81 Hilfsmittelverordnungen auf 100 Versicherte in Sachsen-Anhalt

Magdeburg, 26. April 2019 – Ob Hörgerät, Kompressionsstrümpfe oder Prothese – medizinische Hilfsmittel sind aus der Gesundheitsversorgung nicht mehr wegzudenken. Auf 100 Versicherte kommen in Sachsen-Anhalt 81 Hilfsmittelverordnungen. Damit liegt die Hilfsmittelquote zwischen Arendsee und Zeitz 1,3 Prozent über dem Bundesschnitt. Das geht aus dem aktuellen Heil- und Hilfsmittelreport der BARMER hervor. „Hilfsmittel können dabei unterstützen, vorübergehende oder dauerhafte Beschwerden auszugleichen oder auch diesen vorzubeugen und den Alltag zu erleichtern“, sagt Axel Wiedemann, Landesgeschäftsführer der BARMER in Sachsen-Anhalt. Jeder vierte Versicherte (26,2 Prozent) ist auf eine Gehhilfe, orthopädische Schuhe oder ein anderes unterstützendes Hilfsmittel angewiesen.

Ausgaben für Hilfsmittel werden weiter steigen

Die Kosten für Hilfsmittel sind bundesweit sehr verschieden. Spitzenreiter ist Thüringen mit 115 Euro je Versichertem. Sachsen-Anhalt liegt mit 106 Euro genau im Bundesschnitt. Insgesamt sind die Hilfsmittelausgaben von 2015 bis 2017 um 12,1 Prozent gestiegen und werden in Zukunft voraussichtlich weiter steigen. Ein Grund dafür ist der demographische Wandel, ein anderer die gesetzliche Vereinheitlichung der Therapeutenvergütung durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). „Die Zukunft wird zeigen, ob die Vergütungserhöhungen der Vergangenheit sowie die gesetzlichen Anhebungen zu steigenden Arbeitsentgelten der angestellten Therapeuten führen. Nur so würden sie dem von den Leistungserbringern beklagten Fachkräftemangel entgegenwirken. Damit können dann auch die Patientinnen und Patienten von den Mehrausgaben der Kassen profitieren“, so Wiedemann.

Webcode dieser Seite: p011415 Autor: BarmerErstellt am: 29.04.2019 Letzte Aktualisierung am: 29.04.2019
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