Heute an den Heuschnupfen von morgen denken - Immuntherapie jetzt starten

Dresden (29.11.2016) Rund 650.000 Menschen in Sachsen leiden an einer Pollen-Allergie mit tränenden Augen, juckender Haut und laufender Nase. Meist ist im Herbst der Heuschnupfen wieder vergessen. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, Allergien zu therapieren. "Eine Hyposensibilisierung ist eine Kassenleistung und die einzige Arzneimitteltherapie, die statt der Symptome die Ursachen einer Allergie behandelt. Da die Haselblüte bereits Ende Januar beginnen kann, sollten Betroffene mit einer Hyposensibilisierung gegen Frühblüher-Pollen am besten sofort starten", sagt Paul-Friedrich Loose, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen.

Allergie


Asthma vorbeugen

Bis zu 40 Prozent der Menschen mit Heuschnupfen könnten später einmal allergisches Asthma bekommen, wenn sie nicht sorgfältig behandelt werden. Dabei könnte eine Immunisierung gegen Pollen und Gräser maßgeblich dazu beitragen, dass tausende Asthma-Erkrankungen erst gar nicht eintreten. "Einen Heuschnupfen sollte man wegen der drohenden Folgeerkrankungen sehr ernst nehmen, auch wenn die Symptome nach einiger Zeit abklingen. Eine Immuntherapie ist daher sinnvoll", sagt Dr. Utta Petzold, Allergologin bei der Barmer GEK, und empfiehlt, sich vom Arzt dazu genau beraten zu lassen.

Immuntherapie ist eine Kassenleistung

Bei der Hyposensibilisierung lernt die körpereigene Abwehr, auf Allergene weniger oder gar nicht zu reagieren, indem sie mit ihnen bewusst in Kontakt gebracht wird. "Die Immuntherapie dauert drei Jahre, aber der Aufwand lohnt sich. Die Hyposensibilisierung ist vor allem erfolgreich, wenn sie bei ersten Anzeichen einer Pollenallergie beginnt", sagt Petzold. Bei der subkutanen Immuntherapie wird das Allergen mit steigender Dosis wöchentlich und später monatlich unter die Haut gespritzt. Die Kurzzeit-Therapie beschränkt sich auf einige Spritzen vor der Pollenflugsaison, jedoch ebenfalls über drei Jahre. Bei einer anderen Variante der Immuntherapie bekommt man die Allergene als Tropfen oder Tabletten. Von Januar bis Oktober 2015 wurde mehr als 36.000 Barmer GEK Versicherten diese Therapieform verordnet.


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Claudia Szymula
Barmer Landesvertretung Sachsen
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Webcode dieser Seite: p007003 Autor: Barmer Erstellt am: 21.12.2016 Letzte Aktualisierung am: 21.12.2016
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