Nur noch jede zweite eingeladene Frau in NRW geht zum Mammographie-Screening

Düsseldorf, 20. Oktober 2019 – Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein Mammographie-Screening. Darauf weist die Barmer im Brustkrebsmonat Oktober hin. In Nordrhein-Westfalen ist der Teilnehmeranteil am Mammographie-Programm gesunken: Während im Jahr 2013 ca. 57 Prozent der Frauen zum Screening gingen, waren es 2017 nur knapp 50 Prozent (ca. 656.700 von 1,32 Mio. eingeladenen Frauen). „Etwa 30 von 1.000 Frauen erhalten einen auffälligen Befund und müssen zu weiteren Untersuchungen. Sechs der 30 Frauen erhalten dann die Diagnose Brustkrebs. Für viele Frauen ist die Zeit der Ungewissheit bis zum Ergebnis der Folgeuntersuchung sehr belastend. Unsere Online-Entscheidungshilfe zum Mammographie-Screening informiert über das Programm und unterstützt bei der persönlichen Wahl“, sagt Heiner Beckmann, Landesgeschäftsführer der Barmer. Die Entscheidungshilfe können alle Frauen, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit, nutzen.

Online-Entscheidungshilfe zum Mammographie-Screening

Die Online-Entscheidungshilfe wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld entwickelt. Sie enthält einen Informationsteil, der darstellt, was das Screening leisten kann und wo die Vor- und Nachteile liegen. Im zweiten Teil können Frauen die Fakten mit Blick auf ihre persönliche Situation bewerten. Zur Online-Entscheidungshilfe: www.barmer.de/s000586.

Das Programm zum Mammographie-Screening existiert seit dem Jahr 2005. Bei der Untersuchung werden die Brüste aus zwei Perspektiven geröntgt, einmal von oben nach unten und von der Mitte zur Seite. Die Ergebnisse werden von zwei unabhängigen Ärzten bewertet. Mehr Informationen zum Programm: www.mammo-programm.de.

 

 

Webcode dieser Seite: p012373 Autor: BarmerLetzte Aktualisierung am: 21.10.2019
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