600.000 Sachsen-Anhalter haben es im Rücken – Tendenz steigend

Magdeburg (09.03.2016) Fast 600.000 Menschen in Sachsen-Anhalt leiden unter Rückenschmerzen, damit ist jeder Vierte betroffen. Das geht aus aktuellen Analysen des Barmer GEK Arztreports hervor. "Genau 25,6 Prozent aller Versicherten sind von Rückenschmerzen betroffen. Bei Frauen lag ihr Anteil sogar bei 29 Prozent", sagt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt. Damit sind Rückenschmerzen die zweithäufigste Diagnose der Haus- und Fachärzte.

Zudem sind Rückenschmerzen fast immer eine langwierige Sache: "Eine Krankschreibung wegen Rückenschmerzen geht bei unseren Versicherten im Durchschnitt 19,5 Tagen", sagt Axel Wiedemann. Auch nimmt die Dauer der Krankschreibung mit dem Alter zu. So sind die Unter-20-Jährigen im Durchschnitt nur 5 Tage wegen Rückenschmerzen arbeitsunfähig, während die Über-60-jährigen Arbeitnehmer durchschnittlich mehr als 23 Tage von der Arbeit fern bleiben. Nur 6,4 Prozent aller Krankschreibungen erfolgen wegen Rückenschmerzen. Doch umgerechnet auf alle Versicherten der Barmer GEK in Sachsen-Anhalt wäre jeder einzelne pro Jahr anderthalb Tage "wegen Rücken" arbeitsunfähig – das sind 37 Prozent mehr als im bundesweiten Vergleich.

Bild-Krankschreibungen-wegen-Rücken-Sachsen-Anhalt

Im Laufe ihres Lebens machen acht von zehn Menschen diese schmerzhafte Erfahrung. Und mit dem Alter nimmt die Anfälligkeit zu: So leiden nach Analysen der Barmer GEK von den Unter-25-Jährigen nur 12 Prozent der Männer und 16,5 Prozent der Frauen an Rückenschmerzen, hingegen liegt der Wert bei den mittleren Jahrgängen (40 bis 65 Jahre) mehr als doppelt so hoch: 28,8 Prozent bei den Männern und 36 Prozent bei den Frauen. Doch bei den Senioren steigt der Anteil mit Rückenschmerzen sogar auf 33 bzw. 41 Prozent.

Rückenleiden nehmen zu

Laut aktuellem Barmer GEK Arztreport ist die Diagnosehäufigkeit von Rückenschmerzen in den vergangenen Jahren zudem kontinuierlich angestiegen. Entfielen im Jahr 2010 noch 24,6 Prozent aller ärztlichen Diagnosen auf Rückenschmerzen, so waren es 2012 bereits 24,8 Prozent und 2014 sogar 25,6 Prozent. "Auffallend ist, dass die Zunahme der Diagnosehäufigkeit sowohl bei Frauen als auch bei Männern fast gleichmäßig erfolgte. Und zwar von 27,9 auf 29,0 Prozent bei Frauen und von 21,2 auf 22,2 Prozent bei Männern", sagt Wiedemann.

Bild-ärztliche-Behandlungen-wegen-Rückenschmerzen

Zu den Hauptursachen von Rückenleiden zählen mittlerweile Verletzungen oder Schädigungen von Knochen, Gelenken, Muskeln, Bindegewebe oder Nerven – häufig durch Überanspruchung oder Fehlbelastung in der Freizeit. "Schwache, untrainierte Muskel oder nicht ausreichend erwärmte, unelastische Bänder führen immer wieder zu Schmerzen. Aber auch psychische Belastungen und Verspannungen können eine Ursache sein, seltener Erkrankungen wie Rheuma ", so Wiedemann.

Betroffene können lernen, mit Beschwerden besser umzugehen und sich vorbeugend zu verhalten. Ein guter Leitfaden ist die Broschüre "Rücken aktiv – Bewegen statt schonen" (www.barmer-gek.de/127007). Eine Trainingshilfe bietet auch der Online-Ratgeber Rücken (www.barmer-gek.de/102966).

Am 15. März ist Tag der Rückengesundheit.

Kontakt für die Presse:

Thomas Nawrath
Barmer GEK Landesvertretung Sachsen-Anhalt
Telefon: 0800 333004 15-3330
E-Mail: thomas.nawrath@barmer-gek.de
Twitter: www.twitter.com/barmer_gek_st

Webcode dieser Seite: p005281 Autor: Barmer Erstellt am: 09.03.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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