Bunte Beeren im Herbst: Vergiftungsgefahr für Kinder

Die leuchtend roten Beeren der Eibe, ein Fliegenpilz oder eine Lampionblume - viele farbenfreudige Früchte verführen Kinder im Spätsommer und Herbst zum Sammeln und nicht selten auch zum Naschen. Doch das kann gefährlich werden! Denn vielfach sind Pilze, Beeren oder andere Pflanzenteile giftig. So auch die Beeren von Holunder, Knallerbse oder Liguster, die jetzt an vielen Parkwegen oder auch Spielplätzen zu finden sind.

Pro Jahr gehen bundesweit rund 90.000 Anrufe bei Giftnotrufzentralen mit der Sorge ein, ein Kind könnte sich vergiftet haben. Und mit etwa 17 Prozent aller Anfragen von Eltern oder Arztpraxen ist das Thema Vergiftungen von Kindern durch Pflanzen der dritthäufigste Bereich.

Kein typisches Beschwerdebild bei einer Pflanzenvergiftung

In den meisten Fällen treten nach dem Verzehr von Früchten, Blättern oder Blüten Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall auf. Andere Pflanzen führen wiederum zu Lähmungserscheinungen oder Atemnot. Wieder andere bewirken starken Juckreiz oder Hautverbrennungen. Besondere Vorsicht ist bei unbekannten Pilzen geboten. "Bei Zweifeln an der Genießbarkeit der Pilze sollte man diese besser gar nicht erst sammeln und auf gar keinen Fall essen. Bei unbekannten Pilzen empfiehlt es sich, Fachleute der Pilzberatungsstellen zu Rate ziehen", rät Thomas Nawrath, Landesspressesprecher der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt.

Schnelles und richtiges Handeln

Besteht Vergiftungsverdacht, sollten Eltern umgehend das Giftinformationszentrum anrufen. In Sachsen-Anhalt erreicht man den zentralen Giftnotruf rund um die Uhr unter Tel. 0361 730 730. Hier erhält man wichtige Informationen zu den notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen. Auf keinen Fall darf unkontrolliertes Erbrechen ausgelöst werden. Deshalb soll dem Kind auch nichts zu trinken gegeben werden. "Zeigt das Kind bereits Anzeichen einer Vergiftung, sollte man sofort zum nächsten Kinderarzt oder ins Krankenhaus fahren und die Beeren, Pilze oder sonstigen Pflanzenteile zur Identifizierung mitnehmen", rät Nawrath.

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Kontakt für die Presse:

Thomas Nawrath
Barmer GEK Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Telefon 0800 333004 15-3330
E-Mail: thomas.nawrath@barmer-gek.de
Twitter: www.twitter.com/barmer_gek_st

Webcode dieser Seite: p004007 Autor: Barmer Erstellt am: 14.09.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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