Spannungskopfschmerz und Migräne: Medikamentenpause für den Kopf

Düsseldorf (03.02.2016). Kopfschmerzen und Migräne zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Im Jahr 2014 klagten in Nordrhein-Westfalen fast 120.000 Barmer GEK Versicherte bei ihrem Arzt über Migräne oder Kopfschmerzen vom Spannungstyp – fast acht Prozent mehr als noch 2010. "Schmerzmittel können wiederum selbst Kopfschmerzen verursachen. Betroffene nehmen die Medikamente dann häufiger ein", sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer GEK in NRW.

Rund 81 Prozent der betroffenen Versicherten waren weiblich. Vor allem bei Migräne gibt es deutliche Unterschiede: Während 2014 über 83.000 Frauen an den Attacken litten, waren lediglich knapp 17.000 Männer betroffen. Die meisten Frauen leiden im Alter von 41 bis 60 unter Migräne. Anders als "normaler" Kopfschmerz kann sich eine Migräne manchmal mehrere Stunden vorher mit Seh-, Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen ankündigen. Die schließlich eintretenden Kopfschmerzen sind einseitig, pochend und pulsierend. Häufige Begleiterscheinungen sind Appetitlosigkeit, Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit. Diese Phase kann 4 bis 72 Stunden dauern. Ein ruhiger, abgedunkelter Raum kann die Symptome bessern.

Ob Migräne oder Spannungskopfschmerz: Um nicht in einen Kreislauf von Schmerzen und Medikamenten zu geraten, sollten Betroffene, die an mehr als zehn Tagen im Monat unter Kopfschmerzen leiden und davon an mehr als drei Tagen hintereinander Schmerzmittel benötigen, unbedingt mit dem Arzt über eine Medikamentenpause sprechen. Beckmann: "Der Hausarzt kann neben nicht-medikamentösen Tipps auch Arzneimittel nennen, die sich zur gelegentlichen Selbstmedikation eignen."

Karneval und Kopfschmerz

Auf die Karnevalstage folgt für viele Jecken der Kater am nächsten Morgen. Ein gesundes Frühstück hilft, schnell wieder fit zu werden. Neben Vollkornbrot mit herzhaftem Belag als Basis liefern Fruchtsaft, Quark oder Joghurt viele Vitamine und Mineralien. "Um den Alkohol im Körper abbauen zu können, braucht der Mensch nicht nur Wasser, sondern auch sogenannte organische Säuren", sagt Beckmann. Wer lieber vorbeugende Maßnahmen treffen will, sollte vor dem Alkoholgenuss ausreichend und fett essen. Denn durch das Fett gelangt der Alkohol etwas langsamer ins Blut.


Kontakt für die Presse

Sara Rebein,
Barmer Landesgeschäftsstelle NRW,
Telefon: 0800 332060 673005,
E-Mail: sara.rebein@barmer.de

Birte Schwarz,
Barmer Landesgeschäftsstelle NRW,
Telefon: 0800 332060 673006,
E-Mail: birte.schwarz@barmer.de

Webcode dieser Seite: p000135 Autor: Barmer Erstellt am: 02.02.2016 Letzte Aktualisierung am: 20.12.2016
Nach oben