Auf DIGI CAMP für Schüler folgt Pädagogen-Training

Homburg, 28. Januar 2020. Digitale Lehr- und Lernkonzepte sind in Deutschland an vielen Schulen Mangelware. Mit wertvollen Impulsen zu zeitgemäßem Unterricht und Medienprävention hat nun das LEHRER DIGI CAMP die Pädagogen am Christian von Mannlich-Gymnasium inspiriert. Nach dem Erfolg des dreitägigen DIGI CAMPS für Schüler der achten Jahrgangsstufe im April 2018 kam bei den Homburger Lehrern der Wunsch nach einer digitalen Fortbildung für ihr Kollegium. Der Frage „Immer online - nie mehr allein?“ ging das Kollegium des Christian von Mannlich-Gymnasiums beim gleichnamigen Präventionsprojekt nach. In Workshops erhielten die Lehrkräfte Impulse zu zeitgemäßem digitalen Unterricht, Medienprävention und digitaler Gesundheit. Initiatoren und Organisatoren der LEHRER DIGI CAMPS sind die Krankenkasse Barmer, der TÜV Rheinland und die BG3000, ein Social Impact Start-up, das digitale Projekte umsetzt. Die Barmer ist Präventionspartner und Förderer des Projekts. Die Schirmherrschaft für das Bildungsformat in Homburg hat Markus Uhl, Mitglied des Deutschen Bundestages, übernommen.

Die rund 70 Lehrkräfte in Homburg diskutierten in den Workshops „Digitales Lehren und Lernen“, „Social Hacking“, „Cybermobbing und digitale Dynamiken“, „Social Media und Co“ sowie „Fit durch den Unterricht“ mit Experten. Gemeinsam mit Medienpädagogen, Psychologen, Ernährungs- und Fitnessexperten sowie Internet- und Social-Media-Profis stellten sie verschiedene Ideen und Lösungen für Probleme aus dem Unterrichtsalltag auf den Prüfstand. Die Lehrkräfte erhielten neue Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Schüler sowie Inspirationen für einen anschaulichen Unterricht zum Thema digitale Gesundheit.

Hansjörg Lambrix, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Homburg, besuchte das DIGI CAMP. Er sagte: „Knapp 97 Prozent aller Zwölf- bis 19-Jährigen in Deutschland besitzen ein Smartphone. Heute tauschen sich Schülerinnen und Schüler über WhatsApp-Gruppen aus, geben im Internet Fotos und Informationen voneinander preis. Wenn wir Jugendlichen digitale Kompetenz und zugleich einen gesundheits- und risikobewussten Lebensstil mit auf den Weg geben möchten, müssen wir diese Themen frühzeitig in die Klassenzimmer holen.“

Markus Uhl, Schirmherr und Mitglied des Deutschen Bundestages: „Die Digitalisierung ist heute ein wichtiger Bestandteil in allen Bereichen unseres Lebens. Für Kinder und Jugendliche gehören die digitale Welt sowie die sozialen Medien oftmals von klein auf dazu. Die Jugendlichen sollen die Vorteile, aber auch alle Risiken der digitalen Welt kennenlernen, geschult und unterstützt werden. So ist es unerlässlich zu wissen, wie das Smartphone sinnvoll eingesetzt werden kann oder wie man sich gegen Cyber-Mobbing wehren kann. Und genau dazu dient das LEHRER DIGI CAMP. Es stellt sich gemeinsam mit den Lehrkräften den neuen Herausforderungen des digitalen Lernens. Allen teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrern am diesjährigen DIGI CAMP am Christian Mannlich-Gymnasium in Homburg wünsche ich viele neue Einblicke, Inspiration zur Gestaltung digitalen Unterrichts. Ich freue mich, ein so tolles Projekt als Schirmherr unterstützen zu dürfen."

Dr. Stefan Poppelreuter, als leitender Psychologe in der Akademie von TÜV Rheinland verantwortlich für das Projekt: „Gerade für einen Prüfkonzern spielen die Themen Digitalisierung und IT-Security eine immer größere Rolle. Nur wer sensibilisiert und aufgeklärt ist, kann die vielfältigen Chancen dieser Technologien nutzen. Daher fördern wir den Kompetenzaufbau für ein sicheres, aber auch gesundes Nutzungsverhalten – gerade bei jungen Menschen.“

Simone Stein-Lücke, Gründerin der BG3000: „Mit unseren digitalen Bildungsformaten gehen wir innovative Wege und begeistern dabei bundesweit. Nun heben wir dies mit unseren Präventionspartnern Barmer und TÜV Rheinland auf ein ganz neues Level: Mit dem Projekt „Immer online – nie mehr allein?“ adressieren wir nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Eltern und Lehrkräfte. Die DIGI CAMPS und LEHRER DIGI CAMPS bieten on- und offline Erziehungsratgeber, fördern Digitalaufklärung und mentale wie physische Gesundheit und regen zu gesundheitsfördernden Modulen in der Schule an. Kurz: Wir bilden Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleiter zu Multiplikatoren aus und betreiben Prävention nach innen und außen.“

Wolfram Peters, Schulleiter: „Die Rolle der Schulen wird sich durch die Digitalisierung wandeln. Blicklenkung wird ein zentrales Thema werden, zentraler als derzeit noch. Analyse des Kerns riesiger Informationsmengen wird zentral werden, zentraler als derzeit noch. Das Risiko wird nämlich sein, vor der Informationsmenge zu kapitulieren, zu resignieren und darüber im Angesicht des riesigen Wissensstroms in Unwissen zu verfallen, im übertragenen Sinne vor gefüllten Tellern zu verhungern. Schon heute erkennen wir, dass die erforderliche kritische Informationsnutzung und -filterung uns sehr viel Energie kostet. Wenden wir diese Energie auf, um Werte wie Verantwortung, gesellschaftliches Engagement, direkte Kommunikation, aufgeklärtes Wissen zu erhalten, sogar verstärkt in Szene zu setzen, auch wenn sie spontan nicht mit dem Begriff der Digitalisierung verknüpft scheinen. Aber nur eine funktionierende Umsetzung der Digitalisierung, eine diesbezügliche Vollausstattung der Schulen kann zukünftig sichern, die Schulen einerseits im gesellschaftlichen Leben zu halten und andererseits wertvolle Erziehung für dieses Leben zu gewährleisten.“

Schulleiter, Mitarbeiterin BG3000 und BARMER-Vertreter stehen vor einer Wand.

V.l.: Wolfram Peters (Schulleiter), Hannah Komrowski (BG3000), Hansjörg Lambrix (Regionalgeschäftsführer Barmer).

Webcode dieser Seite: p014552 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 28.01.2020
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