Diagnose Muskelschwund – was nun? BARMER unterstützt Videoproduktion

Leipzig/Freiburg, 19. April 2018 – Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) mit Sitz in Freiburg präsentiert am 21. April beim 1. Mitteldeutschen Duchenne-Tag in Leipzig erstmals ein Video, in dem die Ursache, der Verlauf und die Therapiemöglichkeit der Muskeldystrophien Duchenne und Becker anschaulich erklärt werden. Möglich wurde die Produktion des 10-Minüters durch die Selbsthilfeförderung der Krankenkasse Barmer in Höhe von 24.000 Euro. Das Video ist ab dem 21. April auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke www.dgm.org online. „Wenn eine dieser beiden Muskelerkrankungen diagnostiziert wird, dann haben die Eltern der betroffenen Kinder Fragen. Viele davon beantwortet dieses Video, fachlich fundiert und verständlich zugleich. Das ist Hilfe zur Selbsthilfe und genau die wollen wir mit unserer Förderung unterstützen“, sagt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen. Joachim Sproß, Geschäftsführer der DGM, ergänzt: „Bei einer seltenen Erkrankung ist es oft nicht einfach, zuverlässige und zugleich verständliche Informationen zu bekommen. Unsere Videoanimation hilft Eltern bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit ihres Kindes und zeigt Wege für unterstützende Behandlungen und Therapien auf. Diese frühzeitig zu beginnen, ist wichtig, um die schwindende Muskelkraft möglichst lange zu erhalten.“

Etwa 800 Formen von Muskelerkrankungen sind bekannt

Die häufigste Ursache für eine Muskeldystrophie im Kindes- und Jugendalter ist ein genetisch bedingtes Fehlen oder eine Funktionsänderung des Eiweißes Dystrophin. Die Muskeldystrophie Duchenne betrifft fast ausschließlich Jungen. Sie tritt mit einer Häufigkeit von einem unter 3.500 neugeborenen Knaben auf. In Deutschland leben 1.500 bis 2.000 Betroffene, jährlich muss mit etwa 100 Neuerkrankungen gerechnet werden. Eine mildere und langsamer verlaufende Form dieser Krankheit ist die Becker-Muskeldystrophie. Ihr ist etwa jeder zehnte Fall einer Dystrophin-Erkrankung zuzuordnen.

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Erklärvideo unter: https://youtu.be/kEPxLnnYtdM
 

Webcode dieser Seite: p009359 Autor: Barmer Erstellt am: 19.04.2018 Letzte Aktualisierung am: 23.04.2018
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