität des Saarlandes im Rahmen einer Befragung unter anderem herausgefunden, dass die Gründung einer Familie bei den Z'lern eine große Rolle spielt (76 Prozent) und sie deshalb Beruf und Familie unbedingt miteinander kombinieren wollen (82 Prozent).

Vielleicht erklärt das, warum Überstunden bei der Zielgruppe denkbar unbeliebt sind. Lediglich zwei Prozent gehen entspannt mit diesem Thema um. Deutlich lieber sind ihnen feste Arbeitszeiten. Da passt es irgendwie ins Bild, dass Führungspositionen von den Z'lern nicht unbedingt angestrebt werden. Über 50 Prozent würden sich damit begnügen, Angestellte zu sein.

Positives Verhältnis zur Gesundheit

Auf viele Vorstellungen lässt sich gut aufbauen: Die Generation Z, die im Übrigen keine „Null-Bock-Generation” ist, wie Prof.Scholz ausdrücklich betont, hat ein durchaus positives Verhältnis zur eigenen Gesundheit, Interesse an gesunder Ernährung (63 Prozent), am selber Kochen (57 Prozent). Alkohol und Zigaretten hingegen spielen bei ihr keine große Rolle. Durchaus denkbar, dass diese bis auf einen übertriebenen Schönheitswahn vorbildliche Lebenseinstellung der Gesundheitsförderung im Unternehmen Flügel verleiht.

Übrigens: Die Barmer unterstützt diesbezügliche Aktivitäten in den Unternehmen gerne mit maßgeschneiderten Lösungen für mehr Gesundheitsbewusstsein. Zu den speziellen Angeboten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gehört zum Beispiel der eintägige Workshop AZUBI AKTIV. Er unterstützt die Auszubildenden dabei, Kompetenzen zu erwerben, die ihnen helfen, ihre Gesundheit zu erhalten, etwa beim Umgang mit Stress. Ein weiterer Workshop TALENT AKTIV richtet sich mit ähnlicher Zielvorgabe an die so genannten High Potentials, also die künftigen Leistungsträger im Unternehmen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie bei den Beratern Firmengesundheit der Barmer.

Webcode dieser Seite: p009052 Autor: Barmer Erstellt am: 27.02.2018 Letzte Aktualisierung am: 27.02.2018
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