Depression - Mehr Kinder und Jugendliche betroffen

Darauf weist die Barmer im Vorfeld des 5. Deutschen Patientenkongresses Depression hin: Die Anzahl der Depressionsdiagnosen steigt. Immer mehr Menschen nehmen medizinische Hilfe in Anspruch. Besonders besorgniserregend ist der Trend, dass sich unter den Betroffenen immer mehr Kinder und Jugendliche finden.

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Dresden, 10. September 2019 – Bundesweit leiden immer mehr Menschen unter Depressionen. Allein in Sachsen haben sich im Jahr 2017 mehr als 540.000 Menschen deswegen behandeln lassen, im Jahr zuvor waren es noch rund 530.000. Darauf weist die Barmer im Vorfeld des 5. Deutschen Patientenkongresses Depression hin. „Die Anzahl der Depressionsdiagnosen steigt. Immer mehr Menschen nehmen medizinische Hilfe in Anspruch. Besonders besorgniserregend allerdings ist der Trend, dass sich unter den Betroffenen immer mehr Kinder und Jugendliche finden. Nach einer aktuellen Analyse der Barmer wurde im Jahr 2017 bei 1,23 Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren in Deutschland die Diagnose Depression dokumentiert“, sagt Dr.Fabian Magerl, Landesgeschäftsführer der Barmer in Sachsen. Hochgerechnet auf die 3,68 Millionen Heranwachsenden dieser Altersgruppe in Deutschland sind etwa 45.000 davon betroffen. Mit steigendem Alter wird das Problem noch größer. Unter den 15 bis 18 Jahre alten Teenagern sind 4,56 Prozent von der Diagnose Depression betroffen, also 148.000 Jugendliche. Seit dem Jahr 2005 stieg die Rate der Betroffenen 10- bis 14-Jährigen um 104 und bei den 15- bis 18-Jährigen sogar um 161 Prozent.

Hilfe zur Stärkung der Psychischen Gesundheit

„Für Menschen mit Depressionen und deren Familien kann es schwierig sein, sich an einen Arzt oder Psychotherapeuten zu wenden. Niedrigschwellige Angebote wie Austauschplattformen im persönlichen oder Online-Bereich können hier helfen“, betont Magerl mit Blick auf den bundesweiten Patientenkongress, der am 21. und 22. September in Leipzig stattfindet. Hier erhalten Betroffene und deren Angehörige viele Tipps und Infos über die Erkrankung und ihre Behandlungsmethoden. Gleichzeitig dient er als Austauschplattform um miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Barmer fördere den Kongress und unterstütze die Online-Projekte Diskussionsforum Depression - fachlich moderierte Austauschplattform für Betroffenen und deren Angehörige sowie das FIDEO Fighting Depression Online-Informationsangebot für junge Menschen ab 14 Jahren mit über 200.000 Euro. In der Prävention und Behandlung von psychischen Beeinträchtigungen biete die Barmer Betroffenen und Interessierten außerdem verschiedene Online-Trainings zur Stressbewältigung und Achtsamkeit sowie MindDoc – einen Psychotherapie-Video-Chat. „Diese Angebote können den Arzt oder Therapeuten nicht ersetzen, wohl aber dazu beitragen, dass sich eine Depression nicht verschlimmert oder im besten Fall erst gar nicht entsteht“, so Magerl.

 

Ansprechpartnerin für Medien/Presse:

Claudia Szymula

Pressesprecherin Barmer Sachsen
Telefon: 0800 333004-152 231

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E-Mail: claudia.szymula@barmer.de

Twitter: twitter.com/BARMER_SN



 

Webcode dieser Seite: p012171 Autor: BarmerErstellt am: 10.09.2019 Letzte Aktualisierung am: 10.09.2019
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