Kurz notiert

Ausgezeichnete Diagnostik

Für seine Forschung bei der personalisierten Krebstherapie hat Prof.--Professor Dr. med. Jürgen Wolf von der Uniklinik Köln beim Innovationspreis 2015 des Landes NRW kürzlich eine mit 100.000 Euro verbundene Auszeichnung erhalten. Wolf ist Ärztlicher Leiter im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln. Er und sein Team bestimmen durch ihre Analysen, welche genetische Veränderung zu Entstehung oder Wachstum des Tumors geführt hat und geben Empfehlungen für individualisierte Behandlungen. Diese Personalisierte Therapie könne mittlerweile fast flächendeckend Patienten erreichen, begründete Ministerin Svenja Schulte die Wahl in einer Stellungnahme des Ministeriums für Innovation und Forschung des Landes NRW am 29. Februar. Die Kosten für die aufwändige Diagnostik bei Lungenkrebs übernimmt die Barmer GEK bundesweit als erste gesetzliche Kasse seit Juli 2015.

Entscheidungshilfe

Mit der Universität Bielefeld hat die Barmer GEK eine Entscheidungshilfe zum Mammografie-Screening entwickelt. Frauen über 50 Jahren können sich damit online umfassend über Vor- und Nachteile der Mammografie kundig machen. Neben einem Informationsteil können die vermittelten Fakten persönlich bewertet werden, um so eine fundierte Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am Screening zu treffen. www.barmer-gek.de/s000586

Preis für Brückenschlag

Das Aachener Projekt "Brückenschlag - phasenübergreifende Unterstützung für krebskranke Eltern und ihre minderjährigen Kinder" ist mit dem Gesundheitspreis 2015 ausgezeichnet worden. Zusammen mit anderen Kooperationspartnern unterstützt die Barmer GEK das Projekt, bei dem Familien zu Hause Hilfe erhalten und in ihrer schwierigen Situation kontinuierlich begleitet werden. Durch die vorbildliche Vernetzung von Fachärzten, Therapeuten, Kliniken, Krankenkassen, Jugendämtern, Selbsthilfe und Sozialdiensten gelinge es, den besonderen Bedarfen der Familien und speziell der Kinder über die rein medizinische Versorgung hinaus zu entsprechen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am 10. Dezember 2015 mit. An jenem Abend überreichte Ministerin Barbara Steffens den mit 3.000 Euro dotierten Sonderpreis. www.brueckenschlag-aachen.de

Hexenschuss bei Frauen öfter

Bei plötzlichen intensiven und starken Schmerzen im Rücken spricht der Volksmund von einem Hexenschuss. Bereits im ersten Halbjahr 2015 waren in NRW mehr als 412.000 Versicherte der Barmer GEK davon betroffen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2014 erhielten rund 576.000 Versicherte eine Hexenschuss-Diagnose. "Dabei sind Frauen nach wie vor deutlich häufiger betroffen. Das kann verschiedene Gründe haben", sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer GEK.

Insgesamt erlitten bereits im ersten Halbjahr 2015 rund 19,5 Prozent der NRW-Versicherten einen Hexenschuss. Damit liegt NRW knapp unter dem Bundesschnitt von 20 Prozent. Die meisten Versicherten erwischte es in Sachsen (24,3 Prozent), die wenigsten in Schleswig-Holstein (17,4 Prozent).

Schonhaltung vermeiden: Bewegung trotz Schmerzen
Im ersten Halbjahr 2015 lag der Anteil von Frauen mit der Diagnose Hexenschuss bei fast 68 Prozent. 2013 und 2014 zeigt sich mit knapp 67 Prozent ein ähnliches Bild. Ein Hexenschuss ist eine akute Muskelverspannung im Kreuz. Über die Gründe, weshalb Frauen häufiger betroffen sind, wird viel gemutmaßt: Von ungeeignetem Schuhwerk über schwächere Rückenmuskulatur bis zu Haltungsschäden durch einseitiges Handtaschen-Tragen. Marschall: "Fest steht, dass Frauen häufiger zum Arzt gehen."

Für einen Hexenschuss verantwortlich sind häufiges, langes Sitzen und Bewegungsmangel. Marschall: "Neben Alltagsbewegungen können Wärme und auch rezeptfreie Schmerzmittel helfen."

Webcode dieser Seite: p005526 Autor: Barmer Erstellt am: 19.04.2016 Letzte Aktualisierung am: 15.12.2016
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