Über 3.900 Grippefälle in Niedersachsen

Influenza stärker geworden

Hannover, 02.01.2017 - Die Grippe oder Influenza hat im vergangenen Jahr in Niedersachsen stärker zugeschlagen. „Laut Robert-Koch-Institut wurden landesweit bis zum Jahresende 3.936 Grippeerkrankungen gezählt. Im Vorjahr waren es 3.682, 2014 dagegen nur 278 Fälle“, berichtet Michael Erdmann, Landespressesprecher der Barmer in Niedersachen und Bremen. Das Problem: „Die meisten Patienten verfügten über keinen aktuellen Impfschutz – und die Saison ist noch nicht vorbei“, so Erdmann. In Bremen wurden im letzten Jahr 103 Influenzaerkrankte gemeldet, nach 78 Betroffenen im Vorjahr und 18 im Jahr 2014.

Meiste Grippeerkrankte in Hannover, wenigste in Delmenhorst

Auch im vergangenen Meldejahr gab es mit 859 Fällen in der Region Hannover die meisten Betroffenen. Aber auch in den Kreisen Harburg (263), Osnabrück (241), Emsland (177), Hildesheim (119), Gifhorn (117), Leer (109) und der Stadt Osnabrück (163) war die Zahl der Leidtragenden dreistellig. Am wenigsten betroffen war übrigens wieder Delmenhorst mit zwei gemeldeten Influenzaerkrankten wie im Vorjahr. Auch im Kreis Verden (7) und Osterode am Harz (9) gab es eine geringe Anzahl an Erkrankungen.

Nach der Grippe ist vor der Grippe

Besonders feucht-kalte Wintertage, wie sie von Januar bis März häufig auftreten, begünstigen die Ausbreitung der Viren – wenn kein ausreichender Schutz besteht. Impfmuffel sollten sich deshalb überwinden und zu ihrem Hausarzt oder den speziellen Sprechstunden der Gesundheitsämter gehen. „Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die Grippe jedes Jahr in Deutschland etwa 10.000 Todesfälle fordert“, ergänzt Erdmann. „Der kleine Stich kann also wirklich Leben retten.“ Insbesondere Kinder, Jugendliche, Schwangere und ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich gegen die Influenza-Grippe impfen lassen. Über eine Impfung nachdenken sollten auch jene, die häufig Publikumsverkehr haben, wie Kita-Mitarbeiter, Pädagogen oder Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen. Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung ihrer Versicherten. Übrigens: Ein ausreichender Schutz gegen Ansteckung besteht erst etwa zwei bis vier Wochen nach der Impfung. Dafür hält der Impfschutz gut ein halbes Jahr.

Mehr Infos zur Grippe unter www.barmer.de/s000681

Webcode dieser Seite: p007062 Autor: Barmer Erstellt am: 03.01.2017 Letzte Aktualisierung am: 17.03.2017
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