Unsere Rubrik „Junge Abgeordnete neu im Landtag“ mit Christian Fühner (31), CDU, und neuer Vorsitzender der Jungen Union Niedersachsen

Warum bist Du zur Wahl angetreten und was möchtest Du im Landtag erreichen?

Durch mein ehrenamtliches Engagement als Jugendlicher in unserer Ortsgruppe der Katholischen Landjugend bin ich das erste Mal wirklich politisch aktiv geworden. Damals wollten ich und andere Jugendliche, dass auch unsere Interessen, die Interessen der Jugend, im Ortsrat berücksichtigt werden. Also entschloss ich mich dazu, mich zur Wahl aufstellen zu lassen und wurde so Teil des Ortsrates. Bei dieser Arbeit habe ich dann immer mehr meine politische Leidenschaft entdeckt. Ich habe gelernt, wie Politik funktioniert und wie man Sachen verändern und mitgestalten kann, anstatt immer nur darüber zu meckern, was andere entscheiden. Über das Ehrenamt hinaus vollberuflich Politiker zu werden, war damals noch nicht der Plan. Irgendwann aber kam der Moment, in dem ich immer wieder von verschiedenen Seiten positiv auf meine politische Aktivität angesprochen wurde, mich mehr und mehr politisch engagierte und dann meine Chance nutzte, um diesen Weg einzuschlagen. Ich wurde mir darüber bewusst, dass ich auch für die junge Generation etwas verändern kann. Mitzureden und Dinge zu bewegen ist dabei mein eigentlicher Ansporn gewesen. Um meine Ziele auch umzusetzen, habe ich hier im Landtag die Chance hautnah politischen Prozesse kennenzulernen und mitzugestalten, damit ich so auch Inhalte für meine Region, das Emsland und für die Menschen die dort leben, umsetzen und einbringen kann. Mein erster politischer Schwerpunkt liegt in einer angemessenen Finanzpolitik, die auch für die nächsten Generationen gute Rahmenbedingungen schafft. Diese kann nur gelingen, indem auch Schulden abgebaut werden. Mein zweiter Schwerpunkt liegt in der Bildungspolitik. Vor meiner Zeit im Landtag war ich selbst als Berufsschullehrer tätig und bin mir bewusst, dass wir in diesem Bereich noch viel mehr machen müssen. Wir sollten besonders die Investitionen im Bildungsbereich deutlich erhöhen, um hier die Qualität zu verbessern.

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Wie hältst Du dich als junger Mensch gesund und fit und hast Du persönliche Tipps für ein gesundes Leben?
Ich war immer sportlich aktiv, besonders durch den Fußball. Aufgrund mehrerer Sportverletzungen, darunter auch ein Kreuzbandriss, musste ich trotz meiner Leidenschaft diesen Sport leider aufgeben. Dennoch weiß ich bis heute, dass Sport natürlich das beste Mittel ist, um fit zu bleiben. Wenn ich Sport treibe, ist das neben der körperlichen Fitness für mich auch ein guter Ausgleich und hilft mir beim Stressabbau. Leider muss ich mir aber auch eingestehen, dass ich durch mein zunehmendes politisches Engagement weniger Zeit und Freiräume dafür habe. Zudem führt ein Abgeordneter meist kein außerordentlich gesundes Leben: Sitzende Tätigkeiten, eine unausgewogene Ernährung und wenig körperliche Aktivität. Zu Beginn der neuen Herausforderung musste ich mich erst einmal umstellen und meinen Lebensstil anpassen. Jetzt, nach über einem Jahr im Landtag, gelingt es mir gut regelmäßige Auszeiten, zum Beispiel zum Joggen, zu nehmen und mich zu bemühen auch auf meine Ernährung zu achten. Besonders wichtig dabei ist ein gutes Zeitmanagement und die Strukturierung des Alltages, um Zeit für Sport, gesunde Ernährung und auch Freizeit zu finden.

Wie kann es Deiner Meinung nach gelingen, junge Menschen für gesundheitliche Prävention zu gewinnen und zu begeistern und was muss sich dafür an den Lebensumständen junger Menschen ändern?
Das Thema Gesundheit ist in den Schulen mittlerweile zwar präsent, dennoch denke ich, dass es sich noch weiter ausbauen lässt. Hierbei halte ich vor allem das Thema gesunde Ernährung für wichtig. Es passiert zwar schon eine Menge in den Schulen, dennoch könnten diese Anstrengungen durch verstärkte Kooperationen mit bspw. den Krankenkassen, aber auch mit der Landwirtschaft noch besser vorangebracht werden. Die Schüler sollten lernen, wo die Produkte eigentlich herkommen und wie sie hergestellt werden. Schon früh sollte bei den Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein für die Qualität der Produkte und eine gesunde und ausgewogene Ernährung geschaffen werden. Gleichzeitig kann hierbei auch der Spaß am gemeinsamen Kochen geweckt werden. Die Politik sollte dabei die Voraussetzungen für das Gelingen dieser Ziele schaffen.

Zusätzlich halte ich die Zusammenarbeit mit Sportvereinen für sehr wichtig, um Sportangebote zu unterstützen und die Bewegungsfreude von jungen Menschen zu fördern. Dabei ist vor allem auch die finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit der Vereine von hoher Bedeutung. Auch Bonusprogramme der Krankenkassen, wie die Barmer es bereits umgesetzt hat, können gerade junge Erwachsene zu mehr Bewegung motivieren.

Webcode dieser Seite: p011304 Autor: BarmerErstellt am: 04.04.2019 Letzte Aktualisierung am: 04.04.2019
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