Krankenhausflur

Durchschnittlich acht Tage im Krankenhaus

Dresden (02. Februar 2016) In Sachsen waren 2014 rund 80 Prozent aller Krankenhausbetten belegt. Durchschnittlich fast acht Tage verbrachte ein Patient im Krankenhaus. Laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes lag damit der Freistaat leicht über den Bundesdurchschnitt (77 % Bettenauslastung, 7,4 Krankenhaustage). Lediglich in der Höhe der stationären Kosten je Fall fand sich Sachsen unter dem Bundesdurchschnitt wieder.

"Für die häufigsten Einweisungen ins Krankenhaus sorgten Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems. Dabei waren mehr Männer als Frauen betroffen", sagt Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen und fordert das starke Geschlecht zu mehr Vorsorge auf. So wurde laut Barmer GEK Krankenhausreport 2015 im Vogtlandkreis der Spitzenwert von 254 Krankenhausfällen je 1.000 Versicherten erreicht, in Dresden dagegen gab es mit 178 Fällen sachsenweit die wenigsten Krankenhausbehandlungen.

Herz und Kreislauf sorgten für die meisten Krankenhauseinweisungen

Im Einzelnen betrachtet sorgten sachsenweit Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems mit allein rund 30 Fällen je 1.000 Versicherte für die meisten Krankenhausaufenthalte. Es folgten stationäre Behandlungen aufgrund von Verdauungsproblemen (22 Fälle). Die Diagnose Neubildungen, meist Krebsbehandlungen, fielen in 23 Fällen ins Gewicht. Dahinter reihen sich stationäre Behandlungen von Verletzungen und Vergiftungen (21 Fälle) und von Muskel-Skeletterkrankungen (19 Fälle). Im Vergleich zur Anzahl der stationärer Behandlung des Herz-Kreislauf-Systems, machten psychische Probleme lediglich halb so viele stationäre Behandlungen erforderlich (15 Fälle von 1.000 Versicherten). Dafür dauerten diese jedoch im Einzelfall am längsten. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich zwischen den Geschlechtern. Es werden mehr Männer als Frauen mit der Diagnose Herz-Kreislauf-Erkrankung behandelt. Auch bei den Erkrankungen des Verdauungssystems liegen Männer vorne. Bei den Frauen überwiegen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes.

Risikofaktoren: Zu reichliches Essen, viel Alkohol- und Tabakkonsum

Gründe für Herz-Kreislaufprobleme sind vielfältig. Arterienverkalkung, hoher Blutdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen belasten Herz und Kreislauf maßgeblich. "Zu viel reichhaltiges Essen, damit Übergewicht, regelmäßiger Alkoholkonsum, Rauchen und Bewegungsmangel sind die Laster unserer Zeit. Dabei kann eine gesunde, ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf die Zigarette und das regelmäßige Glas Wein, Schnaps oder Bier zusammen mit 30 Minuten mehr Bewegung am Tag, das Leben eines jeden Einzelnen um Jahre verlängern", sagt Loose und weist gleichzeitig auf die regelmäßigen Check-up Untersuchungen hin, die jeder Versicherte ab 35 Jahren nutzen sollte. Im Abstand von zwei Jahren werden Blut- und Urinwerte auf Veränderungen geprüft. "Das frühzeitige Erkennen sichert eine rechtzeitige Behandlung und beugt schwerwiegenden Folgeerkrankungen, ja auch einem Krankenhausaufenthalt, vor. Oft sind Veränderungen des bisherigen Lebenswandels für die Vermeidung von Herzinfarkten und Schlaganfällen von maßgeblicher Bedeutung", so Loose.

Mehr Infos zum Barmer GEK Krankenhausreport 2015 unter: www.barmer-gek.de/545948
Deutsche Herzstiftung e.V.: Deutscher Herzbericht 2015Bundesländer mit hoher Herzinfarktsterblichkeit: Soziale Faktoren spielen eine wichtige Rolle
Statistische Bundesamt: Publikationen im Bereich der Krankenhäuser


Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Barmer Landesvertretung Sachsen
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E-Mail: claudia.szymula@barmer.de

Webcode dieser Seite: p000047 Autor: Barmer Erstellt am: 01.02.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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