Cathrin Burs, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, über das E-Rezept

Persönlich, kompetent und wohnortnah: Dafür steht die Apotheke vor Ort analog oder digital

Cathrin Burs im Portrait


Die Apothekerkammer Niedersachsen begrüßt die Einführung des E-Rezepts. Apotheken sind schon längst in der digitalen Welt zu Hause. Sie organisieren auf diesem Weg ihre Lagerbestände und Bestellungen oder prüfen datenbankgestützt Neben- oder Wechselwirkungen von Arzneimitteln. Das E-Rezept wird sich hier einreihen und Bestellprozesse beziehungsweise die Organisation von Lieferketten weiter verbessern und sicherer machen. Das E-Rezept wird zudem eine schnelle und fehlerfreie Medikation ermöglichen, ohne die gewohnte persönliche Beratung von Patientinnen und Patienten einzubüßen. Denn ein Medikament wird erst durch die individuelle Beratung ein wirksames Arzneimittel.

Apotheken sind bereit

Damit die Einlösung elektronischer Verordnungen für gesetzlich-versicherte Patienten zum 1. Januar kommenden Jahres reibungslos funktioniert, laufen die Vorbereitungen deutschlandweit auf Hochtouren. Nahezu alle niedersächsischen Apotheken haben sich bis heute an die Telematik-Infrastruktur – trotz der Herausforderungen der Covid-19-Pandemie – angeschlossen. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn die öffentlichen Apotheken in Deutschland haben seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 nicht nur die alltägliche Arzneimittelversorgung sichergestellt, sondern auch zahlreiche zusätzliche Aufgaben übernommen, um bei der Pandemiebekämpfung zu unterstützen.

Die Apotheken in Niedersachsen sind jetzt schon für die geplante bundesweite, stufenweise Einführung des E-Rezepts bereit. Wie bisher gewohnt werden sie die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und Hilfsmitteln an 365 Tagen im Jahr gewährleisten, individuelle Rezepturen herstellen und kompetent zu zahlreichen Gesundheitsthemen beraten – egal ob bei Vorlage des gewohnten rosa Papierrezeptes oder beim E-Rezept.

Versorgung auch ohne Smartphone möglich

Wer kein Smartphone nutzt, muss keine Sorgen haben: Gerade für ältere, aber auch viele andere Menschen ohne Smartphone oder Tablet besteht auch weiterhin die Möglichkeit, das E-Rezept, ohne diese technischen Hilfsmittel nutzen zu können. In diesem Fall erhalten Patientinnen und Patienten in der Arztpraxis einen Papierausdruck mit einem QR-Code, den sie in der Apotheke vorlegen, sodass jeder Patient und Kunde auch in Zukunft mit den notwendigen Arzneimitteln versorgt werden kann. Die Apotheken vor Ort bleiben weiterhin persönlich für Sie da und stehen bei allen Fragen rund um das E-Rezept gerne zur Verfügung.


Webcode dieser Seite: p017296 Autor: Barmer InternetredaktionLetzte Aktualisierung: 14.09.2021
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