Callcenter-Beschäftigte mit meisten Fehltagen

Fast 29 Tage im Jahr krankgeschrieben

Hannover, 10.01.2017 - Das Berufsleben stellt unterschiedliche Ansprüche an die Belastbarkeit. Angehörige bestimmter Berufsgruppen sind stärker von Arbeitsunfähigkeiten betroffen als andere. „Wenn wir in unsere Statistiken für das Jahr 2015 schauen, sehen wir, das Beschäftigte im Dialogmarketing und Callcentern mit 28,7 Arbeitsunfähigkeitstagen im Jahr am meisten belastet sind, wogegen Beschäftigte in Hochschullehre und Forschung mit lediglich 5,5 Fehltagen im Jahr die niedrigste Rate überhaupt haben“, so Barmer Landesgeschäftsführerin Heike Sander. Durchschnittlich kamen in Niedersachsen genau 17,5 Fehltage zusammen, in Bremen waren es 15,8 Tage.

Hier die Berufsgruppen mit den meisten Arbeitsunfähigkeitstagen:

  1. Dialogmarketing/Callcenter 28,7 Tage,
  2. Altenpflege   28,4 Tage,
  3. Zustelldienste   25,4 Tage,
  4. Berufskraftfahrer/Innen  25,2 Tage,
  5. Gesundheits-/Krankenpflege 24,0 Tage.

Die Berufsgruppen mit den wenigsten Arbeitsunfähigkeitstagen:

  1. Hochschullehre und Forschung 5,5 Tage,
  2. Softwareentwicklung  7,5 Tage,
  3. Technische Forschung/Entwicklung 7,8 Tage,
  4. Ärztinnen und Ärzte  8,6 Tage,
  5. Werbung und Marketing 9,3 Tage.

Alter und Betriebsklima spiele Rolle

Bei Statistiken zu Arbeitsunfähigkeiten ist die Interpretation der Ergebnisse keinesfalls einfach. Bei der Interpretation sind viele Einflüsse zu bedenken. Das Alter spielt eine große Rolle. Auch das Klima am Arbeitsplatz dürfte unterschiedliche Auswirkungen haben. Höhere Krankenstände können Folge eines schlechten Betriebsklimas oder allgemein hoher Belastungen am Arbeitsplatz sein. Zählt man Angst um den Erhalt des Arbeitsplatzes als einen Aspekt des Betriebsklimas, kann ein schlechtes Betriebsklima zu Fehlzeiten führen.

Prävention groß geschrieben

Durch ein umfangreiches Präventionsangebot unterstützt die Barmer ihre Versicherten, für die eigene Gesundheit aktiv zu werden. Sie fördert Gesundheitskurse zu den Themen Stress, Stressbewältigung und Entspannung, Bewegung, Ernährung und Suchtmittelkonsum. Volkshochschulen, Bildungsstätten oder Vereine bieten vielfach Gesundheitskurse an. Unter www.barmer.de/g100109 gibt es die Möglichkeit, bundesweit nach förderfähigen Gesundheitskursen zu suchen, die von der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert worden sind.

Webcode dieser Seite: p007099 Autor: Barmer Erstellt am: 11.01.2017 Letzte Aktualisierung am: 11.01.2017
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