Gesundheitspolitische Positionen der Barmer zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Welchen Anforderungen muss unser Gesundheitswesen gerecht werden? Wie soll sich die Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahren weiterentwickeln? Jede Landesregierung setzt ihre eigenen Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik und verändert damit den ihrer Verantwortung obliegenden Rahmen für die Versorgung der Versicherten und die Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitssystem. So wird es auch in der kommenden Legislaturperiode sein.

Zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein legt die Barmer Landesvertretung ihre gesundheitspolitischen Positionen vor: Wir zeigen Herausforderungen auf, die es in der kommenden Legislaturperiode landespolitisch (mit) zu gestalten gilt. Die Barmer in Schleswig-Holstein trägt große Verantwortung für die gute gesundheitliche Versorgung ihrer rund 390.000 Versicherten im Land. Wir wollen diese Verantwortung wahrnehmen und uns intensiv an der Weiterentwicklung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Versicherten in Schleswig-Holstein beteiligen.

Ziel jeden politischen Handelns muss es sein, die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. Menschen brauchen die Sicherheit, dass ihnen im Krankheits- oder im Pflegefall schnell und zuverlässig die notwendige medizinische Behandlung und Betreuung zukommt. Zudem ist die Teilhabe am medizinischen Fortschritt ein hohes Gut. Die gesetzliche Krankenversicherung ist bereits heute ein sehr leistungsstarkes System, das jedoch ständig an die sich verändernden medizinischen, strukturellen und demografischen Bedingungen angepasst werden muss.

Die Barmer in Schleswig-Holstein zeigt in ihren gesundheitspolitischen Positionen verschiedene Themenfelder auf, die besondere Priorität besitzen. Wir appellieren damit an die politisch Verantwortlichen, in diesem Sinne für eine gute Versorgung der Menschen im Land tätig zu werden.

Ambulante und stationäre Versorgung

  • Stärkere Qualitätsorientierung in der Krankenhausplanung
  • Qualitätsorientierte, bedarfsgerechte und sektorübergreifende Versorgungsplanung auf den Weg bringen
  • Mehr Mitspracherechte der Krankenkassen in der Krankenhausplanung angesichts einer unzureichenden Investitionsfinanzierung des Landes

Notfallversorgung

  • Das Konzept der Portalpraxen ist weiter zu verfolgen
  • Eine Anlaufstelle zur Lenkung der Patienten in den zutreffenden Behandlungsbereich

Digitalisierung fördern

  • Konsequenter Ausbau der Digitalisierung
  • Voraussetzung sind ein konkreter Mehrwert für die Patienten und höchste Datenschutzanforderungen
  • Klare Spielregeln und Qualitätsstandards für den rasant wachsenden Markt

Prävention und Gesundheitsförderung

  • Gemeinschaftliche Anstrengungen zur Gesundheitsförderung bei vulnerablen Gruppen
  • Keine Begrenzung auf das Engagement der Kranken- und Pflegekassen
  • Auch das Land Schleswig-Holstein, die Kommunen und weitere Sozialversicherungsträger müssen entsprechende Ressourcen einbringen

Weiterentwicklung der Pflege-Infrastruktur

  • Eine quartiersnahe Pflegeinfrastruktur ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für Schleswig-Holstein und die Kommunen im Land
  • Die Sicherstellung der pflegerischen Versorgung der Versicherten muss in unveränderter Form Aufgabe der Pflegekassen bleiben

Die vollständigen gesundheitspolitischen Positionen der Barmer zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein finden Sie nebenstehend zum Download.

Webcode dieser Seite: p007466 Autor: Barmer Erstellt am: 10.04.2017 Letzte Aktualisierung am: 10.04.2017
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