Im Stress

Powernapping - Das natürliche Aufputschmittel

Dresden (10.05.2016) Schnelllebiger Alltag, steigender Leistungsdruck und Stress im Beruf hinterlassen ihre Spuren in Form von Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen. Laut Barmer GEK Arztreport suchten 2014 sachsenweit rund 5,8 Prozent der Bevölkerung, fast 235.000 Sachsen, einen Arzt auf, um ihre Schlafprobleme behandeln zu lassen.

Sind die Menschen morgens leistungsstark und konzentriert, fallen viele mittags in ein regelrechtes Tief. Die Folgen im Beruf sind mangelnde Produktivität, Unausgeglichenheit, Konzentrations- und Kreativitätsverlust sowie gesteigerte Stresshormonproduktion. "Hier kann ein ruhiger Ort im Büro, der für ein kurzes Nickerchen, das sogenannte Powernapping, helfen", sagt Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen.

Mit Powernapping zu mehr Leistungsfähigkeit

Laut einer Umfrage zum Thema "Traumarbeitsplatz" des Businessnetzwerks LinkedIn landet dieser Arbeitnehmerwunsch mit 22 Prozent sogar auf Platz drei der gewünschten Ausstattungsmerkmale. Und tatsächlich wirkt sich das einst ohnehin bewährte Nickerchen, das auch unter dem Begriff "Powernapping" bekannt ist, positiv auf unser Wohlbefinden und auf unsere Leistungsbereitschaft aus. Die US-amerikanische NASA konnte in einer Studie belegen, dass eine halbe Stunde Powernapping die Reaktionsschnelligkeit um 16 Prozent steigert und Aufmerksamkeitsausfälle um 34 Prozent verringert. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health belegten in ihrer Studie, dass eine 30-minütige Mittagsruhe das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 37 Prozent reduzieren kann.

Powernapping – wie lange?

Wichtig ist die Dauer der Erholungsphase. Allerdings ist ein dreißigminütiger Mittagsschlaf im Arbeitsalltag unrealistisch. "Für einen Powernap sollte man jedoch mindestens sechs, bestenfalls zehn Minuten einplanen", sagt Utta Petzold, Ärztin bei der Barmer GEK. Eine einfache Methode, um die für sich passende Dauer eines Powernaps einschätzen zu können, ist der sogenannte Schlüsselschlaf. Dazu setzt man sich entspannt auf einen Stuhl und nimmt einen Schlüsselbund so in die Hand, dass er beim Öffnen der Hand auf den Boden fällt. Bevor man beim Powernap in eine Tiefschlafphase fällt, entspannt sich die Muskulatur. Der Schlüsselbund fällt zu Boden und man wacht auf.

Mehr zum Thema: Broschüre Schlafhygiene der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Barmer GEK Arztreport 2016: www.barmer-gek.de/546800 


Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Barmer Landesvertretung Sachsen
Telefon: 0800 333004 152 231
E-Mail: claudia.szymula@barmer.de

Webcode dieser Seite: p001899 Autor: Barmer Erstellt am: 10.05.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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