Fortbildung von Ich kann kochen! in Kelberg macht Pädagogen zu Genussbotschaftern

Kelberg, 5. April 2019. Lehrer und Erzieher aus acht Kindertagesstätten sowie sechs Schulen im Landkreis Vulkaneifel und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm haben an einer eintägigen Fortbildung der Initiative Ich kann kochen! in der Kelberger Grund- und Realschule plus St. Martin teilgenommen. Sie dürfen sich nun Genussbotschafter nennen. Ich kann kochen! ist Deutschlands größte Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern und gemeinsames Projekt der Sarah Wiener Stiftung und der Barmer. Die Fortbildung fand in Kooperation mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel statt.

„Mit Ich kann kochen! entdecken Kinder, dass gesunde Ernährung Spaß macht und schmeckt“, sagte Roland Geisbüsch, Regionalgeschäftsführer der Barmer. Die Krankenkasse engagiere sich in Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren für die Gesundheitsförderung in Kitas und Schulen. Ich kann kochen! habe das Ziel, das Ernährungsbewusstsein und die Ernährungsbildung von Kindern zu fördern. Er erklärte: „Die Initiative zeigt Mädchen und Jungen in Kitas, Schulen und außerschulischen Lernorten zum Beispiel wie Kohlrabi aussieht, welche verschiedenen Farben Tomaten haben können und was sich aus frischen Lebensmitteln alles zubereiten lässt.“

Anja Schermer, geschäftsführende Vorständin der Sarah Wiener Stiftung, erklärte: „Indem wir Heranwachsenden Lust aufs Kochen machen und ihnen das dazugehörige Können vermitteln, verankern wir ausgewogene Ernährung im Alltag der Kinder.“ Kern von Ich kann kochen! sind kostenfreie Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte zu Genussbotschaftern. Diese werden dafür qualifiziert, in ihren Einrichtungen praktische Koch- und Ernährungskurse für Kinder anzubieten. Eine solche Qualifizierung erhielten nun die Pädagogen aus der Eifel. Die kostenfreie Fortbildung vermittelte wertvolle Informationen zur Ernährungsbildung und zum Essverhalten von Kindern sowie Praxistipps für das pädagogische Kochen.

Geleitet wurde der Workshop von Edith Gätjen, Ökotrophologin und Präsidentin des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung. Sie sagte: „Wichtig ist, sich auf Kochstunden mit Kindern gut vorzubereiten. So kann man die Nachwuchsköche gelassen anleiten und in der eigenen Zubereitung ihrer Gerichte stärken.“ Sie gab den Hinweis, Kinder nicht zu überfordern: „Es gilt, sie Schritt für Schritt ans Kochen heranzuführen. Zum Beispiel erst erklären, warum nur saubere Hände in die Küche gehören, dann die Küchenutensilien durchsprechen und am Schluss die unterschiedlichen Garmethoden zeigen.“ Auch sollten Kinder ihre Ideen beim Kochen immer mit einbringen dürfen.

Eingeübt wurde das neu erworbene Wissen in der Schulküche, wo die Pädagogen saisonale Gerichte wie Kirchererbsen-Salat, Rosmarinkartoffelspalten, Gemüse-Nuss-Bratlinge und selbst geschüttelte Kräuterbutter zubereiteten. Fortbildungsleiterin Gätjen sagte: „Wir müssen Kinder alltagsnah und frühzeitig für eine vielseitige Ernährung begeistern. Der Griff zu Schneidebrett und Kochlöffel macht Essen für Kinder zum Erlebnis.“ Das gemeinsame Kochen vermittle praxisnahes Ernährungswissen und fördere wirkungsvoll die Gesundheit der Kinder.

Die Ernährungsberatung an den sechs Dienstleistungszentren Ländlicher Raum ist eine Einrichtung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz. DLR-Eifel-Mitarbeiterin Irmgard Lütticken sagte: „Gutes und frisches Essen sowie eine umfassende Ernährungsbildung sind wichtige Grundlagen für eine gesunde Ernährung in allen Altersstufen. Wir informieren über die Grundsätze und die praktische Umsetzung einer ausgewogenen, gesundheitsförderlichen Ernährung auf der Basis der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.“ Ein besonderes Anliegen sei die Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Gute Verpflegungsangebote in Kindertagesstätten und Schulen sowie eine gezielte Ernährungsbildung seien geeignete Möglichkeiten, Einfluss auf die Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen zu nehmen.

Pädagogen und Bildungsträger, die Kinder auf den Geschmack gesunder Ernährung bringen möchten, können sich auf www.ichkannkochen.de informieren und kostenfrei zur Teilnahme an einer Fortbildung anmelden.

Kursteilnehmer schneiden Gemüse

Edith Gätjen (2.v.l.) übt mit Johannes Philipp (l.), Leiter der Kelberger Grund- und Realschule plus, Roland Geisbüsch (Barmer) und Irmgard Lütticken, das pädagogische Kochen ein. Foto: privat

Webcode dieser Seite: p011314 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 05.04.2019
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