Süße Ostertage ohne Zucker: Birkenzucker, Stevia und Co. nur niedrig dosieren

Schokohasen, Gelee-Eier oder Körbchen gefüllt mit allerlei Naschereien: An Ostern stehen Süßigkeiten hoch im Kurs. Zwar verzichten viele Menschen im Alltag auf Haushaltszucker und greifen auf Süßstoff und Kokosblütenzucker, Stevia oder Birkenzucker (Xylit) zurück. Für Osterkörbchen sind die vermeintlich gesünderen Alternativen aber nur bedingt geeignet. „Erwachsene können beim übermäßigen Verzehr von Zuckerersatz Durchfall bekommen. Bei Kindern besteht das Risiko sogar schon bei geringen Mengen“, erklärt Micaela Schmidt, Ernährungsexpertin bei der Barmer. Nehmen Kinder regelmäßig Zuckeralternativen zu sich, gewöhnen sie sich, genau wie beim Konsum von Kristallzucker, schnell an den süßen Geschmack. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie ungesüßte oder wenig gesüßte Lebensmittel ablehnen.

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Osterlamm und Hefezopf: Zuckeralternativen beim Backen

Wer bei Osterlamm und Hefezopf nicht auf den süßen Geschmack, aber auf Haushaltszucker verzichten will, hat einige Alternativen zur Auswahl. Bei vielen Kuchenrezepten steht Haushaltszucker auf der Zutatenliste. Wer Zuckeralternativen einsetzt, sollte daher umrechnen. Eine Ausnahme ist Birkenzucker, der fast genauso schmeckt wie weißer Zucker. Allerdings geht Hefeteig mit Birkenzucker nur wenig gut auf. Bei Stevia ist eine niedrige Dosierung wichtig. Zu viel kann schnell zu bitterem Nachgeschmack führen. Stevia lässt sich zwar nicht karamellisieren, eignet sich aber für Hefe- oder Mürbeteige. Kokosblütenzucker löst sich im Rührteig, etwa für ein Osterlamm, schlechter auf als Haushaltszucker, und ist sehr viel teurer. Außerdem führt Kokosblütenzucker im Teig zu großen Luftblasen. Dafür steigt mit dem kristallinen Nektar der Kokosblüte der Blutzuckerspiegel langsam an – es kommt weniger zu Heißhunger als bei Haushaltszucker. 

Webcode dieser Seite: p011365 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 17.04.2019
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