Bei vielen Sachsen schlägt der Magen Alarm

Dresden, 29. April 2020 – Magenschmerzen, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, manchmal mit Erbrechen, Aufstoßen, Appetitlosigkeit oder ein aufgeblähter Bauch quälen viele Menschen. Oft verbirgt sich dahinter eine Magenschleimhautentzündung, auch Gastritis genannt. Sie wird häufig von Bakterien, der regelmäßigen Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmitteln oder auch durch ungesunde Lebensweise ausgelöst. „Dauert die Entzündung längere Zeit an, kann es zu Verletzungen der Magenwand und einem Magengeschwür kommen“, warnt Dr. Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer Sachsen. Laut aktuellem Barmer-Arztreport ließen sich 5,6 Prozent der Sachsen mit derartigen Beschwerden ärztlich behandeln. Insgesamt waren 2018 rund 230.000 Sachsen betroffen. Unter den Betroffenen waren rund 128.200 Frauen und 100.500 Männer. Die meisten Frauen erkrankten im Alter zwischen 45 und 64, Männer meist erst nach dem 65. Lebensjahr. Insgesamt steigt das Risiko mit dem Alter an.

Rechtzeitig den Lebensstil ändern, statt regelmäßig Pillen schlucken

Die Magenschleimhaut schützt die Magenwand vor Säure und Krankheitserregern. Wenn die schützende Schleimhautschicht im Magen gereizt oder geschädigt wird, kann sie sich entzünden. Doch nicht jede muss medikamentös behandelt werden. „Menschen fühlen sich immer häufiger unter Druck, was ihnen buchstäblich auf den Magen schlägt. Wer an sich beobachtet, dass Stress, Alkohol oder Nikotin Einfluss auf die Beschwerden haben, kann versuchen, zuerst die Ernährung umzustellen, auf Alkohol zu verzichten, das Rauchen aufzugeben und für mehr Entspannung im Alltag zu sorgen. Es ist wichtig, gerade im Alltag auf einen gesunden Lebensstil zu achten“, so Magerl. Magenschleimhautentzündungen sind in Deutschland häufig. Schätzungen zufolge bekommen 20 von 100 Personen im Laufe ihres Lebens eine akute Gastritis.

Achtung! - Auch Medikamente können Beschwerden befördern

Dauern Beschwerden längere Zeit an, sollte man seine Hausarztpraxis aufsuchen. Um akute Beschwerden zu lindern, kann der Arzt magensäure-hemmenden Medikamenten, sogenannte Protonenpumpenhemmer (PPI) verschreiben. Sie reduzieren die Bildung von Magensäure. „Allerdings ist deren Einsatz nicht unbedenklich. Wer zu lange Magensäureblocker schluckt, kann in eine Art Teufelskreis geraten, weil der Körper sich an die Medikamente gewöhnt. Wenn die PPI dann abgesetzt werden, kann es zu einer überschießenden Magensäureproduktion kommen, die schnell zu neuen Magenschmerzen oder Sodbrennen führen kann“, mahnt Magerl.

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Mehr zum Thema Gastritis  www.barmer.de/s000826
Barmer-Arztreport www.barmer.de/p009012

Webcode dieser Seite: p015176 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 29.04.2020
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