Weltgesundheitstag 7. April 2016

Magdeburg (06.04.2016) Nach Auswertungen der Barmer GEK ist Diabetes mellitus, landläufig Zuckerkrankheit, zunehmend eine "Männer-Krankheit". So stieg die Erkrankungsrate bei Männern bundesweit von 9,0 Prozent im Jahr 2008 auf 10,6 Prozent im Jahr 2014 (plus 17,8 %), bei Frauen von 8,4 auf 8,7 Prozent (plus 3,6 %). "Mit dem Alter verstärkt sich der Effekt noch. So ist mittlerweile jeder dritte Mann über 65 Jahren an Diabetes erkrankt, bei Frauen jede Fünfte", sagt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt.

Mann in Arztpraxis

Die Auswertungen von Sachsen-Anhalts größter Ersatzkasse belegen, dass die Zahl der Diabetesdiagnosen zwischen 2008 und 2014 um mehr als ein Zehntel angestiegen ist. Somit sind in Sachsen-Anhalt bereits mehr als 200.000 Menschen wegen Diabetes in ärztlicher Behandlung. „Laut Diabetesatlas der Barmer GEK und der Deutschen Diabetes Hilfe (diabetesDE) liegt die Erkrankungsrate von zwischen Arendsee und Zeitz bei 10,1 Prozent. Und damit liegt Sachsen-Anhalt bundesweit auf keinem vorderen Platz“, ergänzt Wiedemann.

Diabetesraten Bundesländer

Mehr als 90 Prozent der Diabetesdiagnosen entfallen auf den Typ 2, früher als "Alterszucker" bezeichnet. "Doch mittlerweile sind auch immer mehr Jüngere davon betroffen", sagt der Barmer GEK Landesgeschäftsführer. So gibt es in Sachsen-Anhalt mehrere Tausend Diabetespatienten unter 40 Jahren und sogar einige Hundert im Teenageralter.

Diabetes bleibt Herausforderung im Alltag

"Eine besondere Herausforderung für Diabetiker des Typs 2 ist die Kontrolle des Blutdrucks und die richtige Einstellung mit blutzuckersenkenden Medikamenten", erläutert Wiedemann. Während hohe Blutzuckerwerte auf Dauer Folgeerkrankungen verursachen, droht bei zu niedrigen Werten eine gefährliche Unterzuckerung des Gehirns bis hin zum Bewusstseinsverlust. Die Zahl dieser so genannten "entgleisten Diabetiker" betrug im Jahr 2014 allein bei der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt fast 3.900 und hat seit 2008 um mehr als 40 Prozent zugenommen.

Zu den gefürchteten Folgeerkrankungen zählt das diabetische Fußsyndrom, bei dem periphere Nerven und Blutgefäße geschädigt werden und Gewebe absterben kann. Bei Diabetikern steigt zudem das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. All dies führt zu einem Rückgang der Lebenserwartung von heute 50-jährigen Diabetikern um schätzungsweise sechs Jahre gegenüber Gleichaltrigen ohne Diabetes. Laut Statistischem Landesamt wurden im Jahr 2013 insgesamt 8.520 Einwohner Sachsen-Anhalts aufgrund von Diabetes mellitus im Krankenhaus behandelt und 1.136 Menschen starben an Diabetes.

"So schwerwiegend die Folgen einer Erkrankung an Diabetes mellitus Typ 2 sind, so unspektakulär sind Vorbeugemaßnahmen: Wer sich ausgewogen ernährt und ausreichend bewegt, hat ein erheblich geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken", so Wiedemann. Um gesundheitsbewusste Versicherte zu unterstützen, baut die Barmer GEK gegenwärtig ihre Präventionsangebote zu gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung erheblich aus.

Weitere Informationen zu Diabetes mellitus Typ 2 und seinen Behandlungsmöglichkeiten unter: www.barmer-gek.de/s000535


Kontakt für die Presse:

Thomas Nawrath
Barmer GEK Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Telefon: 0800 333004 15-3330
E-Mail: thomas.nawrath@barmer-gek.de
Twitter: www.twitter.com/barmer_gek_st

Webcode dieser Seite: p003738 Autor: Barmer Erstellt am: 06.04.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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