Zahnprobleme bei Demenzkranken erkennen

Zahnschmerztag am 9. Februar

Kiel, 8. Februar 2017 – Menschen mit Demenz vergessen bisweilen nicht nur die eigene Zahnpflege, manche können auch nicht mehr äußern, wenn sie Zahnschmerzen haben. Bei bundesweit fast 1,6 Millionen Demenzkranken und 300.000 Neudiagnosen dürfte sich diese Problematik häufig stellen. „Deshalb sollten auch Demenzkranke einmal jährlich zahnärztlich untersucht werden. Dafür bieten sich Praxen an, die auf die Behandlung von Senioren spezialisiert sind“, erklärt Schleswig-Holsteins Barmer Landesgeschäftsführer Thomas Wortmann anlässlich des morgigen Tages der Zahnschmerzen. In Pflegeheimen betreute Demenzkranke sollten ebenfalls regelmäßig zahnärztlich untersucht werden. Viele Heime arbeiten bereits mit Zahnärzten zusammen, die dazu ins Haus kommen.

Hinweise auf Zahnprobleme bei Demenzkranken

Zahnprobleme beeinträchtigen die Lebensqualität der Demenzkranken und können den allgemeinen Gesundheitszustand verschlechtern. Deshalb sollten Angehörige von Demenzkranken und Pflegepersonal auf folgende Anzeichen achten:

  • Unruhe der betroffenen Person beim Kauen und Essen
  • Kauen und Essen dauern länger als gewöhnlich
  • Nahrungsverweigerung und Gewichtsverlust
  • Es wird mehr getrunken als gegessen
  • Starker Mundgeruch kann ein Anzeichen für eine Entzündung sein
  • Zahnfleischbluten
  • lockere Zähne

Weiterführende Informationen

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft informiert auf ihrer Internetseite www.deutsche-alzheimer.de darüber, was bei der Zahn-, Mund- und Prothesenpflege von Menschen mit Demenz zu beachten ist. Eine Suchfunktion auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) www.dgaz-online.de verschafft einen Überblick über Spezialisten in der Nähe.

Webcode dieser Seite: p007191 Autor: Barmer Erstellt am: 08.02.2017 Letzte Aktualisierung am: 08.02.2017
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