Ein Viertel der NRW-Bevölkerung bei der Krebsvorsorge

Digitaler Assistent soll Bereitschaft erhöhen

Düsseldorf, 14. Juni 2018 – Frauen in Nordrhein-Westfalen nehmen die Krebsfrüherkennung deutlich ernster als Männer. Zwar geht insgesamt ein Viertel der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens zu den Routine-Checks. Bei den Männern nimmt aber nur jeder Neunte die Vorsorge wahr (s. Grafik). Dies belegt der aktuelle BARMER Arztreport. Die Daten gelten für Frauen und Männer, unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit. „Im Gegensatz zu Frauen hindern Schamgefühl oder Angst vor schlechten Nachrichten viele Männer daran, sich durchchecken zu lassen. Auch Termindruck im Arbeitsalltag spielt eine Rolle“, erläutert Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer in NRW.

Routine-Checks retten Leben

„Je früher Gewebeveränderungen, die zuerst keine Schmerzen oder Beschwerden verursachen, entdeckt werden, desto besser sind die Behandlungschancen im Vergleich zu großen oder gestreuten Tumoren“, sagt Beckmann. Gesetzliche Kassen übernehmen für Frauen ab 20 Jahren jährlich die Brustkrebsvorsorge und ab 30 Jahren zusätzlich die Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs. Bei Männern ab 45 Jahren zahlen sie den Prostata-Check. Zudem gibt es Vorsorgetests für Haut- und Darmkrebs für beide Geschlechter.

Digitaler Gesundheitsmanager

Damit keine Vorsorgeuntersuchung im Alltagsstress untergeht, hat die Barmer für ihre Versicherten einen digitalen Helfer entwickelt (s. Abb. Seite 2). Er ist Teil der kasseneigenen Service-App und bietet Nutzern einen Überblick über anstehende Früherkennungen, sogar für die ganze Familie. Außer den Untersuchungen zur Krebsvorsorge gibt die Anwendung einen Überblick über mehr als 30 Untersuchungen, darunter auch welche zur Vorsorge für Kinder und Jugendliche.

Webcode dieser Seite: p009772 Autor: Barmer Erstellt am: 28.06.2018 Letzte Aktualisierung am: 28.06.2018
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