Akne ist die häufigste Hautkrankheit

Dresden (22.04.2016) Der Satz: "Du siehst ja aus wie ein Streuselkuchen", lässt so manchen Jugendlichen fast in den Boden sinken. Hässliche Pickel, Mitesser und Pusteln im ganzen Gesicht – ein Problem, das vor allem Teenager nur zu gut kennen. Rund 15 Prozent aller Mädchen und neu Prozent aller Jungen sind so schlimm davon betroffen, dass Sie einen Arzt aufsuchen mussten. Das belegt der Barmer GEK Arztreport 2016. Allein bei der Barmer GEK in Sachsen suchen übers Jahr rund 3.600 Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren wegen schlimmer Akne-Beschwerden den Arzt auf. Akne ist damit die häufigste Hautkrankheit.

Nicht gefährlich aber sehr belastend

"Akne ist weder gefährlich noch ansteckend, kann für die Betroffenen seelisch aber sehr belastend sein", sagt Claudia Szymula, Sprecherin der Barmer GEK in Sachsen. Während es bei leichter Akne genügen kann mit geeigneten Pflegeprodukten zu behandeln, ist es bei ausgeprägten Formen sinnvoll, einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufzusuchen. "In den schweren Fällen sollte eine fachärztliche Behandlung möglichst frühzeitig beginnen, um weitreichende Hautschäden mit Narbenbildung zu verhindern", rät Szymula.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es sonst noch?

Wichtig ist es, nicht selbst an den Mitessern herumzudrücken. Hier kann stattdessen eine medizinisch ausgebildete Kosmetikfachkraft helfen. Die Behandlung erfolgt stadienabhängig, so wird bei der milden Form mit bestimmten Gels oder Cremes behandelt. Eine zusätzliche medikamentöse Therapie kommt erst ab der mittelschweren bis schweren Akne zum Einsatz. Bei der schweren Akne der Frau kann es auch sinnvoll sein, ein antiandrogenes Kontrazeptivum (Pille) zu verordnen. "Betroffene müssen insbesondere darüber aufgeklärt werden, dass Geduld wichtig ist. Behandlungserfolge sieht man oft erst zwischen der 8. und 24. Behandlungswoche", so Szymula.

Mythos: Akne ist ein Zeichen mangelnder Hygiene

Immer noch ranken sich kuriose Mythen und Legenden um die Frage, wodurch eine Akne begünstigt oder ausgelöst wird. Schokolade steht ebenso im Verdacht wie Nüsse, Kartoffelchips, Cola, Currywurst und Gänseschmalz. Dass solche Nahrungsmittel in großen Mengen nicht gesund sind, ist bekannt, ob sie sich allerdings auch in üblichen Mengen Akne auslösend oder verstärkend auswirken, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Empfohlen wird, auf zu viel Zucker, Milch und Milchprodukte zu verzichten, jedoch Gemüse und Fisch häufiger zu verzehren (Melnik, 2013). Akne ist auch kein Zeichen von mangelnder Hygiene. Im Gegenteil: Aggressive Seifen oder hochprozentige alkoholhaltige Lösungen reizen die Haut sehr, trocknen sie extrem aus und der Säureschutzmantel wird zerstört.

Mehr zum Thema Akne: www.barmer-gek.de/s000505


Kontakt für die Presse:

Claudia Szymula
Barmer Landesvertretung Sachsen
Telefon: 0800 333004 152 231
E-Mail: claudia.szymula@barmer.de

Webcode dieser Seite: p005700 Autor: Barmer Erstellt am: 22.04.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
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